Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizölpreise steigen nach Lagerbestandszahlen

28.06.07

Die Ölpreise sind am Mittwoch wegen eines zunächst erwarteten Anstiegs der US-Bestände weiter gesunken. Allerdings stellte sich am Nachmittag überraschend heraus, dass der Spritvorrat zurückgegangen ist und somit zogen auch die Preise wieder an. Die derzeit besonders beachteten Vorräte an Benzin sanken um 0,7 Millionen auf 202,6 Millionen Barrel, hier hat man mit dem Gegenteil gerechnet. Auch die Bestände an Destillaten (Heizöl, Diesel) gingen zurück. Sie sanken um 2,3 Millionen auf 120,4 Millionen Barrel. Die Rohölbestände legten hingegen zu. Sie kletterten um 1,6 Millionen auf 350,9 Millionen Barrel. Analysten verwiesen auf die nach wie vor geringe Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien. Diese stelle weiterhin den „Flaschenhals“ für die infolge der laufenden US-Feriensaison deutlich höhere Benzinnachfrage dar, hieß es. In der Ferienzeit nimmt die Reisetätigkeit und mithin der Benzinverbrauch in den USA merklich zu.
Die Heizölpreise werden nachwievor von drei preistreibenden Faktoren bestimmt, die alle ins Lager der ‚Preistreiber’ gehören. In Nigeria fällt derzeit wegen Angriffen von Rebellen auf die Ölindustrie, Raffinerien und Pipelines eine Fördermenge von 800'000 Barrel pro Tag aus. In den USA laufen die Raffinerien auf einem ungenügenden Niveau. Und ungelöst bleibt die Iranische Urananreicherungskrise. Der Ausfall nigerianischer Ölfördermengen ist deshalb so von Bedeutung, weil sich diese Qualität besonders für die Herstellung von Benzin eignet. Genau das wird bei einem der Hauptabnehmer nigerianischen Öls, den USA, wegen der Produktionsausfälle der letzten Wochen zunehmend knapper. Zu spüren ist dies durch die zunehmenden Importe in die USA, auch an unseren einheimischen Tanksäulen. Desweiteren spitzt sich die Situation in der Irankrise zu, Teheran hat die industrielle Herstellung spaltbaren Materials offenbar im Griff, der Bau des ersten Atomkraftwerkes soll begonnen haben. Selbst wenn in dieser Krise weiterhin nur mit Worten scharf geschossen wird, drückt die Aussicht auf Sanktionen und eine selektive Fördermengen-Politik Irans den Ölpreis an die Decke.

Trotz dass die Heizölpreise zur Zeit deutlich teurer sind als die ‚Tiefstwerte’ von Ende Januar, ist der Preis aber weiterhin gut für eine teilweise Ergänzung des Heizölvorrates für das Ende dieser Heizperiode. Reicht der Heizölvorrat noch, könnte sich spekulatives Abwarten auf niedrigere Preise lohnen.

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