Wir haben nur Heizöl im Kopf

USA verschärfen wirtschaftlichen Druck auf den Iran

24.08.26

Ölmärkte bleiben vor dem Wochenende nervös
Die internationalen Ölmärkte bleiben auch zum Ende der Woche von Unsicherheit geprägt. Während die USA ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran weiter erhöhen wollen, reagieren die Märkte inzwischen deutlich gelassener als zu Beginn des Konflikts. Die Preise bewegen sich weiterhin in einem wechselhaften Auf und Ab, größere Ausschläge bleiben bislang jedoch aus.
Dies steht im Gegensatz zur Anfangsphase der Auseinandersetzungen, als die USA deutlich stärker auf direkte militärische Maßnahmen und Angriffe setzten.

USA planen umfassende wirtschaftliche Isolierung
US Präsident Donald Trump hatte bereits zu Beginn der Woche eine umfassende wirtschaftliche Isolierung des Iran angekündigt. Voraussetzung für eine Entspannung sei, dass Teheran seine Angriffe auf Ölindustrien und Schiffe in und um die Straße von Hormus beendet und die Blockade von Transporten anderer Länder aufgibt.
Da der Iran bislang keine entsprechenden Schritte angekündigt hat, stellte US Finanzminister Scott Bessent am Donnerstagabend weitere Maßnahmen in Aussicht. In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC kündigte er an, dass am Montag konkrete Details zu den geplanten Sanktionen und Isolierungsmaßnahmen veröffentlicht werden sollen.
Nach einer ersten Zusammenfassung sollen dabei auch die Verbündeten der USA einbezogen werden. Ziel ist eine koordinierte wirtschaftliche Druckausübung auf den Iran. Bessent forderte in diesem Zusammenhang auch China zur Beteiligung auf und erklärte sinngemäß, dass sich die Staaten entweder auf die Seite der USA oder gegen sie stellen müssten.

China warnt vor neuen Sanktionen
Die chinesische Regierung hatte bereits vor der Veröffentlichung des Interviews dazu aufgerufen, den Konflikt auf diplomatischem Weg zu lösen. Sanktionen und wirtschaftlicher Druck würden nach Ansicht des chinesischen Außenministeriums nicht zur Lösung des Problems beitragen.
China gehört zu den wichtigsten Handels- und Wirtschaftspartnern des Iran und ist zugleich in erheblichem Umfang auf iranisches Öl angewiesen. Eine umfassende wirtschaftliche Isolierung Teherans könnte daher auch Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft und die dortige Ölversorgung haben. Peking hat entsprechend ein eigenes Interesse daran, eine weitere Verschärfung des Konflikts zu verhindern.

Heizölpreise geben leicht nach
Die Ölpreise setzen ihr wechselhaftes Auf und Ab fort. Dass sich die USA derzeit stärker auf wirtschaftliche Sanktionen und weniger auf direkte militärische Angriffe konzentrieren, sorgt an den Märkten zumindest für eine leichte Entspannung.
Auch am deutschen Heizölmarkt macht sich diese Entwicklung bemerkbar. Für Abnehmerinnen und Abnehmer werden aktuell Abschläge von etwa 0,85 bis 1,45 Euro pro 100 Liter erwartet. Angesichts der weiterhin unsicheren geopolitischen Lage handelt es sich dabei jedoch lediglich um eine Momentaufnahme. Neue Entscheidungen zu Sanktionen, Blockaden oder militärischen Maßnahmen können die Preise jederzeit wieder deutlich bewegen.

1 USD = 0,8562€
Stand: 24.08.2026, nächstes Update: 25.08.2026

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