Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl-Info • Rohölpreise halten Niveau und bauen sogar weiter aus

20.05.19

Die Ölpreise haben ihre jüngsten Zugewinne bestätigen können und bauen zunächst weiter aus. Die angespannte politische Lage am Persischen Golf und Sorgen einer möglichen Eskalation überwiegen derzeit bei Händlern und Anlegern.

Am frühen Montagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent gut 65,57 €. Das sind rund 50 Cent mehr als am Freitag. Heizöl gibt dagegen leicht nach und kostet aktuell 49,98 € pro 100 Liter.

Vor dem Wochenende gab es zunächst keine Rücksetzer bei den Ölpreisen. Gewinnmitnahmen blieben größtenteils aus und die jüngsten Daten des US-Ausrüster Baker vom vergangenen Freitagabend verzeichneten überraschender Weise einen weiteren Rückgang der aktiven US-Bohrstellen von 805 auf 802 Anlagen. Dies sorgte nochmal für etwas Zuversicht am Markt. Somit erzielten die Notierungen die höchsten Zugewinne auf Wochensicht seit Anfang April dieses Jahres. Aktuell überwiegen vor allem die Sorgen vor einer weiteren Eskalation der Lage im Iran. Nach den Drohnenangriffen auf saudische Förderanlagen durch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen steigt auch die Gefahr offener militärischer Auseinandersetzungen zwischen den wichtigsten OPEC-Mitgliedern Saudi-Arabien und Iran. Spannungen innerhalb der OPEC dürften ohnehin vorprogrammiert sein. Sollten die USA in den Krieg gegen den Iran eintreten, dürfte sich Riad als Verbündeter auf die Seite Washingtons schlagen. Die preisbelastenden Faktoren rücken damit vorerst in den Hintergrund. Dennoch dürfen diese nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Die Gefahr spürbarer Nachfrageeinbußen als Folge des bestehenden Handelsstreites der beiden größten Volkswirtschaften der Erde bleibt bestehen. Zuletzt hatte China Gegenmaßnahmen auf die Erhöhung der Einfuhrzölle auf chinesische Produkte seitens der USA angekündigt. In den kommenden beiden Tagen wird sich der Fokus auch wieder auf die Entwicklung der US-Rohölreserven richten. Abhängig vom Entwicklungsstand der Reserven dürften sich dann auch erste Tendenzen zur Preisentwicklung ableiten können.


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