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Ölexporte durch die Straße von Hormus bleiben trotz Konflikt aufrecht

21.08.26

Produzenten suchen weiterhin Wege zum Weltmarkt
Der Konflikt rund um die Straße von Hormus hält seit Monaten an. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit den Öltransporten durch die wichtige Wasserstraße. Dennoch versuchen die Ölproduzenten der Region weiterhin, ihre Waren auf den internationalen Markt zu bringen.
Die Transportmengen liegen zwar deutlich unter dem Niveau vor Beginn des Konflikts, vollständig zum Erliegen gekommen sind die Exporte jedoch nicht.

Irak, VAE und Saudi Arabien setzen auf alternative Transportwege
Besonders die großen Ölunternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi Arabien versuchen, ihre Exporte durch die Straße von Hormus aufrechtzuerhalten. Dabei kommen sogenannte Shuttle Transporte zum Einsatz. Große Tanker werden beladen und möglichst unentdeckt durch die Meerenge gebracht. In sichereren Gewässern nahe der omanischen Küste wird die Ladung anschließend auf Schiffe der jeweiligen Abnehmer umgeladen.
Der Irak verfolgt einen anderen Ansatz. Das Land verkauft sein Öl gezielt an Handelsunternehmen und Ölkonzerne aus der näheren Region zu besonders günstigen Preisen. Diese übernehmen anschließend die Organisation und Absicherung der Transporte. Dadurch können beide Seiten weiterhin Einnahmen erzielen, während sich der Irak stärker auf die Produktion konzentriert.
Das Vorgehen scheint Wirkung zu zeigen. In den ersten Augustwochen konnte der Irak seine Ölexporte um mehr als 60 Prozent steigern.

Ölmarkt unterversorgt, aber nicht vollständig abgeschnitten
Die Entwicklungen zeigen, wie flexibel und widerstandsfähig die Ölindustrie der Region auf die schwierige Situation reagiert. Trotz der erheblichen Risiken versuchen die Produzenten, ihre Exporte möglichst weitgehend aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Versorgung des Weltmarktes sicherzustellen.
Die Öltransporte durch die Straße von Hormus sind im Vergleich zur Vorkriegszeit weiterhin deutlich reduziert. Die dadurch eingeschränkte Verfügbarkeit sorgt immer wieder für Preisanstiege an den internationalen Ölbörsen. Von einem vollständigen Lieferstopp kann jedoch nicht gesprochen werden.
Ob und wann sich die Situation rund um die wichtige Handelsroute wieder vollständig normalisiert, bleibt weiterhin offen.

Heizölpreise geben voraussichtlich nach
Die Bemühungen der regionalen Ölproduzenten, trotz des Konflikts möglichst große Mengen an den Weltmarkt zu liefern, sorgen zumindest für etwas Entspannung bei den Versorgungserwartungen. Dies wirkt sich auch auf den deutschen Heizölmarkt aus.
Für heute werden bei Heizöl durchschnittliche Abschläge von etwa 1,60 bis 2,60 Euro pro 100 Liter gegenüber Mittwochvormittag erwartet. Aufgrund der weiterhin sehr unsicheren geopolitischen Lage können sich die Preise jedoch jederzeit wieder deutlich verändern. Die genannten Werte sind daher lediglich als Momentaufnahme zu verstehen.

1 USD = 0,8560€
Stand: 21.08.2026, nächstes Update: 24.08.2026

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