Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise gestiegen

25.04.19

Nachdem die Notierungen für Roh- und Heizöl im Zuge der Veröffentlichung der aktuellen US-Rohöllagerbestandsdaten gestern kurzzeitig unter Druck gerieten, konnten sie sich im asiatischen Handel wieder etwas erholen und präsentieren sich am heutigen Morgen mit leichten Zugewinnen.

Am frühen Donnerstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 66,86 €. Das sind gut 70 Cent mehr als am Mittwochmorgen. Heizöl steigt nur marginal und kostet aktuell 49,74 € pro 100 Liter.

Die Entwicklung der US-Rohöllagerbestände konnte die Ölpreise gestern nur kurzzeitig belasten. Nach der Veröffentlichung der aktuellen US-Bestandszahlen gaben die Notierungen kurzzeitig nach, knüpften im asiatischen Handel aber wieder an die jüngste Aufwärtsbewegung an. Wie das US-Energieministerium (EIA) am Mittwochnachmittag meldete, waren die Rohölbestände in den USA im Vergleich zur Vorwoche um rund 5,48 Mio. Barrel angewachsen. Experten waren lediglich von einem Zuwachs um rund 1,25 Mio. Barrel ausgegangen. Gleichzeitig sind aber die Benzinbestände um rund 2,13 Mio. Barrel und die Destillatbestände um knapp 660.000 Barrel gesunken. Dies spricht für eine solide Nachfrage und sorgt in der Regel für steigende Ölpreise. Aktuell profitieren die Wertstellungen für Rohöl von den Sorgen einer möglichen Angebotsverknappung auf dem Weltmarkt. Wenn ab Anfang Mai die US-Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie in vollem Umfang greifen und keine Ausnahmen für Ölimporte aus dem Iran mehr gestattet sind, könnte die weltweite Versorgung spürbar unter Druck geraten. Derzeit weiß niemand genau, ob Saudi-Arabien und die restlichen OPEC-Mitgliedstaaten den Wegfall der iranischen Lieferungen nahtlos kompensieren können. Somit dürfte der Auftrieb am Markt noch etwas erhalten bleiben. Grund zur Vorsicht bleibt allerdings geboten, da eine mögliche Anhebung der OPEC-Förderquote und kurzfristige Gewinnmitnahmen die Ölpreise in den nächsten Tagen durchaus belasten könnten.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl bestätigen hohes Niveau

24.04.19

Die Ölpreise haben im Verlauf des Dienstags die neuen Höchststände bestätigen und zeitweise sogar noch ausbauen können. Aktuell liegen sie jedoch etwas unter dem Stand von gestern Morgen.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Mittwochmorgen gut 66,14 €. Das sind etwa 10 Cent weniger als gestern. Heizöl gewinnt dagegen leicht hinzu und kostet zur Stunde 49,70 € pro 100 Liter.

Sofern der amtierende US-Präsident Donald Trump tatsächlich um niedrige Ölpreise bemüht ist, stellt sich die Frage, welche Strategie er auf dem Weg dorthin verfolgt. Die Entscheidung zur Ausweitung der US-Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie hat vorerst jedenfalls nicht dazu beigetragen. Vielmehr übersprangen die Wertstellungen am Montag die Widerstandsmarke von 72,00 US-Dollar und kratzen nun an der 75iger Marke. Mittelfristig könnte er davon ausgehen, dass mit dem Wegfall der iranischen Zulieferungen auch ein Ende der Kürzungsvereinbarungen der OPEC und ihrer Verbündeten einhergehen wird. Insbesondere Russland hatte sich auf dem letzten Treffen eher zurückhaltend über eine Verlängerung der Vereinbarung über den 30. Juni hinaus geäußert. Allerdings war die Angebotslage auf dem Weltmarkt aufgrund der Krisen in Venezuela und in Libyen auch vor der Entscheidung vom Montag bereits angespannt und die Zusicherungen Saudi-Arabiens, den Markt auch nach dem 02. Mai ausreichend mit Rohöl versorgen zu können, muss zunächst bewiesen werden. Derzeit halten die Ölpreise ihre jüngsten Höchststände und ausreichend Aufwärtspotential scheint vorhanden. Für etwas Druck dürften die aktuellen Prognosen des privaten American Petroleum Institute (API) von gestern Abend sorgen. Das API hatte gemeldet, dass die US-Rohölreserven im Vergleich zur Vorwoche um 6,90 Mio. Barrel angewachsen sind. Die offiziellen Zahlen werden am Nachmittag vom US-Energieministerium (EIA) bekanntgegeben. Hier dürfte der Fokus von Händlern und Anlegern vor allem auf die aktuelle Förderquote der US-Ölindustrie gerichtet sein.


Heizöl-Info • Roh- und Heizöl sprunghaft gestiegen

23.04.19

Im Zuge der Entscheidung der US-Regierung, ab Mai keine Ausnahmeregelungen für Importe iranischen Rohöls mehr zu gestatten, sind die Ölpreise am Montag explosionsartig angestiegen.

Im frühen Handel am Dienstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 66,25 €. Das sind gut 2,90 € mehr als am Donnerstagmorgen. Heizöl legt gut 1,20 € zu und kostet aktuell 49,56 € pro 100 Liter.

Die Sorgen vor einer sukzessiv wachsenden Überversorgung des Marktes vom Anfang dieses Jahres haben sich schlagartig in Versorgungsängste gewandelt und die Ölpreise deutlich angetrieben. Wie das Weiße Haus am Montag mitteilte, werden die Ausnahmeregelungen für die Einfuhr iranischen Rohöls, die bisher für Italien, Griechenland, China, Indien, Japan, Südkorea, Taiwan und die Türkei galten, ab 02. Mai außer Kraft gesetzt. Sollten diese Länder nach diesem Stichtag Rohöl aus dem Iran importieren, drohen empfindliche Strafmaßnahmen seitens der USA. Vor dem Hintergrund des zuletzt ohnehin sinkenden Weltmarktangebots aufgrund der OPEC-Förderkürzungen und verschiedener politisch und wirtschaftlich bedingter Produktionsausfälle in wichtigen Förderregionen treibt diese Meldung die Ölpreisspirale kräftig an. Saudi-Arabien hat zwar nach Medienberichten eine stabile Versorgung des Rohölmarktes auch nach dem 02. Mai bereits zugesichert, die tatsächliche Umsetzung dürfte sich aufgrund der kurzen Frist und der Tatsache, dass sich mit China und Japan zwei Großabnehmer für Rohöl unter den betroffenen Staaten befinden, eher schwierig gestalten. In den kommenden Handelstagen wird sich also erst zeigen müssen, ob diese Zusicherung Bestand haben kann. Am heutigen Abend werden die aktuellen Prognosen zur US-Rohölbestandsentwicklung seitens des American Petroleum Institute (API) erwartet, die heute allerdings kaum größeren Einfluss auf die Wettstellungen haben dürften. Allerdings könnten die offiziellen Daten des US-Energieministeriums (EIA) und insbesondere die aktuelle US-Förderquote einen weiteren Fingerzeig bedeuten. Die Förderbeschränkungen der OPEC und ihrer Verbündeten dürften ab Ende Juni allerdings vorerst ausgesetzt werden.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl wieder etwas leichter

18.04.19

Die Ölpreise haben nach einem starken Auftakt im Mittwochshandel ihre frühen Gewinne gegen Abend wieder abgegeben. Insgesamt halten sie aber ihr aktuell hohes Preisniveau.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Donnerstagmorgen rund 63,36 €. Das sind gut 30 Cent weniger als gestern Morgen. Heizöl gibt knapp 40 Cent ab und kostet aktuell 48,39 € pro 100 Liter.

Die Ölpreise wurden gestern vor allem durch die positiven Konjunkturdaten aus China unterstützt und befeuert. Mit einem offiziell bestätigten Wirtschaftswachstum von 6,40 Prozent im ersten Quartal 2019 wurde trotz des schwelenden Handelsstreites mit den USA der Wert vom letzten Quartal 2018 erreicht. Insbesondere sorgten die robusten Nachfragewerte für Rohöl und Rohölprodukte für Auftrieb. Zusätzlich wurden die Notierungen durch die Prognosen des privaten American Petroleum Institute (API) angetrieben, das am Dienstagabend einen Rückgang der US-Lagerbestände an Rohöl um rund 3,10 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche vorhersagte. Dieser Wert konnte durch das US-Energieministerium (EIA) gestern Nachmittag zwar nicht offiziell bestätigt werden, mit einem Rückgang der Reserven um rund 1,39 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche fielen die Zahlen aber dennoch besser aus, als von den meisten Analysten erwartet wurde. Diese hatten vielmehr mit einem deutlichen Zuwachs der US-Rohölreserven gerechnet. Positiv fielen auch die Bestandszahlen an Benzin, Heizöl und Diesel aus. So sind die Benzinvorräte in den USA um gut 1,17 Mio. Barrel und die Destillatbestände um rund 360.000 Barrel abgeschmolzen. Es wäre demnach recht verwunderlich, wenn die Notierungen im Laufe des Handelstages nicht mit weiteren Preisanstiegen darauf reagierten. Aktuell herrscht wenig Bewegung am Markt, dies dürfte sich jedoch bis Handelsschluss noch ändern. Das momentane Preisniveau scheint vor dem Osterwochenende aber in jedem Fall ausreichend unterstützt.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise mit deutlichen Zugewinnen

17.04.19

Nach einem eher ruhigen Handelstag mit anfänglich nur wenig Veränderungen haben die Ölpreise zum Abend zulegen können und starten mit kräftigen Zugewinnen in den Mittwoch.

Im frühen Handel am Mittwochmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent gut 63,70 €. Das ist etwa 1,00 € mehr als gestern. Heizöl legt ebenfalls deutlich zu und kostet zur Stunde 48,82 € pro 100 Liter.

In Erwartung eines deutlich steigenden Rohölbestandes in den USA hatten die Ölpreise seit Anfang der Woche etwas an Schwung verloren und mussten teils größere Verluste einstecken. Doch die sogenannte „Verschnaufpause“ scheint erneut beendet. Als Ursache für die deutlichen Zuwächse am heutigen Morgen dürften vor allem die jüngsten Prognosen des privaten American Petroleum Institute (API) herangezogen werden. Entgegen aller Erwartungen hatte das API gestern Abend einen verhältnismäßig starken Rückgang der US-Rohölreserven prognostiziert. Laut vorgelegter Daten rechnet man aktuell mit einem Rückgang der Bestände um 3,10 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche. Analysten gingen bisher von einem deutlichen Zuwachs der Lagerbestände aus. Ob diese Zahlen heute Nachmittag durch die Energy Information Administration (EIA), einem Teilressort des US-Energieministeriums, offiziell bestätigt werden können, bleibt allerdings offen. Neben den überraschenden Prognosen zur US-Bestandsentwicklung dürften aber auch die erneut positiven Konjunkturdaten aus China für Auftrieb gesorgt haben. Trotz des bestehenden Handelsstreites zwischen Washington und Peking hielt sich das chinesische Wirtschaftswachstum mit einem Plus von 6,40 Prozent auch im ersten Quartal 2019 relativ stabil. Marktbeobachter gehen nun allerdings davon aus, dass die konjunkturstützenden Maßnahmen der chinesischen Regierung, welche diese Wachstumszahlen unterstützt und befördert haben dürften, eingestellt werden könnten, weshalb sich der Auftrieb in Grenzen hält. Bis zum Nachmittag sollte sich das Ölpreisniveau vorerst halten können. Neue Impulse sollten dann durch die offiziellen Bestandszahlen des US-Energieministeriums in den Handel kommen.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise schwächeln

16.04.19

Die Notierungen für Roh- und Heizöl haben zum Wochenauftakt weiter nachgegeben und ihre Verluste vom Morgen ausgebaut. Analysten sehen die Ursache vor allem in der gestiegenen Anzahl der aktiven US-Bohrstellen und einem hohen Fördervolumen der US-Ölindustrie.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Dienstagmorgen rund 62,73 €. Das sind knapp 30 Cent weniger als am Montagmorgen. Heizöl gibt rund 20 Cent nach und kostet aktuell 47,90 € pro 100 Liter.

Ob Verschnaufpause oder Rücksetzer aufgrund negativer US-Daten vom Freitag; so ganz sind die Verluste aus dem Montagshandel nicht zu verstehen. Das derzeit sinkende Angebot und eine Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Krisen in wichtigen Förderregionen sollte die Ölpreise eigentlich antreiben. Stattdessen agieren Händler und Anleger eher vorsichtig und die Ölpreise schaffen den Sprung über die nächste Widerstandsmarke bei 72,00 US-Dollar nicht. Ursachen für die zögerlichen Reaktionen des Marktes könnten in fehlenden Antworten auf wichtige Fragen – etwa zur zukünftigen Ölförderung des OPEC-Kartells, zur Entwicklung des schwelenden Handelsstreites zwischen China und den USA sowie zur konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft – begründet sein. Fakt ist, die Ölpreise schwächeln derzeit und sind bemüht, das Preisniveau der vergangenen Tage zu behaupten. Am heutigen Abend werden die jüngsten Prognosen zur Entwicklung der US-Rohölreserven seitens des American Petroleum Institute (API) erwartet. Aktuell geht man allgemein von einem weiteren Zuwachs der Bestände aus, entscheidend für die Bewegungsrichtung der Notierungen dürfte allerdings der genaue Umfang des Zuwachses sein. Darüber hinaus wird auch die aktuelle Förderquote der US-Ölindustrie eine gewichtige Rolle spielen. Insofern könnte der Handel bis zum Abend eher impulsarm verlaufen. Weitere Verluste sind aber durchaus im Rahmen des Möglichen. Am Mittwochnachmittag stehen dann die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums (EIA) an, welche größeren Einfluss auf den weiteren Wochenverlauf haben dürften.


Heizöl-Info • Rohölpreise mit leichten Zuwächsen, Heizölpreise gefallen

15.04.19

Die Rohölpreise konnten im Verlauf des Freitags wieder etwas zulegen und starten mit leichten Zugewinnen in die neue Handelswoche. Die Heizölpreise geben dagegen marginal nach.

Zum Wochenstart am Montagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent gut 63,08 €. Das sind etwa 10 Cent mehr als am Freitag. Heizöl gibt knapp 30 Cent nach und kostet aktuell 48,13 € pro 100 Liter.

Gestützt von einer weiterhin knappen Angebotslage auf dem Weltmarkt haben die Ölpreise im Verlauf des Freitagshandels wieder leicht zulegen können. Größere Zugewinne waren allerdings nicht zu verzeichnen und die Notierungen bestätigen vielmehr das aktuelle Ölpreisniveau. Neben der stärkeren Reduzierung der OPEC-Rohölförderung sorgen vor allem die Krisen in Venezuela, im Iran und in Libyen für gewisse Versorgungsängste und halten die Preise auf hohem Niveau. In Venezuela ist die tägliche Produktion im Zuge von Stromausfällen und US-Sanktionen auf nur noch rund 870.000 Barrel pro Tag gefallen. Die Auswirkungen des entflammten Bürgerkriegs in Libyen sind unterdessen noch nicht abzuschätzen. Die positiven Konjunkturdaten aus China konnten die Ölpreise bisher nicht beflügeln. Vielmehr sorgte der leichte Zuwachs der aktiven US-Bohrstellen für etwas Druck auf die Wertstellungen. Baker Hughes hatte am Freitag einen Anstieg der aktiven US-Anlagen von 831 auf 833 Bohrstellen gemeldet. Zum Wochenauftakt könnte die recht gute Stimmung an den Finanzmärkten die Ölpreise eventuell noch etwas antreiben. Generell dürften die Händler und Anleger aber auf die morgen anstehenden Prognosen zur Rohölbestandsentwicklung in den USA warten.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl gefallen

12.04.19

Die Aufwärtsbewegung der Ölpreise ist im Verlauf des Donnerstags erneut ins Stocken geraten und die Noteirungen verzeichnen zum Freitagmorgen leichte Rücksetzer.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Morgen rund 62,99 €. Das sind knapp 40 Cent weniger als im frühen Handel am Donnerstag. Heizöl gibt etwa 20 Cent nach und kostet aktuell 48,46 € pro 100 Liter.

Offensichtlich glauben die Händler und Anleger noch nicht an einen nächsten Aufwärtsschub der Ölpreise und zeigen sich weiterhin verhalten. Nachdem die Notierungen für Rohöl der Sorte Brent zuletzt knapp unterhalb der 72,00 Dollar-Widerstandsmarke kratzten, schafften sie den Durchbruch schließlich nicht. Aufgrund mehrerer politischer und wirtschaftlicher Krisen in wichtigen Förderregionen wie Venezuela, Iran und Libyen sowie aufgrund einer überaus disziplinierten Umsetzung der Förderkürzungsvereinbarung seitens der OPEC wachsen am Markt gewisse Angebots- und Liefersorgen, was die Ölpreise in den vergangenen Tagen sukzessiv antrieb und weiter antreiben dürfte. Vor diesem Hintergrund hatten die klaren Zuwächse der US-Rohölreserven zunächst kaum Einfluss auf die Wertstellungen genommen. Zum gestrigen Nachmittag drehte die Stimmung jedoch und die Ölpreise gaben gegen Handelsschluss sogar nach. Neben den US-Zuwachsmeldungen dürften die Rücksetzer auf die jüngsten Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzuführen sein. Dieser hatte auf seiner Frühjahrtagung vor hohen Risiken für die Wirtschaft gewarnt und ein schwächelndes Wirtschaftswachstum vorhergesagt. Insgesamt halten sich die gegenläufigen Marktimpulse jedoch die Waage, weshalb vor dem Wochenende eher von einer Konsolidierung der Ölpreise auf aktuellem Niveau auszugehen ist. Zum Abend stehen die aktuellen Daten zur Anzahl der aktiven US-Förderstellen seitens des Ausrüsters Baker Hughes an. Ob diese die Wertstellungen nochmals beeinflussen können, ist allerdings fraglich.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise legen wieder zu

11.04.19

Ein knappes Angebot auf dem Rohölmarkt und verschiedene, sich zuspitzende politische Krisen in wichtigen Förderregionen sorgen für weiteren Auftrieb der Roh- und Heizölpreise.

Am Donnerstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent gut 63,42 €. Das sind knapp 60 Cent mehr als im gestrigen Vergleichszeitraum. Heizöl legt rund 40 Cent zu und kostet aktuell 48,71 € pro 100 Liter.

Die zwischenzeitliche Flaute am Rohölmarkt scheint nur von kurzer Dauer gewesen zu sein und die Ölpreise setzen ihre Aufwärtsbewegung der letzten Tage und Wochen vorerst weiter fort. Derzeit wirkt vor allem die innenpolitische Krise in Libyen preistreibend. Seit Montag kämpfen Truppen der international anerkannten Übergangsregierung um Ministerpräsident Fajes Al-Sarradsch gegen die Kräfte des abtrünnigen Generals Khalifa Haftar um die Hauptstadt Tripolis, was die zuletzt wieder anlaufende libysche Ölproduktion erneut ins Stocken kommen lässt und die Sorgen vor einer zunehmenden Angebotsverknappung auf dem Weltmarkt verschärft. Darüber hinaus zeichnet sich auch eine weitere Zuspitzung des USA-Iran-Konfliktes ab und die politische und wirtschaftliche Krise Venezuelas trägt ebenfalls zur jüngsten Rally der Notierungen bei. Vor diesem Hintergrund hatten die Meldungen des US-Energieministeriums (EIA) zur Rohölbestandsentwicklung in den USA von gestern Nachmittag kaum Einfluss auf die Wertstellungen. Wie die EIA gestern mitteilte, sind die US-Lagerbestände an Rohöl im Vergleich zur Vorwoche zwar um rund 7,03 Mio. Barrel angewachsen, gleichzeitig sind aber auch die Benzinvorräte um rund 7,70 Mio. Barrel zurückgegangen, was traditionell positiv aufgenommen wird und die Zuwachsmeldungen relativiert. Zusätzlichen Antrieb erhalten die Ölpreise vom jüngsten Monatsbericht der OPEC. Demnach ist die tägliche Förderung der OPEC-Mitglieder im Monat März um weitere 534.000 Barrel zurückgegangen und liegt nun bei etwa 30,20 Mio. Barrel pro Tag. Einen Großteil der neuerlichen Produktionskürzungen trug mit ca. 324.000 Barrel Saudi-Arabien. Somit bewegt sich der Markt langsam, aber beständig in Richtung Gleichgewicht. Welchen Weg die Ölpreise einschlagen werden, bleibt aber vorerst offen. Die magische 70,00 Dollar-Marke ist durchbrochen und wird derzeit solide gehalten. Durchbrechen die Notierungen die nächste Widerstandsmarke von 72,00 Dollar, könnte es sprunghaft in Richtung 75,00 Dollar gehen.


Heizöl-Info • Rohölpreise mit leichten Rücksetzern, Heizöl legt etwas zu

10.04.19

Nach einem eher mageren Handelstag am gestrigen Dienstag, der anfangs nur wenig Veränderung brachte, haben die Ölpreise zum Nachmittag nachgegeben.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am frühen Mittwochmorgen rund 62,84 €. Das sind gut 20 Cent weniger als gestern Morgen. Heizöl kann etwas zulegen und kostet aktuell 48,30 € pro 100 Liter.

Die Ölpreise konnten im Verlauf des Dienstag nicht weiter an die Aufwärtsbewegung der letzten Handelstage anknüpfen. Nach einem schleppenden Auftakt gaben die Notierungen zum Nachmittag nach. Aufgrund der aktuellen Angebotsverknappung auf dem Weltmarkt waren die Wertstellungen für Roh- und Heizöl seit Mitte letzter Woche sukzessiv angestiegen und erreichten zwischenzeitlich ein neues Fünfmonatshoch. Die aktuellen Rücksetzer dürften vor allem auf Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zurückzuführen sein, der sich mit Zufriedenheit über das aktuelle Ölpreisniveau äußerte und die Frage einer möglichen Verlängerung der Produktionskürzungen Russlands weiterhin offen ließ. Darüber hinaus dürften auch die jüngsten Prognosen des privaten American Petroleum Institute (API) zur Vorsicht gemahnt haben. Wie das API gestern Abend meldete, gehe man derzeit von einem Zuwachs der US-Rohölbestände um etwa 4,10 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche aus. Dies könnte ein erstes Vorzeichen für eine deutliche Anhebung der US-Rohölproduktion sein, was die Ölpreise durchaus belasten würde. Heute Nachmittag werden die offiziellen Daten des US-Energieministeriums (EIA) erwartet. Von einem Anstieg der US-Reserven ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen, entscheidend wird vielmehr die momentane Förderquote sein. Insgesamt scheinen die Ölpreise aufgrund der vielen Angebotsrisiken jedoch gut untermauert. Neben den innenpolitischen Krisen in Venezuela und Libyen zeichnet sich derzeit eine weitere Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ab. Somit könnte es in den nächsten Tagen durchaus zu größeren Lieferschwierigkeiten und Angebotsverknappungen kommen. Zur Stunde steigen die Rohölpreise bereits wieder.



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