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Heizöl-News • Heizölpreise auch 2016 günstig?

30.12.15

Vorab können wir sagen, dass die Entwicklung des Heizölpreises in 2015 eine große Überraschung war. Wer hätte damit gerechnet, dass sich alle ölfördernden Länder dazu entschließen den Ölpreis in den Keller fallen zu lassen und die Hähne auf Maximal aufzudrehen. Selbst eine Sonderkonferenz der OPEC zu dieser Problematik brachte keine Wendung.

Die Folgen dieser Entscheidung sind ein millionenschweres Haushaltsdefizit der Saudis und daraus resultierende Reformen der Wirtschaft, um dies auszugleichen. Ein Vorteil der Saudis sind ihre hohen Geldreserven und der große Einfluss innerhalb der OPEC. Dieser ermöglicht es ihnen den kleineren Öl-Exporteuren, wie Aserbaidschan und Venezuela, eine Ölpolitik zu diktieren, die dadurch stärker unter dem Ölpreisverfall leiden, denn deren Wirtschaft ist größtenteils vom Ölexport abhängig und Alternativen stehen nicht zur Verfügung. Die Saudis verfolgen damit das Ziel die Marktanteile gegenüber den USA und Russland zu verteidigen. Entgegen aller Prognosen fördert auch die USA auf Rekordniveau und trotzt den niedrigen Ölpreisen. Der Kampf um Marktanteile dürfte somit weiter anhalten. Hier spielt auch Russland mit und prescht mit neuen Lieferverträgen im asiatischen Raum vor, in ein Gebiet, das sonst von den Saudis bedient wird.

Für den deutschen Markt könnte sich, durch die anhaltenden Machtkämpfe, ein dauerhaft günstiges Preisniveau ergeben. Gewinner sind die Endverbraucher; wie sich der Verlauf der Brent und WTI Notierungen zeigt. Mittlerweile seit einem halben Jahr befinden sich beide auf einem deutlichen Abwärtstrend und schließen das Jahr in ähnlicher Höhe ab.

Der Euro-Wechselkurs beendet ein turbulentes Jahr, in dem er auf zahlreiche Ereignisse sensibel reagierte. Unter dem Einfluss der Griechenlandkrise, der Zinsentscheidung in den USA und der schwächelnden innereuropäischen Wirtschaft zeigte er sich, unter großer Schwankungsbreite, nachgiebig.

Nach diesen ganzen Nachrichten stellt sich nun die Frage: Was passiert mit dem Heizölpreis in 2016?

Die im Ölexport starken Länder überschwemmen den Markt auch 2016, auch wenn das für sie Einbußen bedeutet. Mit dem Iran folgt 2016 ein weiterer Konkurrent, der gewillt ist, sein Öl um jeden Preis zu verkaufen. Große Bedeutung wird der OPEC-Konferenz Mitte des Jahres beigemessen, die einen entscheidenden Anteil am weiteren Verlauf der Ölpreise bestimmt.

Als Fazit bleibt den Endverbraucher: Zur Zeit schreiben wir Tiefstpreise auf dem Heizölmarkt.

Das Barrel (159l) der Nordseesorte Brent zur Februar-Lieferung notiert bei ca. 37,19 US-Dollar -0,60 $). Der Preis für ein Fass der US-Referenzsorte WTI liegt bei ca. 37,01 Dollar (-0,86$). Der Euro notiert derzeit bei 1,0931 €/$ (+0,0010).
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