Wir haben nur Heizöl im Kopf

Neue Angriffe auf Öltanker verschärfen die Lage im Persischen Golf

10.09.26

CENTCOM meldet Abschuss von fünf iranischen Öltankern
Die Spannungen und Unsicherheiten im Konflikt zwischen dem Iran und den USA halten inzwischen seit mehr als sechs Monaten an. Nach wiederholten versuchten Angriffen des Iran auf US-Schiffe zerstörte das US-Zentralkommando CENTCOM fünf iranische Rohöltanker. Damit verschärft sich die ohnehin angespannte Lage in der Straße von Hormus weiter. Der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge nimmt ab, während die Sorgen vor möglichen Versorgungsengpässen zunehmen. In der Folge sind auch die Heizölpreise zuletzt leicht gestiegen.
Am Dienstagabend deutscher Zeit kam es zu mehreren Angriffen auf Öltanker südlich des Iran. Kurz darauf bestätigte CENTCOM Angriffe auf insgesamt fünf iranische Rohöltanker. Nach Angaben der US-Streitkräfte waren die Besatzungen zuvor aufgefordert worden, die Schiffe zu verlassen, bevor die Tanker außer Gefecht gesetzt wurden. Kurz zuvor hatte die iranische Islamische Revolutionsgarde erfolglos versucht, einen US-Flugzeugträger und ein Raketensystem anzugreifen.

Teheran weitet Drohungen gegen Schiffe aus
Als direkte Reaktion auf die Angriffe auf die eigenen Tanker setzte Teheran Raketenschläge gegen US-Anlagen in Jordanien ein. Gleichzeitig warnte der Iran die Besatzungen von Tankern in der Nähe von Kuwait und Bahrain davor, an Bord zu bleiben. Sie sollten ihre Schiffe unverzüglich verlassen, da diese in Kürze angegriffen werden könnten.
Kurz darauf meldete die iranische Revolutionsgarde Angriffe auf zwei US-Schiffe, acht Öltanker und zehn weitere nicht kooperative Schiffe. Genauere Angaben zu möglichen Schäden liegen bislang nicht vor.

Schiffsverkehr durch Hormus geht weiter zurück
Die neuerlichen Eskalationen sorgten an den Ölbörsen unmittelbar für weitere Preissteigerungen. Marktteilnehmer und Energieunternehmen müssen ihre Erwartungen hinsichtlich möglicher Lieferengpässe und Versorgungsschwierigkeiten erneut nach oben korrigieren.
Besonders deutlich zeigt sich die angespannte Lage beim Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Die Meerenge nahe der Insel Hormus gehört zu den wichtigsten Verbindungen für den Öltransport aus dem Nahen Osten. Rund um die jüngsten Angriffe und angesichts der neuen Drohungen ging der Verkehr erneut zurück. Am Dienstag passierten lediglich sechs Frachter die Wasserstraße. Vor Beginn des Konflikts im Februar waren es üblicherweise mehr als 100 Schiffe pro Tag.

Heizölpreise steigen leicht
Die zunehmenden Angriffe auf Schiffe im Nahen Osten und die gegenseitigen Drohungen von USA und Iran verstärken die Sorgen um eine stabile Ölversorgung. Dies treibt sowohl die Preise für Rohöl als auch für Ölprodukte nach oben und wirkt sich entsprechend auf den deutschen Heizölmarkt aus.
Heizölkäuferinnen und Heizölkäufer in Deutschland müssen aktuell mit Preisaufschlägen von etwa 0,40 bis 1,00 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstagvormittag rechnen. Dabei handelt es sich lediglich um eine Momentaufnahme. Angesichts der dynamischen geopolitischen Lage können sich die Heizölpreise bei neuen Entwicklungen jederzeit verändern.

1 USD = 0,8603€
Stand: 10.09.2026, nächstes Update: 11.09.2026

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