Wir haben nur Heizöl im Kopf

Kraftstoffpreise steigen deutlich vor Beginn der Sommerreisewelle

17.07.26

Deutlicher Preissprung bei Benzin und Diesel
Pünktlich zum Beginn der Hauptreisezeit haben die Kraftstoffpreise in Deutschland erneut kräftig zugelegt. Nach der aktuellen Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,083 Euro und liegt damit 5,9 Cent über dem Niveau der Vorwoche. Noch stärker fiel der Anstieg bei Diesel aus. Ein Liter Diesel kostet derzeit durchschnittlich 2,070 Euro und damit 11,7 Cent mehr als eine Woche zuvor. Beide Kraftstoffsorten haben die Marke von zwei Euro je Liter wieder deutlich überschritten. Der Preisunterschied zwischen Diesel und Super E10 beträgt aktuell lediglich 1,3 Cent.

Ölpreisanstieg belastet den Kraftstoffmarkt
Als Hauptursache für die jüngste Verteuerung nennt der ADAC den deutlich gestiegenen Ölpreis infolge der erneuten Eskalation im Nahen Osten. Während ein Barrel Brent-Öl in der Vorwoche noch bei etwa 75 US-Dollar notierte, liegt der Preis inzwischen bei rund 85 US-Dollar.

Dass Diesel deutlich stärker im Preis gestiegen ist als Super E10, führt der ADAC unter anderem auf den hohen Importanteil des Kraftstoffs zurück. Zudem reagiert der Dieselpreis in geopolitischen Krisenzeiten erfahrungsgemäß deutlich sensibler auf Veränderungen an den internationalen Energiemärkten. Nach Einschätzung des Mobilitätsclubs fällt der jüngste Preisaufschlag an den Tankstellen jedoch um einige Cent höher aus, als es der Anstieg des Ölpreises allein rechtfertigen würde. Zusätzlich könnte die bevorstehende Sommerreisewelle die Preisentwicklung weiter begünstigen.

Günstigste Tankzeit liegt vor dem Mittag
Wer beim Tanken sparen möchte, sollte möglichst kurz vor 12 Uhr mittags tanken. Zu diesem Zeitpunkt liegen die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf auf ihrem niedrigsten Niveau. Mit dem Mittag steigen die Preise deutlich an und gehen anschließend im weiteren Tagesverlauf schrittweise wieder zurück.

Auswirkungen auf den Heizölmarkt
Die Entwicklung an den internationalen Ölmärkten wirkt sich nicht nur auf die Kraftstoffpreise aus, sondern beeinflusst auch den Heizölmarkt. Der deutliche Anstieg des Brent-Ölpreises infolge der angespannten Lage im Nahen Osten sorgt für höheren Kostendruck entlang der gesamten Versorgungskette. Damit steigen auch die Heizölpreise. Verbraucher sollten die weitere Marktentwicklung aufmerksam verfolgen, da geopolitische Unsicherheiten die Preisentwicklung kurzfristig weiterhin maßgeblich beeinflussen können.

1 USD = 0,8735€
Stand: 17.07.2026, nächstes Update: 20.07.2026

Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.

Kontrollieren Sie regelmäßige Ihren Heizölbestand im Heizöl-Tank und bestellen Sie Ihren Heizöl-Bedarf rechtzeitig. Kurzfristige Belieferungen sind Aufschlagspflichtig und sind unnötige zusätzliche Heizöl-Kosten.

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