Wir haben nur Heizöl im Kopf

Preisstatistik – Unsicherheit im Nahen Osten hält Heizölpreise auf erhöhtem Niveau

07.07.26

Die Preisstatistik zeigt derzeit ein zweigeteiltes Bild: Während sich die Rohölpreise an den internationalen Börsen in den vergangenen Wochen deutlich von den Höchstständen des Frühjahrs entfernt haben, bleiben Ölprodukte wie Heizöl vergleichsweise teuer. Hintergrund sind weiterhin bestehende Engpässe in der Produktversorgung sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten rund um die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die angespannte Versorgungslage bei Ölprodukten sorgt weiterhin für Aufwärtsdruck auf die Heizölpreise. Im bundesweiten Durchschnitt zahlen Verbraucher aktuell rund +2,29 Euro pro 100 Liter mehr als noch am vergangenen Freitag und +4,20 Euro mehr als vor einer Woche. Im Monatsvergleich zeigt sich jedoch weiterhin eine Entspannung: Gegenüber Anfang Juni liegt der Heizölpreis derzeit durchschnittlich -6,07 Euro pro 100 Liter niedriger.

Langfristige Preisentwicklung
Besonders deutlich wird die Preisentwicklung im Vergleich zum Höhepunkt des USA-Iran-Israel-Konflikts vor rund drei Monaten. Seitdem ist der durchschnittliche Heizölpreis um -45,80 Euro pro 100 Liter gefallen. Im historischen Vergleich bleibt das Preisniveau jedoch erhöht: Gegenüber Juli 2025 zahlen Heizölkunden aktuell +26,13 Euro, gegenüber Juli 2024 +16,90 Euro mehr.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
Unsichere Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran
Die Gespräche über eine dauerhafte Regelung für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus verlaufen weiterhin ohne klare Ergebnisse. Die politische Unsicherheit sorgt an den Energiemärkten für Zurückhaltung und unterstützt das Preisniveau.
Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Ölanlagen fort. Dadurch bleiben insbesondere die Exporte von Diesel und anderen Ölprodukten eingeschränkt, was die Versorgung am Weltmarkt belastet.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
Steigende Ölexporte aus dem Nahen Osten
Mit der schrittweisen Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus nehmen die Exporte kontinuierlich zu. Gleichzeitig löst sich der Tankerstau im Persischen Golf zunehmend auf.
Erwartetes Überangebot am Rohölmarkt
Zahlreiche Marktanalysten rechnen für die kommenden Monate mit einem steigenden Ölangebot. Die Kombination aus zunehmender Produktion und einer verhaltenen Nachfrage – insbesondere aus China – könnte die Rohölpreise weiter unter Druck setzen und mittelfristig auch Heizöl verbilligen.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Litern Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 % Mehrwertsteuer. Regionale Preisabweichungen sind aufgrund unterschiedlicher Transportkosten möglich. Preisstand: 06.07.2026.

1 USD = 0,8743€
Stand: 07.07.2026, nächstes Update: 08.07.2026

Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.

Kontrollieren Sie regelmäßige Ihren Heizölbestand im Heizöl-Tank und bestellen Sie Ihren Heizöl-Bedarf rechtzeitig. Kurzfristige Belieferungen sind Aufschlagspflichtig und sind unnötige zusätzliche Heizöl-Kosten.

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