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Neue Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien treiben Öl- und Heizölpreise nach oben

21.10.26

Angriffe auf saudische Energieanlagen verschärfen die Marktunsicherheit
Die Sorgen vor weiteren Versorgungsengpässen am Ölmarkt haben sich zwischen Montagabend und Dienstagmorgen erneut verstärkt. Auslöser waren neue Angriffsmeldungen der jemenitischen Huthi-Miliz gegen saudische Energieanlagen und weitere Ziele im Land. In der Folge stiegen die Risikoprämien für Öltransporte aus Saudi-Arabien deutlich an. Die zunehmenden Sicherheitsbedenken rund um wichtige Exportwege und Energieinfrastruktur sorgten zugleich für steigende Preise am internationalen Ölmarkt.

Huthi-Miliz meldet Angriffe auf wichtige Ölstandorte
Bereits am vergangenen Wochenende gab es Berichte über Angriffe der Huthi-Miliz auf Schiffe, die die Meerenge Bab al-Mandab im Süden des Roten Meeres passieren wollten. Zudem wurden Angriffe auf die Hafenstadt Yanbu an der Westküste Saudi-Arabiens gemeldet.

In der Nacht zum Dienstag erklärte die Miliz, saudische Flughäfen, militärische Einrichtungen und Verwaltungsgebäude des Ölkonzerns Saudi Aramco angegriffen zu haben. Auch das Ölfeld Schaiba im Südosten des Landes soll getroffen worden sein. Unabhängige Bestätigungen für die jüngsten Angriffe lagen zunächst nicht vor.

Für die Preisentwicklung am Ölmarkt sind solche Meldungen dennoch relevant. Bereits die Möglichkeit weiterer Angriffe erhöht die Unsicherheit über die Sicherheit der Energieinfrastruktur und der Transportwege. Entsprechend stiegen die Risikoprämien für Öllieferungen aus dem Nahen Osten sowie für Transporte entlang der saudischen Küste und in der Nähe der Meerenge Bab al-Mandab.

Iran hält an Sieben-Tage-Plan zur Öffnung der Straße von Hormus fest
Neben den neuen Angriffsmeldungen sorgt auch die weiterhin angespannte Lage rund um die Straße von Hormus für Unsicherheit. Bereits Mitte September hatte der Iran erklärt, über einen Sieben-Tage-Plan zur Öffnung der wichtigen Meerenge zu verfügen, sofern sich die USA auf Friedensvereinbarungen mit Teheran einlassen.

Am Montag bekräftigte die iranische Regierung ihre Forderung nach zügigen Friedensgesprächen und einer Lockerung der Sanktionen durch Washington. Unter diesen Voraussetzungen sei die Umsetzung des Plans weiterhin möglich, um die Straße von Hormus wieder für den freien Handel zu öffnen.

Warum Teheran diese Erklärung erneut in den Mittelpunkt rückte und ob die USA derzeit weiterhin konkrete Friedensverhandlungen mit dem Iran führen, blieb zunächst offen. Damit besteht zwar weiterhin eine mögliche Perspektive für eine Entspannung, konkrete Fortschritte sind jedoch nicht erkennbar.

Heizölpreise steigen deutlich
Die erneuten Angriffsmeldungen und die Sorge vor weiteren Einschränkungen der Ölexporte aus dem Nahen Osten treiben die Preise für Rohöl und Ölprodukte nach oben. Besonders die Unsicherheit über wichtige Exportwege und die Sicherheit laufender sowie geplanter Transporte wirkt sich auf die Risikobewertung am Markt aus.

Auch in Deutschland müssen Heizölkäufer mit deutlichen Aufschlägen rechnen. Gegenüber Montagvormittag liegen die Preise aktuell um etwa 4,45 bis 5,45 Euro je 100 Liter höher. Dabei handelt es sich um eine Momentaufnahme. Wie sich die Heizölpreise weiterentwickeln, hängt maßgeblich von der geopolitischen Lage, möglichen weiteren Angriffen und den daraus entstehenden Veränderungen bei Angebot und Transport ab.

Für den Heizölmarkt bedeutet die aktuelle Entwicklung vor allem ein erhöhtes kurzfristiges Aufwärtsrisiko. Sollten sich die Angriffe auf saudische Energieanlagen oder wichtige Transportwege fortsetzen, könnten die Risikoprämien weiter steigen. Eine politische Verständigung zwischen den USA und dem Iran sowie eine tatsächliche Öffnung der Straße von Hormus könnten dagegen zur Entspannung beitragen. Bis konkrete Fortschritte erkennbar sind, bleibt der Markt jedoch anfällig für weitere Preisschwankungen.

1 USD = 0,8908€
Stand: 21.10.2026, nächstes Update: 22.10.2026

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