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Preisstatistik – Eskalation im Nahen Osten und russische Exportausfälle treiben Heizölpreise deutlich nach oben

14.07.26

In den vergangenen Tagen haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran rund um die Straße von Hormus erneut verschärft. Gleichzeitig belasten anhaltende Angriffe auf die russische Ölindustrie die Versorgung mit Ölprodukten. Beide Entwicklungen sorgen an den internationalen Energiemärkten für steigende Preise und wirken sich inzwischen deutlich auf den deutschen Heizölmarkt aus.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten schränken den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein und treiben die Risikoaufschläge für Frachtschiffe in der Region nach oben. Die Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen spiegelt sich inzwischen auch bei den Heizölpreisen in Deutschland wider.

Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt rund +3,05 Euro mehr als am vergangenen Freitag. Gegenüber der Vorwoche beträgt der Aufschlag bereits +8,67 Euro pro 100 Liter. Verglichen mit dem Preisniveau vor einem Monat müssen Heizölkäufer derzeit durchschnittlich +9,26 Euro mehr bezahlen.

Langfristige Preisentwicklung
Trotz der jüngsten Preissteigerungen liegen die Heizölpreise weiterhin unter dem Niveau der Hochphase des Nahostkonflikts vor rund drei Monaten. Gegenüber diesem Zeitraum kostet Heizöl derzeit durchschnittlich -15,19 Euro pro 100 Liter weniger.

Im langfristigen Vergleich zeigt sich jedoch weiterhin ein deutlich höheres Preisniveau. Gegenüber Mitte Juli 2025 zahlen Verbraucher aktuell durchschnittlich +33,32 Euro mehr pro 100 Liter. Im Vergleich zu Juli 2024 beträgt der Preisaufschlag derzeit +27,53 Euro.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
Neue militärische Eskalationen im Persischen Golf
Mehrere Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus führten zuletzt zu Gegenangriffen der USA auf iranische Militäranlagen. Der Iran reagierte seinerseits mit Angriffen auf US-Stützpunkte sowie auf eine Ölanlage in Kuwait. Die Sicherheitslage in der Region bleibt äußerst angespannt.
Erneute Einschränkungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus
Die zunehmenden Spannungen bremsen den Tankerverkehr durch eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt erneut aus. Höhere Versicherungs- und Sicherheitskosten erhöhen den Preisdruck auf den internationalen Energiemärkten.
Russland verhängt Exportverbot für Diesel
Die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien und Energieanlagen haben die Kraftstoffversorgung in Russland erheblich belastet. Das angekündigte Exportverbot für Diesel verschärft insbesondere die Versorgungslage auf den internationalen Produktmärkten und stützt die Preise für Heizöl zusätzlich.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
USA wollen an Gesprächen mit dem Iran festhalten
Trotz der jüngsten militärischen Eskalationen hält Washington an einer Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran fest. Ein konkreter Termin für die nächste Gesprächsrunde steht zwar noch aus, die Aussicht auf weitere diplomatische Bemühungen dämpft jedoch die Sorge vor einer weiteren Eskalation und könnte die Ölpreise mittelfristig wieder entlasten.

1 USD = 0,8774€
Stand: 14.07.2026, nächstes Update: 15.07.2026

Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.

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