Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise ohne klare Richtung

06.03.19

Neue Sorgen über eine eventuell schwächelnde Wirtschaftsleistung Chinas im Jahr 2019 haben die Ölpreise gestern unter Druck gesetzt. Darüber hinaus könnte in den nächsten Tagen auch das Rohölangebot auf dem Weltmarkt steigen, wenn das libysche Ölfeld „El-Sharara“ wieder in Betrieb genommen wird. Die Ölpreise halten jedoch vorerst ihr Niveau.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am frühen Mittwochmorgen rund 57,99 €. Das sind gut 30 Cent mehr als gestern. Heizöl legt ebenfalls leicht zu und kostet zur Stunde 46,99 € pro 100 Liter.

Die Einschätzungen der chinesischen Regierung zum eventuell schwächelnden Wirtschaftswachstum der zeitgrößten Volkswirtschaft der Erde haben die Ölpreise im Verlauf des gestrigen Vormittags etwas unter Druck gesetzt. Am frühen Dienstagmorgen (MEZ) hatte Peking gemeldet, dass man im Jahr 2019 lediglich mit einem Wachstum zwischen 6,00 und 6,50 Prozent rechne. Dies wäre der schlechteste Wert seit gut drei Jahrzenten. China gilt als einer der größten Ölabnehmer weltweit. Eine schwächelnde chinesische Wirtschaft könnte demnach auch die Nachfragewerte für Rohöl und Rohölprodukte auf dem Weltmarkt nachhaltig schwächen. Im weiteren Tagesverlauf wurde dann bekannt, dass das größte libysche Ölfeld, El-Sharara, nach mehr als zweimonatiger Unterbrechung in den nächsten Tagen die Produktion wieder aufnehmen soll. Marktexperten rechnen in diesem Fall mit einem schnellen und deutlichen Anstieg der libyschen Rohölproduktion. Das vom Bürgerkrieg zerrissene OPEC-Mitglied ist auf die Einnahmen aus dem Rohölhandel dringend angewiesen und war daher bereits aus früheren Drosselungsabkommen des Kartells größtenteils ausgenommen. Wie die anderen Mitgliedstaaten und insbesondere Saudi-Arabien auf eine steigende libysche Produktion reagieren werden, bleibt zunächst offen. Aus den USA kamen ebenfalls ernüchternde Zahlen zur Entwicklung der Rohöllagerbestände. Wie das private American Petroleum Institute (API) am Abend mitteilte, gehe man aktuell von einem klaren Anstieg der Rohölreserven um rund 7,30 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche aus. Am heutigen Nachmittag werden die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums erwartet, alles Andere als ein neuerlicher Zuwachs der Bestände wäre allerdings eine Überraschung. Momentan steigen die Ölpreise zwar leicht, aber hier ist zur Vorsicht geraten.


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