Wir haben nur Heizöl im Kopf

Rohöl wird günstiger – Dieselpreis steigt dennoch weiter

31.07.26

Rohölpreis sinkt deutlich
Die internationalen Rohölpreise haben gegenüber der Vorwoche spürbar nachgegeben. Der Schlusskurs der Nordsee-Rohölsorte Brent lag zuletzt bei rund 84 US-Dollar je Barrel, nachdem eine Woche zuvor noch etwa 91 US-Dollar gezahlt wurden. Trotz dieses deutlichen Rückgangs kommt die Entlastung bei den Kraftstoffpreisen in Deutschland bislang nur teilweise an.

Benzin gibt nur leicht nach
Nach der aktuellen Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt derzeit 2,139 Euro. Damit ist der Preis gegenüber der Vorwoche lediglich um 0,7 Cent gesunken.

Nach Einschätzung des ADAC fällt dieser Preisrückgang angesichts der deutlich niedrigeren Rohölnotierungen zu gering aus. Zudem bewegt sich das Preisniveau an den Tankstellen bereits seit Wochen auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.

Diesel setzt Aufwärtstrend fort
Während Benzin etwas günstiger geworden ist, verteuerte sich Diesel bereits die fünfte Woche in Folge. Ein Liter kostet aktuell durchschnittlich 2,190 Euro und damit 2,2 Cent mehr als in der Vorwoche.

Der ADAC sieht darin ein weiteres Beispiel für die hohe Krisenanfälligkeit des Dieselmarktes. Anders als Benzin reagiert Diesel deutlich empfindlicher auf Versorgungsrisiken. Ein wesentlicher Grund ist der hohe Importanteil, wodurch sich Störungen auf den internationalen Märkten schneller auf die Preise auswirken. Zudem wird Diesel nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in zahlreichen weiteren Wirtschaftsbereichen nachgefragt. In geopolitischen Krisenzeiten verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich.

Auswirkungen auf den Heizölmarkt
Die Entwicklung am Dieselmarkt bleibt auch für Heizölkunden von besonderer Bedeutung, da beide Produkte eng miteinander verbunden sind. Obwohl der Rohölpreis zuletzt gesunken ist, halten die angespannten Produktmärkte die Preise für Heizöl weiterhin auf einem hohen Niveau. Vor allem die anhaltenden Unsicherheiten an den internationalen Energiemärkten und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Ölprodukten verhindern bislang eine deutlichere Entlastung. Sollte sich der Rückgang der Rohölpreise fortsetzen und die geopolitische Lage weiter entspannen, könnten sich die Heizölpreise mittelfristig ebenfalls abschwächen. Derzeit bleibt das Preisniveau jedoch weiterhin erhöht.

1 USD = 0,8688€
Stand: 31.07.2026, nächstes Update: 03.08.2026

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