Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizölpreise zeigen sich stabil – Wochenvergleich mit kaum Bewegung

13.01.26

Heizölpreise zeigen sich stabil – Wochenvergleich mit kaum Bewegung

Zum Start der zweiten Kalenderwoche bleiben die durchschnittlichen Heizölpreise in Deutschland bemerkenswert ruhig. Sowohl im Vergleich zum Vortag als auch zur Vorwoche sind nur minimale Veränderungen zu erkennen. Zwar sorgen geopolitische Schlagzeilen nahezu täglich für spürbare Ausschläge an den internationalen Ölbörsen, doch diese Impulse verlieren derzeit ebenso schnell wieder an Wirkung.
Unterm Strich bleibt Heizöl aktuell deutlich günstiger als in den vergangenen Januar-Monaten der letzten Jahre. Eine weiterhin bestehende, mittelfristige Überversorgung am globalen Ölmarkt wirkt dabei wie ein schweres Gegengewicht gegen größere Preissprünge nach oben.

Kurzfristige Preisentwicklung
Am Montag, dem 12. Januar, liegen die durchschnittlichen Heizölpreise leicht unter dem Niveau vom vergangenen Freitag. Auch im Wochenvergleich zeigt sich lediglich eine sehr geringe Verteuerung. Auffällig bleibt jedoch die hohe Volatilität: Die täglichen Preisschwankungen fallen zum Teil deutlich aus und sind angesichts der weltpolitischen Lage nur schwer vorhersehbar.

Seit Mitte Dezember hat sich Heizöl dennoch moderat verteuert. Gegenüber diesem Zeitraum liegt der Preis aktuell rund 2,68 Euro pro 100 Liter höher.

Langfristiger Blick: Deutlich günstiger als in den Vorjahren
Im Vergleich zum Herbst zeigt sich ein erstaunlich konstantes Bild: Heizöl kostet heute in etwa so viel wie Mitte Oktober. Deutlich spannender wird der Blick jedoch auf das vergangene Jahr. Gegenüber Januar 2025 zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit rund 15,52 Euro pro 100 Liter weniger, was einem Preisrückgang von etwa 15 Prozent entspricht. Auch im Vergleich zum Jahresbeginn 2024 liegt das aktuelle Preisniveau noch rund 10,98 Euro niedriger.

Faktoren mit Aufwärtspotenzial
Fortdauernder Ukraine-Krieg:
Trotz diplomatischer Gespräche bleibt der Konflikt ungelöst. Angriffe auf russische Energieinfrastruktur und Öltransporte belasten die Exporte und sorgen immer wieder für Nervosität an den Märkten.
Neue US-Sanktionspläne gegen Russland:
Ein neues Gesetzespaket könnte härtere Maßnahmen gegen Abnehmer russischen Öls ermöglichen. Umfang und Zeitpunkt der Umsetzung sind bislang offen.
Spannungen rund um den Iran:
Anhaltende Proteste und zunehmende Gewalt im Land rücken den Iran erneut in den Fokus der USA. Drohungen aus Washington erhöhen die geopolitische Risikoprämie.
Venezuela unter Druck:
Auch wenn sich die Lage zuletzt etwas beruhigt hat, bleibt die Ölproduktion des Landes stark von US-Vorgaben und Einschränkungen geprägt.

Faktoren mit dämpfender Wirkung
US-Pläne für Investitionen in Venezuela:
Trotz strenger Kontrolle könnten Investitionen in die venezolanische Ölindustrie mittelfristig zu höheren Fördermengen führen.
Anhaltende Überversorgung am Ölmarkt:
Sie bleibt der zentrale Preisdämpfer. Selbst Produktions- und Exportprobleme einzelner Länder reichen derzeit nicht aus, um das globale Angebot spürbar zu verknappen.

1 USD = 0,8600€
Stand: 13.01.2026, nächstes Update: 14.01.2026

Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.

Kontrollieren Sie regelmäßige Ihren Heizölbestand im Heizöl-Tank und bestellen Sie Ihren Heizöl-Bedarf rechtzeitig. Kurzfristige Belieferungen sind Aufschlagspflichtig und sind unnötige zusätzliche Heizöl-Kosten.

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