Wir haben nur Heizöl im Kopf

Trump dämpft Sorgen vor neuen Iran-Angriffen und bremst Ölpreisrallye

12.10.26

Entspannungssignale aus Washington belasten die Ölbörsen
Die internationalen Ölpreise haben einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder abgegeben. Nachdem Berichte über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran die Kurse zunächst deutlich nach oben getrieben hatten, sorgte eine Stellungnahme von US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend für eine Entspannung. Auch am Freitagmorgen gaben die Preise an den Ölbörsen leicht nach. Sie lagen allerdings weiterhin über dem Niveau vom Donnerstagvormittag.

Trump dementiert Berichte über geplante Angriffe
Zur Wochenmitte hatte das Magazin The Atlantic berichtet, die USA könnten umfassende Angriffe auf den Iran planen, die spätestens bis zum 3. November stattfinden sollten. Der Bericht nannte jedoch keine näheren Einzelheiten zu möglichen militärischen Maßnahmen.

Am Donnerstagabend widersprach Trump diesen Meldungen in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social. Er erklärte, dass es vor den US-Zwischenwahlen Anfang November keine Angriffe auf den Iran geben solle. Stattdessen verwies er auf nach eigenen Angaben produktive Gespräche mit der Islamischen Republik, die fortgesetzt werden sollten.

Gleichzeitig betonte Trump, dass sich der Iran wirtschaftlich und militärisch in einer schwierigen Lage befinde. Zudem erklärte er, die Öltransporte durch die Straße von Hormus würden ungehindert weiterlaufen. In der Nacht zum Donnerstag seien seinen Angaben zufolge rund 22 Millionen Barrel Öl durch die strategisch wichtige Meerenge südlich des Iran transportiert worden. Das entspreche in etwa dem Niveau vor Beginn des Konflikts. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angabe liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Geopolitische Unsicherheit bleibt bestehen
Die Aussagen des US-Präsidenten sorgten zunächst für eine spürbare Beruhigung an den Ölbörsen. Die zuvor deutlichen Kursanstiege verloren am Donnerstagabend an Dynamik, da die Aussicht auf eine Fortsetzung der Gespräche die unmittelbaren Sorgen vor einer militärischen Eskalation verringerte.

Eine nachhaltige Entspannung ist damit jedoch nicht gesichert. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, und neue Meldungen zu möglichen militärischen Maßnahmen oder zur Sicherheit der Öltransporte durch die Straße von Hormus können die Märkte jederzeit erneut beeinflussen.

Heizölpreise bleiben über dem Vortagesniveau
Die nachlassenden Sorgen vor kurzfristigen US-Angriffen haben den internationalen Ölpreisen zwar etwas Auftrieb genommen, die vorherigen Kursgewinne aber nicht vollständig ausgeglichen. Das zeigt sich auch auf dem deutschen Heizölmarkt.

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen am Freitag im bundesweiten Durchschnitt mit leichten Preisaufschlägen von etwa 1,05 bis 1,85 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag rechnen. Die Preisentwicklung bleibt angesichts der geopolitischen Unsicherheit und der starken Schwankungen an den Ölbörsen schwer vorhersehbar. Neue Nachrichten aus Washington oder dem Nahen Osten können die Heizölpreise kurzfristig erneut verändern.

1 USD = 0,8926€
Stand: 12.10.2026, nächstes Update: 13.10.2026

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