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Ölmarkt bleibt angespannt: Neue Eskalationssorgen treiben Heizölpreise

02.11.26

Unsicherheit vor den US-Zwischenwahlen sorgt für starke Schwankungen
Die internationalen Ölbörsen zeigen sich in dieser Woche weiterhin ausgesprochen volatil. Im Vorfeld der US-Zwischenwahlen am 3. November wächst die Unsicherheit über den weiteren Kurs der amerikanischen Regierung im Konflikt mit dem Iran. Da nach den Wahlen neue militärische Angriffe auf den Iran möglich erscheinen, bleibt die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten ein bestimmender Faktor an den Märkten.

Die geopolitischen Risiken sorgen für starke Kursschwankungen. Insgesamt bewegt sich das Preisniveau für Rohöl und Ölprodukte weiterhin auf einem hohen Niveau. Das macht sich auch bei den Heizölpreisen in Deutschland bemerkbar.

Angst vor neuen Angriffen am Persischen Golf wächst
Zuletzt verdichteten sich die Hinweise darauf, dass Washington Vorbereitungen für eine neue militärische Offensive gegen den Iran treffen könnte. Dabei steht auch eine mögliche Unterstützung durch Israel im Raum. Ob es tatsächlich zu einer neuen, möglicherweise groß angelegten Angriffswelle kommt, ist bislang offen. Die Marktteilnehmer berücksichtigen das damit verbundene Risiko jedoch bereits in ihrer Preisbildung.

Eine erneute militärische Eskalation könnte erhebliche Folgen für die weltweite Energieversorgung haben. Sollten beispielsweise Ölförderanlagen in den Anrainerstaaten des Persischen Golfs beschädigt werden, würde sich die ohnehin angespannte Versorgungslage weiter verschärfen. Besonders problematisch wäre dies, da sich die Exportströme aus der Region zuletzt gerade erst wieder etwas erholt hatten. Neue Schäden an Förder- und Transportinfrastruktur könnten diese Entwicklung schnell wieder umkehren und zusätzliche Preisaufschläge auslösen.

Weltweites Ölangebot bleibt knapp
Unabhängig von den geopolitischen Risiken bleibt die Angebotslage am internationalen Ölmarkt angespannt. Besonders der Dieselmarkt ist weiterhin deutlich unterversorgt. Eine mögliche Entlastung brachte gestern ein Bericht des Wall Street Journal ins Gespräch. Demnach soll die Ukraine auf Druck von US-Präsident Donald Trump ihre Angriffe auf russische Ölanlagen vorerst aussetzen wollen.

Eine solche Pause könnte dazu beitragen, weitere Schäden an russischen Raffinerien zu verhindern und die Verfügbarkeit von Ölprodukten zu stabilisieren. Wie dauerhaft eine entsprechende Vereinbarung wäre und ob sie tatsächlich umgesetzt wird, bleibt allerdings abzuwarten. Damit ist auch die erhoffte Entlastung für den Dieselmarkt noch nicht gesichert.

Heizölpreise steigen erneut leicht an
Die angespannte Versorgungslage und die anhaltenden geopolitischen Risiken halten auch die Heizölpreise in Deutschland auf erhöhtem Niveau. Für heute müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im bundesweiten Durchschnitt mit Aufschlägen von etwa 0,05 bis 1,05 Euro je 100 Liter gegenüber gestern Vormittag rechnen.

Heizölmarkt bleibt anfällig für weitere Preissteigerungen
Die weitere Entwicklung der Heizölpreise hängt derzeit vor allem von zwei Faktoren ab: der Sicherheitslage im Nahen Osten und der Verfügbarkeit von Ölprodukten auf dem Weltmarkt. Eine neue militärische Eskalation am Persischen Golf könnte die Versorgung erheblich beeinträchtigen und die Preise weiter nach oben treiben. Eine dauerhafte Unterbrechung ukrainischer Angriffe auf russische Energieanlagen könnte dagegen zumindest auf der Produktseite für etwas Entlastung sorgen.

Solange beide Entwicklungen ungewiss bleiben und insbesondere der Dieselmarkt unter Angebotsdruck steht, ist mit anhaltenden Schwankungen zu rechnen. Das hohe Preisniveau dürfte den Heizölmarkt daher auch in den kommenden Tagen prägen.

1 USD = 0,8961€
Stand: 02.11.2026, nächstes Update: 03.11.2026

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