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Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl mit Zugewinnen

23.07.19

Im Laufe des gestrigen Vormittags konnten die Ölpreise zeitweise kräftig zulegen, gaben diese Zugewinne im weiteren Handelsverlauf aber größtenteils wieder ab. Dennoch liegen die Notierungen am heutigen Morgen recht deutlich im Plus.

Im frühen Handel am Dienstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent gut 56,70 €. Das ist rund 1,00 € mehr als am Montag. Heizöl gibt leicht nach und kostet zur Stunde 44,84 € pro 100 Liter.

Die jüngsten Vorfälle im Persischen Golf haben den Ölpreisen zu weiterem Auftrieb verholfen. Nach der Beschlagnahmung des unter britischer Flagge fahrenden Öltankers „Stena Impero“ durch iranische Revolutionsgarden wachsen im Zuge der zunehmenden Eskalation Versorgungsängste am Markt, welche die Notierungen erwartungsgemäß antreiben. Unterdessen hat Teheran eine ziemlich vage Begründung für die Festsetzung des britischen Tankers geliefert. Demnach soll das Schiff auf der falschen Richtungsspur in die Straße von Hormus eingefahren sein, was den Zugriff legitimierte. Das britische Verteidigungsministerium bestreitet diese Perspektive und spricht von einer feindlichen Handlung des Irans. Aus Sicht Londons wurde der Tanker in Hoheitsgewässern des Oman aufgebracht. Bisher wurden militärische Schritte seitens Großbritanniens zwar ausgeschlossen, die spürbare Beeinträchtigung der wichtigen Versorgungsrouten zeichnet jedoch bereits jetzt erkennbare Folgen für die Ölpreisentwicklung. Im Falle einer offenen militärischen Auseinandersetzung im Nahen Osten dürfte mit ernsthaften Lieferproblemen für den globalen Rohölmarkt und weiter steigenden Preisen zu rechnen sein. Gleichzeitig verdeutlichen die starken Rücksetzer vom gestrigen Nachmittag aber auch die bestehende Verunsicherung von Händlern und Anlegern. Im Hinblick auf die allgemein schwachen Wirtschaft- und Konjunkturaussichten für das Jahr 2019 fallen die Preiszuwächse verhältnismäßig gering aus. Insgesamt bleibt offen, ob allein die Krise um den Iran die Wirkungskraft besitzt, die Ölpreise aus der aktuellen Flaute zu befreien. Am späten Abend werden noch die aktuellen Prognosen zur Rohölbestandsentwicklung in den USA erwartet. Im Falle eines absehbaren Ausbaus der Bestände droht auch von dieser Seite wachsender Druck auf die Notierungen.


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