Wir haben nur Heizöl im Kopf

Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl erneut leicht gestiegen

02.02.18

Dem Zuwachs der US-Rohölbestände zu trotz haben die Ölpreise im Verlauf des Donnerstags weiter zulegen können. Als Ursache für die aktuelle Aufwärtsbewegung wird vor allem die positive Preisprognose für Rohöl seitens der US-Investmentbank Goldman Sachs genannt.

Am Freitagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent durchschnittlich 55,86 €. Das sind gut 20 Cent mehr als am Donnerstag. Heizöl legt etwas kräftiger zu und kostet aktuell 44,36 € pro 100 Liter.

Nach Ansicht von Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs dürfte sich der Ölmarkt bereits stabilisiert haben. Aufgrund der Förderbeschränkungen des OPEC-Kartells und der verschiedenen technischen, klimatischen und politischen Faktoren, die in den letzten Wochen insbesondere die Nachfragewerte für Rohöl steigen ließen, soll das avisierte Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage am Rohölmarkt schneller erzielt worden sein, als dies noch Anfang des Jahres zu erwarten war – so die Einschätzung der hausinternen Marktexperten. Demzufolge fällt auch die jüngste Preisprognose des Institutes sehr positiv aus, was gestern zu weiteren Zugewinnen der Notierungen führte. Diese optimistische Perspektive wird jedoch bei weitem nicht von allen Marktteilnehmern geteilt. Die zuletzt gestiegenen Rohölreserven in den USA und die weiterhin wachsende US-Rohölförderung weisen in eine ganz andere Richtung. Allein die auf Rekordniveau laufende Produktion der US-Ölindustrie besitzt das Potential, die zuletzt erzielten Erfolge im Bemühen um den Abbau des weltweiten Rohölüberangebotes schnell wieder zu amortisieren. Zusätzlich kursieren derzeit Meldungen am Markt, dass auch Brasilien und Kanada die eigenen Fördervolumina ausbauen werden, was die Gesamtlage noch weiter verschärfen könnte. Hier rechnet man vielmehr mit Korrekturen und sinkenden Ölpreisen. Heute Abend könnten die Daten des US-Ausrüsters Baker Hughes weitere Impulse in den Handel bringen. Ein Anstieg der aktiven Förderstellen in den USA dürfte als Verkaufssignal gedeutet werden und die Preise unter Druck setzen. Vor dem Wochenende könnten aber auch kurzfristige Gewinnmitnahmen zu sinkenden Ölpreisen führen.


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