Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl fallen weiter

19.10.18

Die Ölpreise haben auch im Verlauf des Donnerstages weiter nachgegeben und an die Verluste der Vortage angeknüpft. Ein überraschend starker Anstieg der US-Rohölreserven hatte die gestrigen Kursverluste angestoßen.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Freitagmorgen rund 69,46 €. Das sind gut 20 Cent weniger als am Donnerstag. Heizöl gibt ebenfalls nach und kostet aktuell 52,99 € pro 100 Liter.

Rohstoffexperten der Commerzbank hatten zwar bereits am Mittwoch versucht, den überraschend starken Anstieg der US-Rohölreserven vor dem Hintergrund der Folgen des Hurrikans `Michael´ sowie der gestiegenen Rohölimporte und deutlich gesunkenen Rohölexporte zu relativieren, am Markt führten die Zahlen des US-Energieministeriums (EIA) dennoch zu weiteren Verlusten der Notierungen. Die EIA hatte am Mittwoch einen Anstieg der US-Bestände um 6,49 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche gemeldet. Marktbeobachter waren lediglich von einem Anstieg um rund 2,50 Mio. Barrel ausgegangen. Darüber hinaus herrscht aktuell Verunsicherung über die weitere Entwicklung des Falls Jamal Kashoggi. Nachdem bereits mehrere hochrangige Vertreter der US-Wirtschaft ihre Teilnahme an einem für die kommende Woche in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad geplanten Wirtschaftsgipfel zurückgezogen hatten, sagte nun auch US-Finanzminister Steven Mnuchin sein kommen ab. Das einflussreiche OPEC-Mitglied Saudi-Arabien rückt aufgrund der ungeklärten Verwicklungen international mehr und mehr ins Abseits, was durchaus Folgen für den globalen Ölmarkt nach sich ziehen könnte. Im Zusammenhang mit den ab Anfang November in Kraft tretenden Sanktionen gegen den Iran liegen die Erwartungen auf eine mögliche Kompensation der ausbleibenden iranischen Lieferung vor allem den Schultern Saudi-Arabiens. Riad besitzt also kräftige Argumente, um auf eine drohende internationale Isolation zu reagieren. Vor dem Wochenende könnte die Spekulationsschraube demnach nochmal angetrieben werden. Ein Ausgleich der in dieser Woche generierten Verluste ist aber mehr als nur unwahrscheinlich.


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