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Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl legen wieder zu

21.11.19

Eine etwas positivere Entwicklung der US-Lagerbestandszahlen hat den Ölpreisen im Verlauf des gestrigen Handelstages etwas Unterstützung gegeben und für Zugewinne gesorgt.

Im frühen Handel am Donnerstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 56,28 €. Das sind gut 1,40 € mehr als am Mittwoch. Heizöl legt etwa 80 Cent zu und kostet aktuell 45,14 € pro 100 Liter.

Nach den schweren Verlusten aus dem Anfang dieser Handelswoche haben sich die Ölpreise gestern stabilisieren können und gegen Nachmittag sogar teils deutliche Gewinne generiert. Auslöser für diese Gegenbewegung dürften vor allem die Zahlen des US-Energieministeriums (EIA) gewesen sein, die positiver ausfielen, als es am Markt befürchtet wurde. Wie die EIA gestern Nachmittag meldete, sind die Rohölreserven der USA im Vergleich zur Vorwoche lediglich um rund 1,38 Mio. Barrel angewachsen. Somit lagen sie knapp 200.000 Barrel unter den erwarteten Zuwächsen der Marktexperten und deutlich unter den Prognosen des American Petroleum Institute (API), welches von einem Anstieg um rund 5,95 Mio. Barrel ausgegangen war. Dennoch muss hier ein nächster Zuwachs der US-Rohölreserven verzeichnet werden und somit scheinen die generierten Preisanstiege eher unbegründet hoch ausgefallen zu sein. Insbesondere deshalb; weil gleichzeitig auch die US-Benzinreserven um ca. 1,76 Mio. Barrel angewachsen sind. Die Destillate verzeichnen einen leichten Rückgang um knapp 980.000 Barrel, der den Preisanstieg bei Heizöl zumindest etwas begründen kann. Unterdessen scheint sich laut Medienberichten ein leichter Interessenkonflikt innerhalb des OPEC-Plus-Bündnisses abzuzeichnen. Während ein Teil der Mitgliedstaaten einer vorgeschlagenen Ausweitung der bestehenden Förderkürzung offener gegenübersteht, scheint vor allem Russland eine solche Maßnahme vehement abzulehnen. Anfang Dezember werden sich Vertreter der Bündnisstaaten zur Jahreskonferenz in Wien einfinden und über weitere Schritte beraten. Ob die Ölpreise diese deutlichen Preiszuwächse bis zum Ende dieser Handelswoche behaupten können, ist zweifelhaft. Die größte Gefahr für Korrekturen geht hier wohl von kurzfristigen Gewinnmitnahmen spekulativer Anleger aus.


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