Wir haben nur Heizöl im Kopf

Nahostkonflikt und Russland halten den Ölmarkt unter Druck

25.08.26

Heizölpreise bewegen sich kurzfristig nur wenig
Die Konflikte im Nahen Osten und rund um Russland bleiben die wichtigsten Einflussfaktoren für die Ölpreise am Weltmarkt. Gleichzeitig bemühen sich insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi Arabien und der Irak darum, ihre Ölexporte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen aufrechtzuerhalten. Damit verhindern die betroffenen Länder zumindest teilweise, dass die eingeschränkte Versorgungslage zu noch stärkeren Preissteigerungen führt.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Bei den kurzfristigen Heizölpreisen zeigt sich weiterhin ein moderates Auf und Ab. In den vergangenen Tagen fielen die Schwankungen allerdings vergleichsweise gering aus.
100 Liter Heizöl kosten in Deutschland heute durchschnittlich 0,86 Euro weniger als am vergangenen Freitag. Gegenüber dem Montag der Vorwoche beträgt der Rückgang 0,21 Euro. Auch im Monatsvergleich ergibt sich aktuell eine leichte Entlastung. Im Vergleich zum 24. Juli zahlen Heizölabnehmer durchschnittlich 0,69 Euro weniger pro 100 Liter.

Langfristige Preisentwicklung
Deutlich stärker zeigt sich der Einfluss der geopolitischen Konflikte im langfristigen Vergleich. Gegenüber der vergangenen Frühlingssaison vor drei Monaten, als sich die Auseinandersetzungen im Nahen Osten zwischenzeitlich etwas beruhigt hatten, kostet Heizöl heute durchschnittlich 16,38 Euro mehr pro 100 Liter.
Noch deutlicher fällt der Vergleich mit den vergangenen Jahren aus. Gegenüber August 2025 zahlen Heizölkäufer heute durchschnittlich 49,45 Euro mehr. Im Vergleich zu August 2024 beträgt der Aufschlag 48,59 Euro pro 100 Liter.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
Iran hält Straße von Hormus weitgehend geschlossen

Ein zentraler Streitpunkt im Konflikt zwischen den USA und dem Iran bleibt die Kontrolle über die Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Der Iran hält weiterhin an einer strengen Kontrolle der Durchfahrt fest. Passieren sollen nach den bisherigen Vorgaben nur Schiffe, die über entsprechende Genehmigungen oder Vereinbarungen mit der iranischen Regierung verfügen. Nicht angemeldete Handelsschiffe bleiben dagegen ausgesperrt.
Die eingeschränkte Schifffahrt belastet damit weiterhin einen wichtigen Transportweg für den internationalen Ölhandel und erhöht den Druck auf die weltweite Versorgung.

Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölindustrie fort
Auch der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bleibt ein wichtiger Belastungsfaktor für den Ölmarkt. Die Ukraine versucht weiterhin, die russischen Öleinnahmen einzuschränken, indem Ölexporthäfen und Raffinerien angegriffen werden.
Beschädigungen und Ausfälle bei diesen Anlagen wirken sich dabei nicht nur auf Russland aus. Sie können auch die weltweite Verfügbarkeit von Ölprodukten einschränken und damit zusätzlichen Preisdruck erzeugen.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?
Nahost Länder sichern ihre Ölexporte über Umwege

Trotz der erheblichen Einschränkungen durch den US Iran Konflikt bemühen sich die Ölproduzenten der Region weiterhin darum, ihre Lieferungen aufrechtzuerhalten. Internationale Kooperationen, alternative Transportwege und Umleitungen sollen dabei helfen, die umkämpfte Straße von Hormus möglichst zu umgehen.
Sollten diese Maßnahmen dauerhaft größere Exportmengen ermöglichen, könnte sich die Versorgungslage am internationalen Ölmarkt zumindest teilweise entspannen. Dies würde wiederum den Preisdruck bei Ölprodukten und Heizöl begrenzen.

Heizölmarkt bleibt von geopolitischen Risiken geprägt
Für den deutschen Heizölmarkt ergibt sich damit weiterhin ein gemischtes Bild. Kurzfristig sorgen die weitgehend stabilen Exportmengen aus den betroffenen Regionen und alternative Transportwege für eine gewisse Entlastung. Gleichzeitig bleiben die Einschränkungen durch die Straße von Hormus und die Angriffe auf die russische Ölindustrie erhebliche Risiken für die weltweite Versorgung. Das aktuelle Preisniveau bleibt deshalb deutlich von den geopolitischen Entwicklungen abhängig.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Aufgrund unterschiedlicher Transportkosten können die Preise regional abweichen. Stand der Preise 24.08.2026.

1 USD = 0,8572€
Stand: 25.08.2026, nächstes Update: 26.08.2026

Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.

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