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Niedrigwasser am Rhein treibt Kraftstoffpreise regional deutlich nach oben

20.08.26

Rheinland Pfalz, Nordrhein Westfalen und Hessen besonders teuer
Das anhaltende Niedrigwasser am Rhein sorgt in den angrenzenden Bundesländern für deutlich höhere Kraftstoffpreise. Das zeigen die aktuellen Daten des ADAC im Bundesländervergleich. Besonders teuer sind Rheinland Pfalz, Nordrhein Westfalen und Hessen.
In Nordrhein Westfalen ist vor allem Diesel betroffen. Dort kostet ein Liter durchschnittlich 2,254 Euro. Bei Super E10 führt Hessen den Vergleich mit 2,164 Euro je Liter an.

Geringere Rheinabhängigkeit sorgt für niedrigere Preise
Wie stark sich die schwierigen Transportbedingungen auf die Preise auswirken, zeigt der Blick auf die günstigeren Bundesländer. Bei Super E10 liegen Mecklenburg Vorpommern mit 2,078 Euro, Berlin mit 2,081 Euro und Bayern mit 2,087 Euro je Liter am unteren Ende der Preisskala.
Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Diesel. In Mecklenburg Vorpommern kostet der Liter durchschnittlich 2,172 Euro, in Berlin und Bayern jeweils 2,175 Euro.
Die Raffinerien und Tanklager in diesen Regionen sind deutlich weniger auf Transporte über den Rhein angewiesen. Dadurch fallen die Auswirkungen des Niedrigwassers auf die Kraftstoffversorgung und die Preise dort geringer aus. In Bayern spielt zudem die Versorgung über die Transalpine Ölleitung aus dem Süden eine wichtige Rolle. Berlin profitiert wiederum von einer hohen Tankstellendichte und dem damit verbundenen intensiven Wettbewerb, der preisdämpfend wirkt.

Niedrigwasser wird zum zusätzlichen Preistreiber
Der Vergleich der Bundesländer macht deutlich, dass die logistischen Probleme infolge der niedrigen Wasserstände bereits spürbare Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise haben. Die regionalen Preisunterschiede fallen derzeit deutlich stärker aus als üblich.
Neben einem steigenden Ölpreis dürfte das Niedrigwasser damit als zusätzlicher Sonderfaktor dazu beitragen, dass die Kraftstoffpreise bundesweit um einige Cent höher liegen.

Auswirkungen auf den Heizölmarkt
Auch der Heizölmarkt bleibt von den erschwerten Transportbedingungen nicht unberührt. Wenn Tanklager und Raffinerien aufgrund niedriger Rheinpegel nur eingeschränkt beliefert werden können, steigen die logistischen Aufwendungen und regional kann sich die Versorgungssituation verschärfen. Zusammen mit den Entwicklungen an den internationalen Ölmärkten entsteht damit zusätzlicher Preisdruck auf Heizöl.

1 USD = 0,8584€
Stand: 20.08.2026, nächstes Update: 21.08.2026

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