Wir haben nur Heizöl im Kopf

Neue Kämpfe am Persischen Golf treiben Öl- und Heizölpreise wieder nach oben

01.09.26

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Konflikte am Persischen Golf finden kein Ende. Der Streit um die für den Ölmarkt strategisch wichtige Straße von Hormus bleibt weiterhin ungeklärt. Gleichzeitig ist die militärische Beruhigung der vergangenen Wochen seit gestern wieder beendet. Mit den neuerlichen Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind die börsengehandelten Rohölpreise wieder gestiegen. Auch die Inlandspreise für Heizöl haben entsprechend angezogen.
Ein Blick auf die kurzfristige Preisentwicklung zeigt heute einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Ende der vergangenen Woche. 100 Liter Heizöl kosten im bundesweiten Durchschnitt etwa 3,55 Euro mehr als noch am Freitag. Auch im Wochenvergleich haben die Preise zugelegt. Gegenüber dem vergangenen Montag müssen Verbraucherinnen und Verbraucher heute mit einem Aufschlag von etwa 2,04 Euro rechnen. Damit erreicht der durchschnittliche Preis für 100 Liter Heizöl wieder das obere Ende der Preisniveaus der vergangenen sechs Wochen.

Langfristige Preisentwicklung
Auch langfristig betrachtet bleiben die Heizölpreise in Deutschland damit auf einem hohen Niveau. Die Preisspitzen aus dem Frühjahr, als der Krieg im Persischen Golf begann, werden zwar noch nicht wieder erreicht. Die zwischenzeitliche Erholung im Juni und Juli, als ein Waffenstillstand und eine Annäherung der Konfliktparteien möglich erschienen, ist inzwischen jedoch zu großen Teilen wieder aufgeholt.
Der Mehrjahresvergleich verdeutlicht zudem den nachhaltigen Einfluss des Iran-Konflikts auf das Preisniveau. Seit Anfang März kostet Heizöl in Deutschland konsequent deutlich mehr als in den Vorjahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
Iran-Konflikt erschwert Ölexporte aus dem Nahen Osten
Obwohl sich die Ölströme durch die Straße von Hormus in den vergangenen Wochen weiterhin ihren Weg gesucht haben, liegen die Exportmengen aus der Region deutlich unter den üblichen Niveaus. Der Iran kontrolliert weiterhin die Durchfahrten durch die strategisch wichtige Meerenge, während die USA den iranischen Tankerverkehr effektiv blockieren. Die neuen Kampfhandlungen vom Wochenende haben die Risikoprämie am Ölmarkt zudem wieder erhöht.

Ukraine greift weiterhin russische Infrastruktur an
Auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine dauert an. Für den internationalen Ölmarkt sind insbesondere die anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe von Bedeutung, da Kiew verstärkt russische Ölinfrastruktur ins Visier nimmt. Betroffen sind vor allem Raffinerien und andere Verarbeitungsanlagen. Dadurch ist in Russland eine deutliche Produktknappheit spürbar.
Mit Ausfuhrverboten für Benzin und Diesel versucht der Kreml gegenzusteuern. Die entsprechenden Mengen fehlen dadurch jedoch am Weltmarkt und können zusätzlichen Preisdruck erzeugen.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
Nahost-Länder suchen Umwege, um Ölexporte zu sichern
Während der US-Iran-Konflikt die Ölexporte aus dem Nahen Osten weiterhin einschränkt, bemühen sich die Anrainerstaaten darum, ihre Lieferungen aufrechtzuerhalten. Dabei versuchen sie, die Engstelle im Persischen Golf entweder zu umgehen oder die Straße von Hormus mit möglichst geringem Risiko zu durchfahren.
Die Lieferströme haben sich deshalb in den vergangenen Monaten bereits spürbar verändert. Die Exporte durch die Straße von Hormus liegen zwar weiterhin unter dem Vorkriegsniveau, dennoch gelangt konstant Öl aus der Region auf den internationalen Markt.

Heizölmarkt bleibt von geopolitischer Lage abhängig
Für den Heizölmarkt bleibt damit vor allem die Entwicklung der Konflikte im Nahen Osten entscheidend. Die erneuten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben den Preisdruck zuletzt wieder verstärkt. Gleichzeitig verhindern angepasste Lieferwege der Ölexporteure einen noch stärkeren Engpass. Kurzfristig überwiegen damit jedoch die preistreibenden Faktoren. Das zeigt sich auch an den Heizölpreisen, die gegenüber Freitag deutlich gestiegen sind und wieder das obere Ende der Preisniveaus der vergangenen sechs Wochen erreicht haben.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Litern Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Aufgrund regional unterschiedlicher Transportkosten können die tatsächlichen Preise vor Ort abweichen. Stand der Preise: 31.08.2026.

1 USD = 0,8614€
Stand: 01.09.2026, nächstes Update: 02.09.2026

Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.

Kontrollieren Sie regelmäßige Ihren Heizölbestand im Heizöl-Tank und bestellen Sie Ihren Heizöl-Bedarf rechtzeitig. Kurzfristige Belieferungen sind Aufschlagspflichtig und sind unnötige zusätzliche Heizöl-Kosten.

Holen Sie sich gleich ein aktuelles Heizöl oder Dieselangebot klicken Sie hierfür auf den nachfolgenden LINK: https://www.oelbestellung.de

Heizöl - Heizölpreis - Heizölpreise - Heizölnews -Heizölbörse - Heizöllieferanten - Heizöl-Forum Heizöl | Biodiesel | Flüssiggas | Benzin–Diesel | Rapsöl–Pflanzenöl | Tagespreise | Heizölpreise © 2026 Oelbestellung


« Zurück

Heizöl Preisrechner


Heizöl-Newsarchiv

Marktinformationen - 2026
Marktinformationen - 2025
Marktinformationen - 2024
Marktinformationen - 2023
Marktinformationen - 2022
Marktinformationen - 2021
Marktinformationen - 2020
Marktinformationen - 2019
Marktinformationen - 2018
Marktinformationen - 2017
Marktinformationen - 2016
Marktinformationen - 2015
Marktinformationen - 2014
Marktinformationen - 2013
Marktinformationen - 2012
Marktinformationen - 2011
Marktinformationen - 2010
Marktinformationen - 2009
Marktinformationen - 2008
Marktinformationen - 2007
Marktinformationen - 2006
Marktinformationen - 2005