Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise mit weiteren leichten Rücksetzern

14.03.19

Trotz vermeintlich preistreibender Nachrichten rund um den Ölsektor haben die Wertstellungen für Roh- und Heizöl auch heute Morgen leicht nachgegeben und konnten nicht an die Zugewinne vom Vortag anknüpfen.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Donnerstagmorgen rund 58,49 €. Das sind knapp 20 Cent weniger als am Mittwoch. Heizöl gibt erneut rund 10 Cent nach und kostet aktuell 46,64 € pro 100 Liter.

Eigentlich sollten die Meldungen der vergangenen Tage die Ölpreise weiter antreiben. Stattdessen ist vielmehr ein verharren der Notierungen zu beobachten, was vor allem auf die wachsenden Konjunktursorgen der Marktteilnehmer zurückzuführen sein dürfte. Neben den zuletzt enttäuschenden Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten aus China und den USA spielt hier sicherlich auch der drohende ungeordnete Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union eine gewichtige Rolle. Zur Stunde weiß niemand, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen Brüssel und London – insbesondere in der Irland-Frage – gestalten werden und welche Folgen der `Brexit´ für die europäische Wirtschaft mit sich bringt. Auf der anderen Seite mehren sich Hinweise auf ein knapperes Rohölangebot auf dem Weltmarkt, welche zumindest eine solide Unterstützung des aktuellen Preisniveaus bieten. Neben den bereits häufig zitierten Faktoren der möglicherweise rückläufigen Rohölförderung Saudi-Arabiens sowie der kritischen Lage Venezuelas sollten heute aber auch die jüngsten Bestandsdaten der US-Rohölreserven Zuversicht in den Handel bringen. Wie die Energy Information Administration (EIA), die ein Teilressort des US-Energieministeriums ist, gestern Nachmittag überraschend bestätigte, sind die Lagerbestände an Rohöl in den USA im Vergleich zur Vorwoche um rund 3,86 Mio. Barrel auf insgesamt 449,10 Mio. Barrel gefallen. Gleichzeitig wird auch ein Rückgang der Benzinbestände um 4,60 Mio. Barrel verzeichnet, was eigentlich für eine hohe Nachfrage und steigende Ölpreise spricht. Lediglich die Destillate sind um gut 400.000 Barrel angewachsen. Förderlich sollte sich auch der leichte Rückgang der US-Rohölproduktion auswirken. Diese liegt mit aktuell 12,00 Mio. Barrel pro Tag rund 100.000 Barrel unter dem absoluten Rekordniveau. Die momentan eher verhaltene Reaktion des Marktes scheint demnach trügerisch, die Möglichkeit steigender Notierungen ist jedoch durchaus gegeben.


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