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Neue Angriffe im Persischen Golf lassen Ölpreise steigen – Heizöl deutlich teurer erwartet

04.06.26

Neue Angriffe im Persischen Golf lassen Ölpreise steigen – Heizöl deutlich teurer erwartet
Die Sorgen um die weltweite Ölversorgung nehmen erneut zu. Nachdem sich die Märkte zuletzt auf mögliche Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran konzentriert hatten, rücken heute wieder militärische Entwicklungen in den Vordergrund. Neue Angriffe im Persischen Golf sowie sinkende US-Ölbestände sorgen für Aufwärtsdruck an den internationalen Ölbörsen.
Der Nordsee-Rohölkontrakt Brent konnte sich zuletzt wieder oberhalb von 95 US-Dollar pro Barrel etablieren. Auch die US-Referenzsorte WTI überschritt im heutigen Handel erneut diese wichtige Marke. Marktteilnehmer bewerten dies als Zeichen dafür, dass die Unsicherheit über die zukünftige Versorgungslage weiterhin hoch bleibt.

Angespannte Lage rund um die Straße von Hormus
Besonders die Sicherheitslage im Persischen Golf bereitet den Märkten Sorgen. Nach Angaben des US-Militärs kam es erneut zu Raketen- und Drohnenangriffen in der Region. Mehrere Geschosse sollen in Richtung Kuwait und Bahrain abgefeuert worden sein, während gleichzeitig zivile Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus bedroht wurden.
Damit bleibt die wichtigste Öltransportroute der Welt weiterhin ein Unsicherheitsfaktor. Eine schnelle Rückkehr zum normalen Schiffsverkehr erscheint derzeit unwahrscheinlich. Viele Reedereien kalkulieren weiterhin hohe Risiken ein oder meiden die Region vollständig.

Experten warnen vor weiteren Preissprüngen
Die anhaltenden Spannungen führen zunehmend zu Warnungen von Marktbeobachtern. Analysten verweisen darauf, dass bereits die aktuelle Einschränkung der Handelsströme erhebliche Auswirkungen auf die globale Versorgung hat. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, könnten die Ölpreise in den kommenden Wochen nochmals deutlich ansteigen.
Vor allem die Unsicherheit über den Fortgang der Gespräche zwischen Washington und Teheran belastet die Märkte. Solange keine belastbare politische Lösung in Sicht ist, bleibt die Risikoprämie an den Ölbörsen hoch.

Sinkende US-Bestände verstärken die Sorgen
Zusätzlichen Auftrieb erhalten die Preise durch neue Daten aus den USA. Das American Petroleum Institute meldete in der Nacht einen weiteren Rückgang der amerikanischen Rohöl- und Destillatbestände. Sollte das US-Energieministerium diese Entwicklung bestätigen, wäre es bereits der fünfte Rückgang der Rohölvorräte in Folge.
Besonders kritisch sehen Marktteilnehmer die Entwicklung bei den Destillaten. Die Vorräte befinden sich bereits auf einem ungewöhnlich niedrigen Niveau, während gleichzeitig die Nachfrage nach Diesel und Heizöl hoch bleibt. Dadurch steigt die Anfälligkeit des Marktes für weitere Versorgungsstörungen.

Heizölpreise ziehen spürbar an
Die Kombination aus geopolitischen Risiken und sinkenden Lagerbeständen wirkt sich unmittelbar auf den deutschen Heizölmarkt aus. Nach den jüngsten Kursanstiegen an den Rohstoffbörsen müssen Verbraucher heute erneut mit deutlichen Aufschlägen rechnen.
Für 100 Liter Heizöl werden im Bundesgebiet heute voraussichtlich etwa 4,50 bis 5,50 Euro mehr fällig als noch am Dienstagvormittag.

Ausblick
Die Ölmärkte bleiben fest in der Hand geopolitischer Entwicklungen. Während Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung zuletzt für Entspannung gesorgt hatten, dominieren nun wieder Versorgungsängste und Sicherheitsrisiken die Preisbildung.
Solange die Lage im Persischen Golf angespannt bleibt und die Straße von Hormus nur eingeschränkt genutzt werden kann, dürfte das Risiko weiterer Preissteigerungen bestehen bleiben. Vor allem die offiziellen US-Bestandsdaten am Nachmittag könnten dem Markt heute zusätzliche Impulse geben.

1 USD = 0,8616€
Stand: 04.06.2026, nächstes Update: 05.06.2026

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