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Heizöl-Info • Rohölpreise steigen leicht, Heizöl tritt auf der Stelle

18.10.19

Die Rohölpreise präsentieren sich trotz überraschend stark gestiegener US-Rohölreserven am heutigen Morgen mit leichten Zugewinnen. Die Heizölpreise bewegen sich dagegen kaum und notieren nahezu unverändert.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am frühen Freitagmorgen gut 53,56 €. Das sind etwa 30 Cent mehr als am Donnerstag. Heizöl bleibt unverändert und kostet aktuell 46,07 € pro 100 Liter.

Der Markt bleibt weiterhin im Bann der unzähligen wirtschaftlichen Konfliktsituationen gefangen und analog zum Auf und Ab der jeweiligen Verhandlungen schwanken auch die Notierungen mit teils kaum nachvollziehbaren Ausschlägen. Zwar hatten sich Vertreter der EU und Großbritanniens gestern doch noch zu einem möglichen neuen Brexit-Deal durchringen können, was zunächst für leichte Entspannung an den Finanzmärkten geführt haben dürfte und zumindest einen Teil der gestrigen Preiszuschläge erklären könnte, allerdings muss dieser Deal erst noch durch das britische Unterhaus abgesegnet werden und gerade dieser entscheidende Schritt scheiterte zuletzt ja immer wieder kläglich. Für wirkliche Zuversicht scheint in dieser Frage also eigentlich noch kaum Raum gegeben. Des Weiteren treten ab heute die US-Strafzölle gegen europäische Handelsgüter in Kraft und drohen, die ohnehin angeschlagene Weltwirtschaft weiter in Schieflage zu bringen. Unterdessen wurden die Prognosen des privaten American Petroleum Institute (API) zur Bestandsentwicklung der US-Rohölreserven größtenteils bestätigt. Wie das US-Energieministerium (EIA) gestern Nachmittag offiziell meldete, sind die Lagerbestände an Rohöl im Vergleich zur Vorwoche um 9,28 Mio. Barrel angewachsen. Experten waren lediglich von einem Zuwachs von rund 2,00 Mio. Barrel ausgegangen. Auch die Benzinreserven sind mit rund 2,56 Mio. Barrel recht deutlich angewachsen. Diese überdurchschnittlich starken Anstiege befeuern nun die Sorgen einer sinkenden Rohölnachfrage und dürften die Ölpreise heute weiter unter Druck setzen. Vor dem Wochenende ist also größte Vorsicht geboten. Insbesondere die spekulativen Anleger könnten durch kurzfristige Gewinnmitnahmen für Abschläge sorgen. Die Daten des US-Ausrüsters Baker Hughes zur Anzahl der aktiven Ölplattformen in den USA, welche am heutigen Abend erwartet werden, werden dagegen wohl kaum für starke Impulse sorgen können.


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