Wir haben nur Heizöl im Kopf

Preisstatistik – Nahost-Spannungen sorgen weiter für volatile Heizölpreise

30.06.26

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Ereignisse im Nahen Osten bleiben der wichtigste Einflussfaktor für die Heizölpreise. Nachdem es am Wochenende erneut zu militärischen Angriffen der USA auf iranische Stellungen gekommen war, zogen die Ölpreise kurzfristig wieder an. Der stärkste Preisdruck hat sich inzwischen zwar abgeschwächt, dennoch notieren die Heizölpreise weiterhin leicht über dem Niveau der vergangenen Tage.

Aktuell kostet Heizöl im bundesweiten Durchschnitt rund 1,00 Euro je 100 Liter mehr als am Freitagnachmittag. Gegenüber dem Montag der Vorwoche ergibt sich ein Anstieg von 1,67 Euro je 100 Liter. Im Monatsvergleich zeigt sich hingegen weiterhin eine Entspannung: Im Vergleich zu Ende Mai liegen die Preise derzeit durchschnittlich 4,96 Euro je 100 Liter niedriger.

Langfristige Preisentwicklung
Die vergangenen Monate haben eindrucksvoll gezeigt, wie stark geopolitische Entwicklungen die Energiemärkte beeinflussen können. Seit dem Höhepunkt des Iran-USA-Konflikts Ende März sind die Heizölpreise bundesweit um durchschnittlich 34,34 Euro je 100 Liter gefallen.

Trotz dieser deutlichen Entspannung bewegt sich das Preisniveau weiterhin über dem der vergangenen Jahre. Im Vergleich zu Ende Juni 2025 zahlen Verbraucher derzeit durchschnittlich 23,78 Euro je 100 Liter mehr, gegenüber Mitte 2024 beträgt der Aufschlag noch 12,31 Euro je 100 Liter.

Was spricht aktuell für steigende Preise?

• Anhaltende Spannungen zwischen den USA und dem Iran

Obwohl beide Seiten ein vorläufiges Friedensabkommen geschlossen haben, bleibt die Lage angespannt. Die jüngsten militärischen Zwischenfälle zeigen, dass die politische Unsicherheit weiterhin hoch ist. Solange keine dauerhafte Einigung erzielt wird, bleibt das Risiko neuer Preissprünge bestehen.

• Russische Kraftstoffversorgung unter Druck

Die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien und Energieanlagen beeinträchtigen zunehmend die Produktion und den Export von Kraftstoffen. Dadurch verringert sich das Angebot auf dem Weltmarkt, was insbesondere die Preise für Diesel und Heizöl stützen kann.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?

• Zunehmende Ölexporte aus dem Nahen Osten

Mit der Wiederöffnung der Straße von Hormus nimmt der Tankerverkehr kontinuierlich zu. Dadurch gelangen wieder größere Mengen Rohöl auf den Weltmarkt, was die internationale Versorgung verbessert und preisdämpfend wirkt. Ob sich dieser Trend dauerhaft fortsetzt, hängt jedoch maßgeblich von der weiteren politischen Entwicklung in der Region ab.

1 USD = 0,8760€
Stand: 30.06.2026, nächstes Update: 01.07.2026

Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.

Kontrollieren Sie regelmäßige Ihren Heizölbestand im Heizöl-Tank und bestellen Sie Ihren Heizöl-Bedarf rechtzeitig. Kurzfristige Belieferungen sind Aufschlagspflichtig und sind unnötige zusätzliche Heizöl-Kosten.

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