Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise mit klarem Plus

30.08.18

Im Zuge der Bekanntgabe der jüngsten US-Lagerbestandsdaten durch das US-Energieministerium (EIA) haben die Ölpreise im Verlauf des Mittwochs deutliche Zugewinne generieren können.

Im frühen Handel am Donnerstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 66,12 €. Das sind knapp 1,20 € mehr als am Vortag. Heizöl legt rund 70 Cent zu und kostet momentan 50,60 € pro 100 Liter.

Mit der Veröffentlichung der aktuellen EIA-Daten gestern Nachmittag kam offensichtlich das erwartete Signal für Händler und Anleger und die Ölpreise machten einen deutlichen Sprung nach oben. Entgegen der Prognosen des American Petroleum Institute (API) zeigten die offiziellen Zahlen ein ganz anderes Bild. Wie die EIA meldete, sind die US-Rohölreserven im Vergleich zur Vorwoche um etwa 2,57 Mio. Barrel gefallen. Dies wird am Markt als Bestätigung einer zunehmenden Angebotsverknappung gedeutet, die sich mit Inkrafttreten der US-Sanktionen gegen den Iran zum Ende des Jahres noch verschärfen könnte. Untermauert werden die Sorgen vor einem knapper werdenden Angebot auch durch die Tatsache, dass bei einer Auslastung der US-Raffinerien von gut 96,30 Prozent und einer unverändert auf Rekordniveau laufenden US-Ölproduktion auch die Benzinbestände um 1,60 Mio. Barrel gefallen sind. Insofern scheint die Strategie des US-Präsidenten langsam zu wackeln und es ist fest damit zu rechnen, dass im Hinblick auf die anstehenden Präsidentschaftsvorwahlen schnelle Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. So geht man in Analystenkreisen derzeit von weiteren Produktionssteigerungen in Kanada, Brasilien und den USA aus. Aber auch die OPEC-Staaten dürften auf die neue Situation reagieren und die selbstauferlegten Förderdrosselungen zunehmend aufweichen. Das Niveau der Ölpreise bewegt sich mit wenigen Spitzen seit April dieses Jahres im Bereich der 75 Dollar Marke und augenscheinlich können alle Marktteilnehmer ganz gut damit leben. Ein weiterer klarer Aufwärtssprung am heutigen Handelstag wäre demnach eine Überraschung. Vielmehr könnten Gewinnmitnahmen die Notierungen bis zum Ende der Woche nochmal belasten.


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