20.07.26
Spannungen im Nahen Osten verschärfen sich weiter
Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. In der Nacht zum Freitag setzte das US-Zentralkommando CENTCOM seine Angriffe auf iranische Ziele fort. Der Iran reagierte darauf mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region. Gleichzeitig sorgen Berichte über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen dem Iran und der Huthi-Miliz im Jemen für zusätzliche Unsicherheit an den internationalen Energiemärkten. Während die Rohölpreise bislang vergleichsweise stabil bleiben, verteuern sich Ölprodukte wie Heizöl und Kraftstoffe weiter.
Huthi-Miliz droht mit Blockade der Meerenge Bab al-Mandeb
Nach Informationen aus anonymen Quellen soll der Iran die Huthi-Miliz aufgefordert haben, eine Seeblockade an der Meerenge Bab al-Mandeb vorzubereiten. Diese verbindet das Rote Meer mit dem Arabischen Meer und zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Den Berichten zufolge soll eine Blockade erfolgen, falls die USA iranische Energieinfrastruktur angreifen.
Der Anführer der Huthi-Miliz erklärte darüber hinaus, eine Sperrung der Meerenge sei auch dann möglich, wenn Saudi-Arabien militärisch gegen die Miliz vorgeht oder weitere Blockaden errichtet.
Die Huthi-Miliz kämpft seit Jahren gegen die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung des Jemen. Bereits zwischen 2023 und 2025 kam es wiederholt zu Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer sowie zu Beschlagnahmungen von Frachtern. Nachdem sich die Lage Ende 2025 vorübergehend beruhigt hatte, nahmen die Spannungen zuletzt wieder deutlich zu, nachdem die jemenitische Regierung einen von der Miliz kontrollierten Flughafen angegriffen hatte.
Wichtige Handelsroute für den Welthandel
Die Meerenge Bab al-Mandeb besitzt eine zentrale Bedeutung für den internationalen Warenverkehr. Während die Straße von Hormus vor allem für den weltweiten Rohölexport von entscheidender Bedeutung ist, stellt Bab al-Mandeb den Zugang zum Suezkanal sicher. Über diese Route werden große Mengen an Waren zwischen Europa und Asien transportiert.
Sollte die Meerenge blockiert werden, müssten zahlreiche Schiffe den deutlich längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung nehmen. Dies würde die Transportkosten erheblich erhöhen und Lieferzeiten um etwa zwei Wochen verlängern.
Rohöl bleibt stabil, Ölprodukte geraten unter Druck
Trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen reagieren die Rohölmärkte bislang vergleichsweise gelassen. Zwar waren Anfang Juli deutliche Preissteigerungen zu beobachten, seit Dienstag bewegen sich die Rohölnotierungen jedoch in einer engen Handelsspanne und liegen weiterhin unter dem Niveau des vergangenen Frühjahrs. Hintergrund ist, dass trotz der angespannten Sicherheitslage weiterhin – wenn auch in geringerem Umfang – Öl aus der Region exportiert wird.
Anders stellt sich die Situation bei den Ölprodukten dar. Die Märkte für Heizöl und Kraftstoffe reagieren deutlich empfindlicher auf die geopolitischen Risiken. Neben den Entwicklungen im Nahen Osten belastet auch der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine die weltweite Versorgung mit Treibstoffen. Das begrenzte Angebot sorgt für anhaltenden Preisdruck auf den internationalen Produktmärkten.
Heizölpreise steigen vor dem Wochenende
Die gestiegenen Notierungen für Zwischenprodukte der Erdölverarbeitung wirken sich zum Wochenausklang unmittelbar auf den deutschen Heizölmarkt aus. Für Freitag werden Preisaufschläge von durchschnittlich 2,10 bis 3,10 Euro je 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag erwartet.
Angesichts der angespannten geopolitischen Lage bleibt die Preisentwicklung jedoch äußerst dynamisch. Weitere politische oder militärische Ereignisse können die Notierungen jederzeit in die eine oder andere Richtung bewegen und den Heizölmarkt kurzfristig beeinflussen.
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Stand: 20.07.2026, nächstes Update: 21.07.2026
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17.07.26
Deutlicher Preissprung bei Benzin und Diesel
Pünktlich zum Beginn der Hauptreisezeit haben die Kraftstoffpreise in Deutschland erneut kräftig zugelegt. Nach der aktuellen Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,083 Euro und liegt damit 5,9 Cent über dem Niveau der Vorwoche. Noch stärker fiel der Anstieg bei Diesel aus. Ein Liter Diesel kostet derzeit durchschnittlich 2,070 Euro und damit 11,7 Cent mehr als eine Woche zuvor. Beide Kraftstoffsorten haben die Marke von zwei Euro je Liter wieder deutlich überschritten. Der Preisunterschied zwischen Diesel und Super E10 beträgt aktuell lediglich 1,3 Cent.
Ölpreisanstieg belastet den Kraftstoffmarkt
Als Hauptursache für die jüngste Verteuerung nennt der ADAC den deutlich gestiegenen Ölpreis infolge der erneuten Eskalation im Nahen Osten. Während ein Barrel Brent-Öl in der Vorwoche noch bei etwa 75 US-Dollar notierte, liegt der Preis inzwischen bei rund 85 US-Dollar.
Dass Diesel deutlich stärker im Preis gestiegen ist als Super E10, führt der ADAC unter anderem auf den hohen Importanteil des Kraftstoffs zurück. Zudem reagiert der Dieselpreis in geopolitischen Krisenzeiten erfahrungsgemäß deutlich sensibler auf Veränderungen an den internationalen Energiemärkten. Nach Einschätzung des Mobilitätsclubs fällt der jüngste Preisaufschlag an den Tankstellen jedoch um einige Cent höher aus, als es der Anstieg des Ölpreises allein rechtfertigen würde. Zusätzlich könnte die bevorstehende Sommerreisewelle die Preisentwicklung weiter begünstigen.
Günstigste Tankzeit liegt vor dem Mittag
Wer beim Tanken sparen möchte, sollte möglichst kurz vor 12 Uhr mittags tanken. Zu diesem Zeitpunkt liegen die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf auf ihrem niedrigsten Niveau. Mit dem Mittag steigen die Preise deutlich an und gehen anschließend im weiteren Tagesverlauf schrittweise wieder zurück.
Auswirkungen auf den Heizölmarkt
Die Entwicklung an den internationalen Ölmärkten wirkt sich nicht nur auf die Kraftstoffpreise aus, sondern beeinflusst auch den Heizölmarkt. Der deutliche Anstieg des Brent-Ölpreises infolge der angespannten Lage im Nahen Osten sorgt für höheren Kostendruck entlang der gesamten Versorgungskette. Damit steigen auch die Heizölpreise. Verbraucher sollten die weitere Marktentwicklung aufmerksam verfolgen, da geopolitische Unsicherheiten die Preisentwicklung kurzfristig weiterhin maßgeblich beeinflussen können.
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Stand: 17.07.2026, nächstes Update: 20.07.2026
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16.07.26
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich erneut und belasten die internationalen Energiemärkte. Rund um die Straße von Hormus kommt es weiterhin zu militärischen Auseinandersetzungen, während der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gekommen ist. Die Sorge vor erneuten Versorgungsengpässen lässt die Preise für Rohöl und Ölprodukte deutlich steigen und sorgt auch am deutschen Heizölmarkt für spürbare Aufschläge.
USA erhöhen den Druck auf den Iran
Nach der erneuten Aktivierung der Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen führte das US-Militär in der Nacht weitere Luftangriffe auf militärische Einrichtungen im Iran durch. Gleichzeitig verschärfte Washington den politischen Druck.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass bei einem weiteren Ausbleiben von Verhandlungen künftig auch zivile Infrastruktur ins Visier genommen werden könnte. Genannt wurden unter anderem Kraftwerke und Brücken. Ziel sei es, den Iran zu neuen Gesprächen über die Zukunft der Region und der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bewegen.
Iran droht mit Ausweitung des Konflikts
Teheran reagierte mit scharfen Gegenankündigungen. Vertreter der Iranischen Revolutionsgarde erklärten, man werde notfalls sämtliche Ölexporte der Anrainerstaaten am Persischen Golf behindern. Betroffen wären unter anderem Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Zeitgleich wurden neue Angriffe auf US-Militärstützpunkte sowie Ziele in den Golfstaaten gemeldet. Damit wächst die Sorge, dass sich der Konflikt auf weitere Länder der Region ausweiten könnte.
Versorgungsängste nehmen wieder zu
Die nahezu zum Stillstand gekommene Schifffahrt durch die Straße von Hormus setzt insbesondere die asiatischen Importländer unter Druck. Staaten wie Indien, Südkorea oder Pakistan beziehen einen erheblichen Teil ihres Rohöls aus dem Nahen Osten und müssen nun kurzfristig alternative Lieferquellen erschließen.
Obwohl viele Marktanalysten mittel- bis langfristig weiterhin von einem ausreichenden globalen Ölangebot ausgehen, überwiegen derzeit die Sorgen vor kurzfristigen Lieferengpässen. Entsprechend legten die Notierungen für Rohöl und insbesondere für Ölprodukte erneut deutlich zu.
Heizölpreise steigen weiter
Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten schlagen sich unmittelbar auf den deutschen Heizölmarkt nieder. Die Kombination aus eingeschränkten Exporten, gestiegenen Transportkosten und wachsender Unsicherheit sorgt für weiteren Preisdruck.
Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute mit Preisaufschlägen von durchschnittlich +3,70 bis +4,30 Euro je 100 Liter Heizöl gegenüber Dienstagvormittag rechnen.
Solange die militärischen Spannungen anhalten und die Lage rund um die Straße von Hormus ungeklärt bleibt, dürfte die Preisentwicklung an den Energiemärkten von hoher Volatilität geprägt sein. Bereits einzelne politische oder militärische Meldungen können kurzfristig erhebliche Auswirkungen auf die Öl- und Heizölpreise haben.
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Stand: 16.07.2026, nächstes Update: 17.07.2026
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15.07.26
Die Hoffnungen auf eine nachhaltige Entspannung im Persischen Golf haben einen weiteren Rückschlag erlitten. Nachdem die militärischen Zwischenfälle in der Region zuletzt wieder zugenommen hatten, kündigten die USA an, ihre Seeblockade gegen den Iran erneut zu aktivieren. Der Iran hatte bereits am Vortag erklärt, die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr geschlossen zu haben. Die Ölmärkte reagierten prompt mit deutlichen Preisaufschlägen.
Friedensprozess praktisch zum Erliegen gekommen
Mit den jüngsten Entwicklungen gelten die Vereinbarungen der im Juni unterzeichneten Absichtserklärung zwischen Washington und Teheran faktisch als hinfällig. Beide Staaten hatten sich damals auf eine 60-tägige Waffenruhe verständigt, um in diesem Zeitraum ein dauerhaftes Friedensabkommen auszuhandeln.
Von diesem Ziel scheint man inzwischen weit entfernt. Vor allem der Streit über die zukünftige Kontrolle der Straße von Hormus hatte sich in den vergangenen Wochen zunehmend verschärft. Der Iran hält weiterhin an seinem Vorhaben fest, Transitgebühren für die Passage durch die strategisch bedeutende Meerenge zu erheben. Die USA lehnten dieses Vorhaben bislang unter Berufung auf die Freiheit der internationalen Schifffahrt strikt ab.
USA kündigen erneute Seeblockade an
US-Präsident Donald Trump erklärte nun, die Vereinigten Staaten würden die vor dem vorläufigen Abkommen bestehende Seeblockade gegen den Iran wieder in Kraft setzen. Darüber hinaus kündigte er an, die USA sollten künftig die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen und als Garant für die Sicherheit des Schiffsverkehrs auftreten.
Zusätzliche Verunsicherung lösten Aussagen Trumps auf seiner Plattform Truth Social aus. Dort brachte er eine sogenannte „Servicegebühr“ für die Nutzung der Meerenge ins Gespräch. Nach seinen Vorstellungen sollen Schiffe künftig eine Gebühr in Höhe von 20 Prozent des Warenwertes entrichten. Für einen vollständig beladenen Supertanker könnten sich daraus Kosten in zweistelliger Millionenhöhe ergeben. Konkrete Einzelheiten oder offizielle Pläne legte das Weiße Haus bislang jedoch nicht vor.
Heizölpreise legen deutlich zu
Die Aussicht auf eine erneute Blockade der wichtigsten Öltransportroute der Welt sowie mögliche zusätzliche Transportkosten sorgten an den internationalen Ölbörsen für kräftige Preisaufschläge. Diese Entwicklung schlägt nun auch auf den deutschen Heizölmarkt durch.
Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute mit Preisaufschlägen von etwa +9,30 bis +10,30 Euro pro 100 Liter Heizöl gegenüber Montag rechnen. Angesichts der angespannten geopolitischen Lage bleibt die Preisentwicklung weiterhin äußerst volatil. Bereits einzelne politische oder militärische Meldungen können kurzfristig erhebliche Auswirkungen auf die Öl- und Heizölpreise haben.
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Stand: 15.07.2026, nächstes Update: 16.07.2026
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14.07.26
In den vergangenen Tagen haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran rund um die Straße von Hormus erneut verschärft. Gleichzeitig belasten anhaltende Angriffe auf die russische Ölindustrie die Versorgung mit Ölprodukten. Beide Entwicklungen sorgen an den internationalen Energiemärkten für steigende Preise und wirken sich inzwischen deutlich auf den deutschen Heizölmarkt aus.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten schränken den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein und treiben die Risikoaufschläge für Frachtschiffe in der Region nach oben. Die Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen spiegelt sich inzwischen auch bei den Heizölpreisen in Deutschland wider.
Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt rund +3,05 Euro mehr als am vergangenen Freitag. Gegenüber der Vorwoche beträgt der Aufschlag bereits +8,67 Euro pro 100 Liter. Verglichen mit dem Preisniveau vor einem Monat müssen Heizölkäufer derzeit durchschnittlich +9,26 Euro mehr bezahlen.
Langfristige Preisentwicklung
Trotz der jüngsten Preissteigerungen liegen die Heizölpreise weiterhin unter dem Niveau der Hochphase des Nahostkonflikts vor rund drei Monaten. Gegenüber diesem Zeitraum kostet Heizöl derzeit durchschnittlich -15,19 Euro pro 100 Liter weniger.
Im langfristigen Vergleich zeigt sich jedoch weiterhin ein deutlich höheres Preisniveau. Gegenüber Mitte Juli 2025 zahlen Verbraucher aktuell durchschnittlich +33,32 Euro mehr pro 100 Liter. Im Vergleich zu Juli 2024 beträgt der Preisaufschlag derzeit +27,53 Euro.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
Neue militärische Eskalationen im Persischen Golf
Mehrere Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus führten zuletzt zu Gegenangriffen der USA auf iranische Militäranlagen. Der Iran reagierte seinerseits mit Angriffen auf US-Stützpunkte sowie auf eine Ölanlage in Kuwait. Die Sicherheitslage in der Region bleibt äußerst angespannt.
Erneute Einschränkungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus
Die zunehmenden Spannungen bremsen den Tankerverkehr durch eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt erneut aus. Höhere Versicherungs- und Sicherheitskosten erhöhen den Preisdruck auf den internationalen Energiemärkten.
Russland verhängt Exportverbot für Diesel
Die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien und Energieanlagen haben die Kraftstoffversorgung in Russland erheblich belastet. Das angekündigte Exportverbot für Diesel verschärft insbesondere die Versorgungslage auf den internationalen Produktmärkten und stützt die Preise für Heizöl zusätzlich.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
USA wollen an Gesprächen mit dem Iran festhalten
Trotz der jüngsten militärischen Eskalationen hält Washington an einer Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran fest. Ein konkreter Termin für die nächste Gesprächsrunde steht zwar noch aus, die Aussicht auf weitere diplomatische Bemühungen dämpft jedoch die Sorge vor einer weiteren Eskalation und könnte die Ölpreise mittelfristig wieder entlasten.
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Stand: 14.07.2026, nächstes Update: 15.07.2026
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13.07.26
Nachdem die Spannungen rund um die Straße von Hormus in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen hatten, zeichnet sich nun zumindest diplomatisch eine leichte Entspannung ab. Die USA wollen trotz der jüngsten militärischen Auseinandersetzungen an den technischen Gesprächen und Friedensverhandlungen mit dem Iran festhalten. Diese Aussicht ließ die Ölpreise an den internationalen Börsen am Donnerstagabend spürbar nachgeben.
USA halten an Verhandlungen mit dem Iran fest
Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters sollen die technischen Gespräche zwischen Washington und Teheran trotz der jüngsten Eskalationen fortgesetzt werden. Einem saudischen Medienbericht zufolge könnte die nächste Gesprächsrunde am 18. Juli stattfinden. Offiziell bestätigt wurde dieser Termin bislang weder von den USA noch vom Iran. Auch alternative Verhandlungstermine wurden bisher nicht bekannt gegeben.
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Stand: 13.07.2026, nächstes Update: 14.07.2026
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Allein die Aussicht auf eine Fortsetzung der diplomatischen Gespräche sorgte an den Energiemärkten für Erleichterung. Sie signalisiert, dass Washington weiterhin auf eine politische Lösung setzt und eine dauerhafte Sicherung der Schifffahrt im Persischen Golf anstrebt.
Die Straße von Hormus bleibt dabei der zentrale Streitpunkt. Über die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman werden normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Entsprechend sensibel reagieren die Märkte auf jede Entwicklung in der Region.
Streit über die Zukunft der Schifffahrt bleibt bestehen
Auch im Falle weiterer Fortschritte bei den Verhandlungen bleibt die Frage offen, wie die Schifffahrt künftig geregelt werden soll. Der Iran hält weiterhin an seinem Anspruch fest, die vollständige Kontrolle über die Meerenge auszuüben und Gebühren für die Durchfahrt internationaler Schiffe zu erheben. Zahlreiche Staaten lehnen dieses Vorhaben unter Verweis auf das internationale Seerecht ab.
Der Oman verfolgt dagegen einen moderateren Ansatz. Nach Vorstellungen aus Maskat könnten künftig Servicegebühren erhoben werden, die beispielsweise Navigationshilfen, Leuchttürme oder Seenotrettungsdienste finanzieren sollen.
Damit bleibt die zukünftige Regelung des Schiffsverkehrs einer der wichtigsten Streitpunkte zwischen Washington und Teheran. Sollte der diplomatische Prozess fortgesetzt werden, dürfte dieses Thema einen zentralen Platz auf der Agenda einnehmen.
Heizöl zum Wochenende etwas günstiger
Die Signale aus Washington sorgten an den Ölbörsen für eine vorsichtige Entspannung und dämpften die Sorge vor weiteren Eskalationen im Nahen Osten. Entsprechend gaben die Notierungen für Rohöl und Ölprodukte leicht nach.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland bedeutet dies zum Wochenausklang leichte Preisabschläge von durchschnittlich -0,35 bis -0,95 Euro je 100 Liter Heizöl gegenüber Donnerstagvormittag. Trotz der aktuellen Entspannung bleibt die Marktlage jedoch fragil. Neue politische oder militärische Entwicklungen können die Preisrichtung jederzeit wieder verändern.
10.07.26
Der Mittwoch brachte gleich mehrere Entwicklungen, die den internationalen Energiemärkten spürbaren Auftrieb verliehen. Zum einen verschärften sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erneut, nachdem US-Präsident Donald Trump das Ende der bisherigen Waffenruhe verkündete. Zum anderen kündigte Russland ein Exportverbot für Diesel an und setzte damit den ohnehin angespannten Markt für Ölprodukte zusätzlich unter Druck. Die Folge waren deutliche Preisaufschläge an den Rohstoffbörsen, die sich auch heute am Heizölmarkt bemerkbar machen.
Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert weiter
Nachdem das US-Militär bereits am Dienstag zahlreiche iranische Militär- und Verteidigungsanlagen angegriffen hatte, wurden die Einsätze am Mittwoch fortgesetzt. Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit Gegenangriffen auf militärische Einrichtungen in Bahrain und Kuwait. Auslöser der jüngsten Eskalation waren mehrere Angriffe auf Handelsschiffe und Tanker vor der Küste Omans sowie in der Straße von Hormus.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, Ziel der Militäraktionen sei es, die Sicherheit und Freiheit der internationalen Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Die Lage auf der wichtigen Handelsroute bleibt jedoch äußerst angespannt.
Infolge der militärischen Auseinandersetzungen kam der Schiffsverkehr in der Meerenge zeitweise nahezu vollständig zum Erliegen. Die wenigen registrierten Frachtschiffe nutzten überwiegend die von iranischer Seite freigegebenen Routen entlang der Küste. Dort erhebt Teheran teilweise Transitgebühren und überwacht den Schiffsverkehr umfassend. Der bislang übliche freie Warenverkehr durch die Meerenge ist damit weiterhin stark eingeschränkt.
Russland kündigt Exportverbot für Diesel an
Zusätzlichen Preisdruck erzeugte die Ankündigung Russlands, die Ausfuhr von Diesel vorübergehend vollständig auszusetzen. Hintergrund sind die anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien, Tanklager und Energieinfrastruktur, die in den vergangenen Wochen erhebliche Produktions- und Versorgungsprobleme verursacht haben.
Ein Exportverbot für Benzin besteht bereits seit einiger Zeit. Mit der nun angekündigten Ausweitung auf Diesel verschärft sich insbesondere die Versorgungslage in Asien, wo zahlreiche Länder weiterhin stark auf russische Kraftstofflieferungen angewiesen sind. Das geringere Angebot ließ die Notierungen für Diesel und andere Raffinerieprodukte an den internationalen Börsen deutlich steigen.
Heizölpreise ziehen kräftig an
Die Kombination aus den verschärften Spannungen im Nahen Osten und den drohenden Angebotsausfällen bei russischen Ölprodukten sorgt derzeit für erheblichen Aufwärtsdruck an den Energiemärkten. Entsprechend müssen Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland heute mit deutlichen Preisaufschlägen von etwa +4,65 bis +6,15 Euro pro 100 Liter Heizöl gegenüber dem Vortag rechnen.
Angesichts der angespannten geopolitischen Lage bleibt die Preisentwicklung jedoch äußerst volatil. Weitere politische oder militärische Ereignisse können jederzeit zu spürbaren Richtungswechseln an den Öl- und Heizölmärkten führen.
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09.07.26
Die Ölbörsen reagierten am Dienstagabend mit deutlichen Ausschlägen auf Berichte über US-Luftangriffe gegen iranische Militärstellungen. Nach Angaben aus Washington richteten sich die Angriffe gegen Verteidigungsanlagen und Schnellboote der Iranischen Revolutionsgarde und waren eine Reaktion auf mehrere Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und vor der Küste Omans. Der Iran verurteilte das Vorgehen scharf und kündigte Gegenmaßnahmen an. Während die Rohöl- und Produktpreise zunächst deutlich anzogen, gaben insbesondere die Ölproduktnotierungen am Mittwochmorgen einen Teil ihrer Gewinne wieder ab.
USA bestätigen Angriffe auf iranische Militärinfrastruktur
Nach Angaben US-amerikanischer Medien wurden zwischen Montagabend und Dienstagnachmittag mindestens vier Handelsschiffe beim Passieren der Straße von Hormus und der angrenzenden Gewässer beschossen und teilweise schwer beschädigt. Der Iran hatte zuvor erklärt, die Sicherheit der Schifffahrt könne nur gewährleistet werden, wenn Schiffe die von Teheran vorgegebenen Routen entlang der iranischen Küste nutzen.
Als Reaktion darauf griff das US-Militär nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) mehr als 80 militärische Ziele im Iran an. Ziel der Angriffe waren unter anderem Luftverteidigungssysteme, militärische Einrichtungen sowie mehr als 60 Schnellboote der Iranischen Revolutionsgarde. Washington bezeichnete die Militärschläge als „unmittelbare Reaktion“ auf die Angriffe gegen die internationale Schifffahrt.
Parallel dazu hoben die USA eine erst vor wenigen Wochen eingeführte Sanktionsausnahme auf, die den Handel mit iranischem Rohöl und Erdölprodukten vorübergehend ermöglicht hatte.
Iran droht mit Gegenmaßnahmen
Die iranische Regierung bezeichnete die US-Angriffe als „eklatanten Akt der Aggression“ und kündigte eine „vernichtende Antwort“ an. Das Nachrichtenportal Axios berichtete zudem über Drohnenangriffe auf Bahrain. Auch Kuwait bestätigte, dass seine Luftverteidigung auf eingehende Drohnen und Raketen reagieren musste.
Die erneute Eskalation verstärkt die Sorgen über die Sicherheit der Ölexporte aus dem Nahen Osten. Ein erheblicher Teil der weltweiten Rohöllieferungen wird weiterhin über die Straße von Hormus transportiert, die vor Beginn der Krise täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl passierten. Sollte sich die Sicherheitslage weiter verschlechtern, könnten zusätzliche Einschränkungen im Schiffsverkehr das globale Angebot erneut belasten und die Ölpreise weiter stützen.
Heizöl nur leicht teurer
Obwohl die Ölpreise am Dienstagabend zeitweise kräftig anzogen, beruhigten sich die Notierungen für Ölprodukte im Verlauf der Nacht wieder deutlich. Dadurch fallen die Auswirkungen auf den deutschen Heizölmarkt bislang vergleichsweise moderat aus. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute mit Preisaufschlägen von etwa +0,25 bis +0,85 Euro pro 100 Liter Heizöl gegenüber Dienstagvormittag rechnen.
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt jedoch äußerst angespannt. Weitere militärische Zwischenfälle oder neue politische Entwicklungen könnten jederzeit zu deutlichen Schwankungen an den Energiemärkten führen.
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Stand: 09.07.2026, nächstes Update: 10.07.2026
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08.07.26
An den Ölmärkten bleibt die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus weiterhin das beherrschende Thema. Die Verbindung zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman zählt zu den wichtigsten Handelsrouten der Welt. Nachdem der Schiffsverkehr in der vergangenen Woche weitgehend störungsfrei verlief und das Frachtaufkommen kontinuierlich zunahm, sorgten Angriffe auf mehrere Handelsschiffe am Montagabend und Dienstag erneut für Verunsicherung. Die Ölpreise an den internationalen Börsen reagierten darauf mit leichten Aufschlägen.
Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus gemeldet
Nach Angaben des Nachrichtenportals Axios wurden am Montagabend zwei Handelsschiffe beim Passieren der Straße von Hormus südlich der iranischen Küste angegriffen. Der Iran bekannte sich bislang nicht zu den Vorfällen. Die Angriffe erhöhen jedoch den Druck auf die laufenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran, da beide Seiten im Rahmen ihrer bisherigen Vereinbarungen zugesichert hatten, die Sicherheit der Schifffahrt in der Meerenge zu gewährleisten.
Kurz darauf meldete auch die britische Seesicherheitsbehörde UKMTO einen Angriff auf einen Öltanker vor der Küste Omans. Auch in diesem Fall ist die Verantwortlichkeit bislang ungeklärt, westliche Beobachter halten jedoch eine Beteiligung Irans für wahrscheinlich. Die Vorfälle verdeutlichen, dass der Schiffsverkehr zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman trotz der jüngsten politischen Annäherungen weiterhin erheblichen Risiken ausgesetzt ist.
Eine offizielle Stellungnahme der US-Regierung zu den Angriffen liegt bislang nicht vor. Anders als bei vergleichbaren Vorfällen in den vergangenen Wochen wurden bislang auch keine militärischen Gegenmaßnahmen angekündigt. Zwar bezeichneten beide Seiten die zuletzt geführten Gespräche weiterhin als konstruktiv, die jüngsten Zwischenfälle zeigen jedoch, wie fragil die Lage in der Region bleibt. Entsprechend hoch bleiben auch Versicherungs- und Risikoaufschläge für den Schiffsverkehr durch die Meerenge, was die Ölpreise zusätzlich stützt.
Heizöl erneut etwas teurer
Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten sowie die weiterhin angespannte Versorgungslage bei Ölprodukten – insbesondere im asiatischen Raum – sorgten zuletzt für leichte Preisaufschläge an den internationalen Produktbörsen. Davon sind auch die Heizölpreise in Deutschland betroffen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen deshalb heute im Vergleich zu Montag mit Aufschlägen von etwa +1,95 bis +2,95 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen.
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07.07.26
Die Preisstatistik zeigt derzeit ein zweigeteiltes Bild: Während sich die Rohölpreise an den internationalen Börsen in den vergangenen Wochen deutlich von den Höchstständen des Frühjahrs entfernt haben, bleiben Ölprodukte wie Heizöl vergleichsweise teuer. Hintergrund sind weiterhin bestehende Engpässe in der Produktversorgung sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten rund um die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die angespannte Versorgungslage bei Ölprodukten sorgt weiterhin für Aufwärtsdruck auf die Heizölpreise. Im bundesweiten Durchschnitt zahlen Verbraucher aktuell rund +2,29 Euro pro 100 Liter mehr als noch am vergangenen Freitag und +4,20 Euro mehr als vor einer Woche. Im Monatsvergleich zeigt sich jedoch weiterhin eine Entspannung: Gegenüber Anfang Juni liegt der Heizölpreis derzeit durchschnittlich -6,07 Euro pro 100 Liter niedriger.
Langfristige Preisentwicklung
Besonders deutlich wird die Preisentwicklung im Vergleich zum Höhepunkt des USA-Iran-Israel-Konflikts vor rund drei Monaten. Seitdem ist der durchschnittliche Heizölpreis um -45,80 Euro pro 100 Liter gefallen. Im historischen Vergleich bleibt das Preisniveau jedoch erhöht: Gegenüber Juli 2025 zahlen Heizölkunden aktuell +26,13 Euro, gegenüber Juli 2024 +16,90 Euro mehr.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
Unsichere Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran
Die Gespräche über eine dauerhafte Regelung für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus verlaufen weiterhin ohne klare Ergebnisse. Die politische Unsicherheit sorgt an den Energiemärkten für Zurückhaltung und unterstützt das Preisniveau.
Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Ölanlagen fort. Dadurch bleiben insbesondere die Exporte von Diesel und anderen Ölprodukten eingeschränkt, was die Versorgung am Weltmarkt belastet.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
Steigende Ölexporte aus dem Nahen Osten
Mit der schrittweisen Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus nehmen die Exporte kontinuierlich zu. Gleichzeitig löst sich der Tankerstau im Persischen Golf zunehmend auf.
Erwartetes Überangebot am Rohölmarkt
Zahlreiche Marktanalysten rechnen für die kommenden Monate mit einem steigenden Ölangebot. Die Kombination aus zunehmender Produktion und einer verhaltenen Nachfrage – insbesondere aus China – könnte die Rohölpreise weiter unter Druck setzen und mittelfristig auch Heizöl verbilligen.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Litern Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 % Mehrwertsteuer. Regionale Preisabweichungen sind aufgrund unterschiedlicher Transportkosten möglich. Preisstand: 06.07.2026.
1 USD = 0,8743€
Stand: 07.07.2026, nächstes Update: 08.07.2026
Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.
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