Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl etwas teurer vor dem Wochenende

31.08.26

Der US-Iran-Konflikt und die Auseinandersetzungen um die Kontrolle der Straße von Hormus haben die Ölexporte aus dem Nahen Osten über Monate erheblich beeinträchtigt. Zwar haben sich die Öltransporte in den vergangenen Wochen deutlich erholt, das Vorkrisenniveau ist jedoch weiterhin nicht erreicht. Die verbesserte Versorgungslage trägt dazu bei, größere Ausschläge an den internationalen Rohölmärkten zu vermeiden.

Ölexporte aus dem Nahen Osten deutlich erholt
Seit mittlerweile sechs Monaten hält der Konflikt mit dem Iran und der daraus entstandene Streit um die wichtige Exportroute durch die Straße von Hormus an. Die Meerenge verbindet Iran, Irak, Kuwait, Saudi Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Arabischen Meer und damit mit dem internationalen Ölmarkt. Im Zuge des Konflikts zwischen den USA und dem Iran wurde die Route über längere Zeit stark blockiert, um die Ölexporte einzuschränken und dadurch zusätzlichen Druck auf die Gegenseite auszuüben.
Die ölexportierenden Länder haben sich inzwischen jedoch zunehmend auf die schwierige Situation eingestellt. Alternative Transportrouten und Liefermethoden werden genutzt, um Öl möglichst unauffällig durch die Meerenge oder vollständig um sie herum zu transportieren. Über Shuttle Schiffe sowie durch Pipelineumleitungen in benachbarte Länder und Hafenanlagen konnten die Rohölexporte der Golfregion zuletzt auf insgesamt 15 bis 16 Millionen Barrel pro Tag gesteigert werden. Vor Beginn der Krise waren es noch rund 23 Millionen Barrel täglich. Auf dem Höhepunkt des Konflikts im Frühjahr waren die Exporte dagegen auf deutlich unter 10 Millionen Barrel pro Tag gefallen.

Heizölpreise deutlich unter dem Niveau von April
Trotz der verbesserten Exportsituation fehlt am internationalen Markt weiterhin ein erheblicher Teil der üblichen Ölmengen. Die Versorgung ist in einigen Ländern nach wie vor eingeschränkt, wobei insbesondere bei den Ölprodukten weiterhin ein deutliches Defizit gegenüber dem Bedarf besteht.
Im Vergleich zu den ersten Wochen der aktuellen Nahostkrise hat sich die Situation dennoch spürbar entspannt. Die Heizölpreise in Deutschland liegen derzeit durchschnittlich 10 bis 15 Prozent unter dem Niveau von Ende März bis Anfang April. Ohne die inzwischen etablierten alternativen Exportrouten und die verschiedenen Methoden zur Aufrechterhaltung der Öltransporte wären die Preise für Endverbraucher vermutlich deutlich höher.

Heizölpreise vor dem Wochenende leicht gestiegen
Die Märkte warten weiterhin auf klare Entwicklungen im Nahostkonflikt und hoffen auf eine zeitnahe Friedenslösung sowie eine vollständige Wiederherstellung der Handelswege. Solange diese Perspektive fehlt, bleiben die Preise an den internationalen Ölbörsen angespannt.
In Deutschland sind die Heizölpreise dadurch heute etwas höher als noch am Donnerstagmorgen. Abnehmerinnen und Abnehmer müssen aktuell mit leichten Aufschlägen von etwa 0,85 bis 1,45 Euro pro 100 Liter rechnen. Aufgrund der weiterhin unsicheren geopolitischen Lage handelt es sich dabei lediglich um Näherungswerte, die sich bei neuen Entwicklungen an den Märkten jederzeit verändern können.

1 USD = 0,8623€
Stand: 31.08.2026, nächstes Update: 01.09.2026

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