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Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise geben etwas nach

12.07.19

Nach den deutlichen Zuwächsen der vergangenen beiden Handelstage präsentieren sich die Notierungen für Roh- und Heizöl am heutigen Morgen etwas leichter. Insgesamt wurde das erzielte Preisniveau jedoch behauptet.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet im frühen Handel am Freitagmorgen rund 59,26 €. Das sind knapp 30 Cent weniger als gestern. Heizöl gibt ebenfalls leicht nach und kostet aktuell 46,40 € pro 100 Liter.

Die Lage am Rohölmarkt bleibt weiterhin kaum einschätzbar und folglich weisen die Ölpreise häufigere Schwankungen auf. Im Zuge des starken Rückgangs der US-Rohölreserven konnten sie seit Mittwochnachmittag zwar teils kräftig zulegen. Ein erkennbarer Trend lässt sich aber weiterhin nicht ableiten. So haben die Ölpreise trotz mehrerer vorhandener Aufwärtsimpulse zum Freitagmorgen erneut leicht nachgegeben. Hierfür dürften vor allem die oft beschriebenen Konjunktursorgen verantwortlich sein. Eine nächste Aufwärtsbewegung bleibt aber dennoch im Rahmen des Möglichen. Im Golf von Mexico gewinnt der dort wütende Tropensturm weiter an Kraft und Meteorologen gehen derzeit davon aus, dass es bereits am Samstag zu einem sogenannten „Landfall“ entlang der Küste Louisianas kommen könnte. Hier haben mehrere Ölplattformen ihren Betrieb eingestellt, was das Produktionsvolumen der US-Ölindustrie etwas einkürzen dürfte. Auch in Russland gibt es aufgrund verunreinigten Rohöles Schwierigkeiten bei der Förderung. Im Zentrum der unterstützenden Faktoren steht aber insbesondere die Krise um den Iran. Am Mittwoch kam es laut Medienberichten zu einem nächsten Zwischenfall mit einem britischen Tanker, der von drei iranischen Schiffen an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus gehindert worden sein soll. Während Washington diese Meldungen umgehend als wahrheitsgemäß eingestuft hatte, bestreitet Teheran diese Darstellung vehement. Hier wächst die Gefahr einer militärischen Eskalation, die den gesamten Nahen Osten in Unruhe versetzen und zu erheblichen Versorgungsstörungen führen könnte. Am Abend wird der US-Ausrüster Baker Hughes seine aktuellen Daten zur Zahl der aktiven Bohrstellen in den USA veröffentlichen. Größerer Einfluss auf die Preisentwicklung ist hier aber kaum zu erwarten.


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