Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise mit Schwankungen

09.05.19

Nach der Veröffentlichung der aktuellen US-Rohölbestandsdaten am Mittwochnachmittag konnten die Ölpreise anfängliche Verluste wieder wettmachen und fuhren sogar leichte Gewinne ein. Der Aufwind hatte jedoch keinen längeren Bestand und die Notierungen befinden sich derzeit wieder in einer Abwärtsbewegung.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Donnerstagvormittag rund 62,35 €. Das sind gut 30 Cent weniger als am Mittwochmorgen. Heizöl liegt momentan noch 10 Cent im Plus, hat mit einer aktuellen Wertstellung von 48,19 € pro 100 Liter allerdings schon 50 Cent seit dem Morgen verloren.

Der neuentflammte Handelsstreit zwischen China und den USA belastet den Ölmarkt spürbar. Nachdem Donald Trump Anfang dieser Woche die Anhebung der bisher geltenden Strafzölle auf chinesische Importwaren angekündigt hatte, steht nun bereits ein konkretes Datum der Umsetzung fest. Ab Freitag dieser Woche sollen die Strafzölle von 10 Prozent auf nunmehr 25 Prozent angehoben werden. Auslöser für die Reaktion Trumps war zunächst die kritische Einstellung Pekings gegen das seit Anfang Mai geltende Importverbot iranischen Rohöls. China gehörte zu den acht Staaten, die per Ausnahmeregelung bis zum 01. Mai 2019 Rohöl aus dem Iran beziehen durften, ohne mit Sanktionen aus Washington rechnen zu müssen. Nach der Ankündigung Trumps, die Strafzölle anzuheben, hatte China bereits ausgehandelte und für die USA wichtige Punkte des neuen Handelsvertrages abgeändert. In der Folge sieht sich der Markt aufgrund einer drohenden Konjunkturabkühlung erneut möglichen Nachfrageeinbußen gegenübergestellt und die Wertstellung für Roh- und Heizöl geben nach. Auch der überraschende Rückgang der US-Rohölreserven sorgte vor diesem Hintergrund nur kurzzeitig für Auftrieb. Wie das US-Energieministerium (EIA) gestern Nachmittag meldete, sind die US-Rohölbestände um rund 3,96 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen. Gleichzeitig war auch ein Rückgang der Benzinvorräte um gut 500.000 Barrel und der Destillate Heizöl und Diesel um knapp 160.000 Barrel zu verzeichnen. Experten hatten insgesamt mit einem Anstieg gerechnet. Insgesamt bleibt der Markt höchst volatil und gesicherte Aussagen zur weiteren Preisentwicklung sind momentan nicht möglich.


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