Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise legen zu

21.03.19

Bis zum gestrigen Mittag zeigten die Ölpreise noch leichte Schwächen und gaben teilweise sogar nach. Mit Bekanntgabe der offiziellen US-Lagerbestandsdaten drehte der Kurs jedoch und die Notierungen konnten weiter zulegen.

Am frühen Donnerstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent gut 60,04 €. Das sind etwa 30 Cent mehr als am Mittwochmorgen. Heizöl steigt ebenfalls und liegt zur Stunde bei 46,47 € pro 100 Liter.

Die konjunkturellen Sorgen zur Entwicklung der Weltwirtschaft und die zurückhaltende Reaktion Russlands zur avisierten Verlängerung der OPEC-Kürzungsvereinbarung über den Juni 2019 hinaus belasteten die Ölpreise gestern Vormittag noch spürbar. Erst zum frühen Nachmittag und in der Folge der Veröffentlichung der offiziellen US-Lagerbestandsdaten kehrte etwas Zuversicht in den Handel zurück und die Preise zogen nochmals an. Zur Überraschung der Marktteilnehmer fielen die Bestandszahlen des US-Energieministeriums (EIA) sogar deutlicher aus, als dies vom privaten American Petroleum Institute (API) prognostiziert worden war. Laut vorgelegter Zahlen sind die Rohölbestände in den USA im Vergleich zur Vorwoche um satte 9,59 Mio. Barrel auf insgesamt 439,50 Mio. Barrel abgeschmolzen. Gleichzeitig gingen auch die Bestände an Benzin um etwa 4,60 Mio. Barrel sowie die der Destillate Heizöl und Diesel um rund 4,10 Mio. Barrel zurück. Insgesamt ist dies der stärkste Rückgang der US-Reserven seit Juli 2018. Lediglich die US-Rohölproduktion erreichte mit einem Anstieg um knapp 100.000 Barrel wieder das Rekordniveau von 12,10 Mio. Barrel pro Tag. Trotz dieser positiven Meldungen hinsichtlich des dringend nötigen weltweiten Angebotsrückgangs existieren weiterhin gewichtige Gegenaspekte. Die Verzögerungen und mangelnden Ergebnisse im Handelsstreit zwischen China und den USA, die offenen Fragen zum weiteren Vorgehen in Venezuela sowie die zuletzt eher schlechten Wirtschaftsprognosen wichtiger Industrie- und Handelsstandorte sind ernstzunehmende Faktoren, die gleichfalls auch die Nachfragewerte drücken können. Gleichzeitig wächst mit den steigenden Ölpreisen auch die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Gewinnmitnahmen durch spekulative Investoren. Momentan gehen die Wertstellungen tendenziell nach oben. Es ist aber zur Vorsicht geraten.


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