Wir haben nur Heizöl im Kopf

Benzin wird günstiger – Diesel setzt seinen Preisanstieg fort

07.08.26

Unterschiedliche Entwicklung bei den Kraftstoffpreisen
Die Kraftstoffpreise in Deutschland entwickeln sich weiterhin uneinheitlich. Während Super E10 im Vergleich zur Vorwoche etwas günstiger geworden ist, steigt der Dieselpreis bereits die sechste Woche in Folge. Das zeigt die aktuelle Auswertung des ADAC.

Demnach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt derzeit 2,128 Euro und damit 1,1 Cent weniger als vor einer Woche. Diesel verteuerte sich hingegen erneut. Für einen Liter werden aktuell durchschnittlich 2,204 Euro fällig, was einem Anstieg von 1,4 Cent gegenüber der Vorwoche entspricht.

Sinkender Rohölpreis kommt nur teilweise bei den Verbrauchern an
Der Preis für die Nordsee-Rohölsorte Brent ist innerhalb einer Woche um rund fünf US-Dollar gefallen und liegt derzeit bei etwa 79 US-Dollar je Barrel. Nach Einschätzung des ADAC erklärt dies zwar den leichten Rückgang beim Benzinpreis, allerdings fällt die Entlastung aus Sicht des Automobilclubs deutlich geringer aus, als es die Entwicklung an den Rohstoffmärkten erwarten ließe.

Insbesondere vor dem Hintergrund des gesunkenen Rohölpreises und des Euro-Dollar-Wechselkurses sieht der ADAC bei Benzin weiterhin erhebliches Potenzial für niedrigere Preise. Das derzeitige Preisniveau wird daher als zu hoch bewertet.

Diesel bleibt besonders krisenanfällig
Anders als Benzin setzt Diesel seinen Aufwärtstrend fort. Die aktuelle Entwicklung verdeutlicht erneut, dass sinkende Rohölpreise nicht zwangsläufig zu niedrigeren Dieselpreisen führen.

Als Gründe gelten vor allem die hohe Importabhängigkeit sowie die breite Verwendung von Diesel außerhalb des Verkehrssektors. Dadurch reagiert der Kraftstoff deutlich empfindlicher auf Veränderungen bei Angebot und Nachfrage als Benzin.

Auswirkungen auf den Heizölmarkt
Die Entwicklung am Dieselmarkt bleibt auch für Heizölkunden von besonderer Bedeutung. Da Heizöl und Diesel eng miteinander verbunden sind, wirkt sich die anhaltende Stärke der Produktpreise weiterhin stützend auf den Heizölmarkt aus. Obwohl die Rohölpreise zuletzt deutlich nachgegeben haben, fällt die Entlastung bei den Heizölpreisen deshalb bislang geringer aus als erwartet. Eine nachhaltige Beruhigung dürfte erst dann eintreten, wenn sich auch die Versorgungslage auf den internationalen Produktmärkten spürbar verbessert.

1 USD = 0,8673€
Stand: 07.08.2026, nächstes Update: 10.08.2026

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