Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl halten Gewinne vom Vortag

06.12.19

Neue Hoffnungen auf eine mögliche Ausweitung der OPEC-Kürzungsvereinbarung haben den Notierungen wichtige Unterstützung gegeben und für weitere Preiszuwächse gesorgt.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Freitagmorgen 56,95 €. Das sind gut 10 Cent mehr als im gestrigen Vergleichszeitraum. Heizöl baut ebenfalls nochmals leicht aus und kostet aktuell 45,92 € pro 100 Liter.

Nach mehreren skeptischen Aussagen verschiedener Vertreter des OPEC-Plus Bündnisses im Vorfeld der gestern begonnenen OPEC-Jahreskonferenz zeichnet sich nun gegebenenfalls doch eine Ausweitung der bestehenden Förderkürzungen des Kartells ab. Laut Medienberichten haben sich die Vertreter der 14 OPEC-Mitgliedstaaten nach einer zähen sechsstündigen Verhandlungsrunde auf eine gemeinsame Strategie geeinigt, die allerdings vorerst geheim gehalten und heute mit den Vertretern der 10 Bündnispartner diskutiert werden soll. Spekuliert wird auf eine Ausweitung der Produktionsdrosselung um weitere 500.000 Barrel pro Tag, was am Ölmarkt zunächst für spürbare Zuversicht sorgt. Allerdings warnen mehrere Marktexperten bereits jetzt, dass der genannte Kürzungsumfang zu gering sein dürfte, um den Rohölmarkt zu stabilisieren und im Gleichgewicht zu halten. Vielmehr müsse man davon ausgehen, dass die Nachfrage nach OPEC-Rohöl im ersten Halbjahr 2020 lediglich gegen 28,30 Mio. Barrel pro Tag tendiert, die tägliche Produktion aber aktuell schon bei ca. 29,70 Mio. Barrel pro Tag liegt. Demnach wäre eine zusätzliche Kürzung um mindestens 1,00 Mio. Barrel pro Tag notwendig, um eine nächste drohende Überversorgung und folglich sinkende Notierungen abzuwenden. Problematisch könnten sich hier vor allem die sehr verschiedenen Interessen der Bündnispartner erweisen. Während Russland bei aktuellem Preisniveau wohl wirtschaftlich und gewinnbringend produzieren kann, trifft dies auf andere, kleinere Mitgliedstaaten eher weniger zu. Auch Saudi-Arabien dürfte ein eher höheres Interesse an steigenden Notierungen und demnach an einer Ausweitung der Produktionsdrosselungen haben als etwa Russland, da nahezu der gesamte Staatshaushalt vom Rohölverkauf abhängig ist. Insofern gilt es, den heutigen Verhandlungstag abzuwarten und auf konkrete Ergebnisse zu hoffen. Die Preisentwicklung könnte sich im weiteren Tagesverlauf also sehr volatil gestalten. Darüber hinaus drohen bei aktuellem Preisniveau natürlich auch Gewinnmitnahmen spekulativer Anleger.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise im Aufwind

05.12.19

Überraschend deutlich gesunkene US-Rohölbestände sowie nächste Meldungen einer weiteren Annäherung zwischen den USA und China haben den Ölpreisen im gestrigen Tagesverlauf spürbaren Auftrieb gegeben.

Im frühen Handel am Donnerstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent 56,79 €. Das sind rund 1,40 € mehr als gestern. Heizöl legt gut 70 Cent zu und kostet aktuell 45,76 € pro 100 Liter.

Zunächst wurde der Mittwochshandel erneut durch Gerüchte eines insgesamt positiven Verhandlungsverlaufs zwischen China und den USA angetrieben. Am Dienstag hatten Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump die Kursentwicklung noch belastet, weil für ihn eine baldige Einigung im laufenden Handelsstreit noch nicht absehbar wäre und er die Entscheidung Chinas, mit einem Teilabkommen gegebenenfalls bis nach den kommenden US-Präsidentschaftswahlen zu warten, sogar begrüße. Gestern hieß es aus informierten Kreisen, dass Trumps Aussagen nicht derart zu verstehen seien, als würden die Verhandlungen feststecken. Vielmehr sei man auf einem guten Weg der Annäherung. Dies schürte vage Hoffnungen und trieb die Preise leicht an. Darüber hinaus hatte das US-Energieministerium (EIA) im weiteren Tagesverlauf einen überraschend klaren Rückgang der US-Rohölreserven gemeldet. Laut vorgelegter Zahlen sind die Bestände im Vergleich zur Vorwoche um rund 4,86 Mio. Barrel abgeschmolzen. Gleichfalls sind jedoch die US-Benzinreserven um gut 3,39 Mio. Barrel gestiegen und die Destillate Heizöl und Diesel verzeichnen einen Zuwachs um rund 3,06 Mio. Barrel. Besonderes Augenmerk dürfte heute aber auf die beginnende Jahreskonferenz der OPEC-Staaten und ihrer Verbündeten gerichtet sein. Bislang spekuliert man am Markt eher auf eine bloße Verlängerung der geltenden Kürzungsvereinbarung. Allerdings gab es im Vorfeld auch vereinzelte Äußerungen seitens hochrangiger OPEC-Vertreter, die eine mögliche Ausweitung der bestehenden Vereinbarung in Betracht zogen. Dies wäre nach Einschätzung mehrerer Marktanalysten sogar der einzige Schritt, den Ölmarkt wieder zu festigen und eine kommende Überversorgung abzuwenden. Russland gilt hier wohl als größter Widersacher. Insofern könnte es in den nächsten beiden Tagen also überaus spannend und turbulent am Ölmarkt zugehen.


Heizöl-Info • Rohölpreise wieder leicht gestiegen, Heizöl bleibt nahezu unverändert

04.12.19

Die Rohölpreise haben im Verlauf des Dienstagshandels wieder etwas zulegen können. Heizöl kann dagegen kaum dazugewinnen und bleibt im frühen Handel zunächst unverändert.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Mittwochmorgen rund 55,36 €. Das sind knapp 20 Cent mehr als am Dienstag. Heizöl bleibt unverändert und kostet am Morgen 45,08 € pro 100 Liter.

Neuerliche Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump zum aktuellen Stand der Verhandlungen mit China haben vorerst keinen Einfluss auf die Ölpreise ausgeübt. Trump hatte geäußert, dass er es nicht eilig habe, einen Deal mit China zu schließen, und in gewisser Hinsicht auch den Entschluss Pekings begrüße, das am Markt erhoffte Teilabkommen gegebenenfalls erst nach den US-Präsidentschaftswahlen zu verabschieden. Der Fokus der Marktteilnehmer ist derzeit vor allem auf die anstehende OPEC-Jahreskonferenz gerichtet, die ab morgen in Wien beginnen wird. Experten rechnen aktuell kaum mit einer im Raume stehenden Ausweitung der OPEC-Förderkürzungen. Vielmehr gehe man von einer Fortsetzung der derzeit gültigen Vereinbarung aus. Ein solcher Schritt dürfte den Druck auf die Ölpreise noch erhöhen, da selbst bei einer bloßen Verlängerung der OPEC-Kürzungsvereinbarung eine neuerliche Überversorgung des Marktes drohe. Die zukünftige Preisentwicklung am Rohölmarkt wird also von den konkreten Entscheidungen der OPEC- und OPEC-Plus-Vertreter abhängen. Unterdessen hat das private American Petroleum Institute (API) eher versöhnliche Zahlen zur Rohölbestandsentwicklung in den USA vorgelegt. Demnach gehe man derzeit von einem recht deutlichen Abbau der Reserven um rund 3,72 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche aus. Die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums (EIA) werden am heutigen Nachmittag erwartet. Eine Bestätigung des Rückgangs durch die EIA dürfte den Notierungen wichtige Unterstützung bieten und eventuell sogar für Auftrieb sorgen. Größere Reaktionen des Marktes auf die jüngsten API-Prognosen sind zur Stunden aber noch nicht zu verzeichnen.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise weiter unter Druck

03.12.19

Nachdem die Ölpreise zum Wochenauftakt mit teils starken Rücksetzern in den Handel gingen, besserte sich die Stimmung im weiteren Tagesverlauf leicht und ein Teil Verluste konnte aufgeholt werden. Am heutigen Morgen ist jedoch ein nächstes Minus zu verzeichnen.

Im frühen Handel am Dienstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent gut 55,19 €. Das sind etwa 30 Cent weniger als gestern. Heizöl verliert ebenfalls weiter und kostet zur Stunde 45,07 € pro 100 Liter.

Bislang beherrschte das Auf und Ab im laufenden Handelsstreit zwischen China und den USA die Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt, nun scheinen Spekulationen über die nächsten Schritte des OPEC-Plus-Bündnisses zur weiteren Förderpolitik diesen Part zu übernehmen. Am Freitag waren die Notierungen vor allem aufgrund wachsender Skepsis hinsichtlich der am Markt erhofften Ausweitung bzw. Fortsetzung der bestehenden Förderkürzungen eingebrochen, gestern sorgten vage Äußerungen des irakischen Ölministers Thamir Abbas Ghadban für eine gegenteilige Stimmung. Dieser hatte im Vorfeld der ab Donnerstag anstehenden Jahreskonferenz des Kartells und seiner Verbündeten eine mögliche Ausweitung der Produktionsdrosselungen um ca. 400.000 Barrel pro Tag in den Raum gestellt, was die Ölpreise prompt unterstützte. Bisher belaufen sich die OPEC-Förderkürzungen gemäß Vereinbarung auf insgesamt 1,20 Mio. Barrel pro Tag. Gleichfalls trugen auch positive Konjunkturdaten aus China und Europa zur Konsolidierung der Ölpreise bei. In der Summe weisen die Vorzeichen aber weiterhin in Richtung Überversorgung des Rohölmarktes. Am späten Abend wird das American Petroleum Institute (API) seine jüngsten Prognosen zur Rohölbestandsentwicklung in den USA vorlegen. Ein weiterer Zuwachs der Reserven dürfte demnach trotz der mit Spannung erwarteten OPEC-Konferenz zum Ende dieser Woche für die nächsten Preisrücksetzer sorgen.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl stark gefallen

02.12.19

Konnten die Ölpreise die Gewinne der Vortage im Verlauf des Freitags zunächst behaupten, setze zum Nachmittag eine Gegenbewegung ein, die teils schwere Verluste für die Notierungen mit sich brachte.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet zum Wochenstart am Montagmorgen nur noch 55,55 €. Das rund 2,30 € weniger als am Freitagmorgen. Heizöl gibt ca. 1,20 € nach und kostet aktuell 45,56 € pro 100 Liter.

Was nun der tatsächliche Auslöser für die teils schweren Rücksetzer der Ölpreise vom späten Freitagnachmittag war, darüber lässt sich streiten, aber eine wirkliche Überraschung dürfte es für die meisten Marktteilnehmer nicht gewesen sein. Laut Medienberichten werden vor allem die kaum zur Euphorie anregenden Positionierungen der russischen Ölproduzenten angeführt, die sich vor dem Wochenende nochmals gegen eine Ausweitung der bestehenden Förderkürzungen des OPEC-Plus-Bündnissen ausgesprochen hatten und diese Meinung wohl auch geschlossen vor der am Ende der Woche stattfindenden OPEC-Jahreskonferenz in Wien vertreten werden. Gleichfalls wolle man über eine mögliche temporäre Verlängerung des Kürzungsdeals auch erst Ende März entscheiden, wenn die bestehende Vereinbarung offiziell ausläuft. Bereits seit mehreren Wochen herrscht bei vielen Experten die Meinung vor, dass zumindest eine Verlängerung der OPEC-Produktionskürzungen absolut notwendig wäre, um eine erneut drohende Überversorgung des Rohölmarktes abwenden zu können. Viele vertreten sogar den Standpunkt, dass lediglich eine Ausweitung der bisherigen Vereinbarung diese Gefahr bannen könne. Neben diesen trüben Aussichten dürften aber auch Gewinnmitnahmen spekulativer Anleger für Druck auf die Notierungen gesorgt haben. Das Ölpreisniveau war trotz vieler Negativprognosen zuletzt auf verhältnismäßig hohem Stand verblieben, sodass die jüngsten Korrekturen nahezu absehbar waren. Es wird fraglich sein, ob sich die Ölpreise vor Jahresschluss von diesem Schock befreien können. Vieles wird in den kommenden Tagen von der Entwicklung der US-Rohöllagerbestände anhängen. Ein nächster Impuls könnte demnach bereits morgen anstehen, wenn das private American Petroleum Institute (API) seine jüngsten Prognosen auf Wochensicht veröffentlicht.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise vorerst stabil

29.11.19

Neben dem Anstieg der US-Rohölreserven sorgte auch die Verabschiedung zweier Gesetze zur Stärkung der Demokratiebewegung in Hong Kong durch US-Präsident Donald Trump für Druck auf die Ölpreise.

Im frühen Handel am Freitagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 57,93 €. Das entspricht der Wertstellung vom Donnerstag. Heizöl kann dagegen leicht zulegen und kostet aktuell 46,79 € pro 100 Liter.

In die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Peking und Washington kehrt keine Ruhe ein. Nachdem man sich laut Einschätzung mehrerer Beobachter und verschiedener Regierungsvertreter bereits auf einem guten Weg der Einigung im laufenden Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften der Erde befand, dürften diese Annäherungen nun erneut gestört worden sein. Auslöser hierfür ist die Verabschiedung zweier Gesetze seitens der US-Regierung am Mittwochabend, die der Stärkung der Demokratiebewegung in Hong Kong dienen sollen. Demnach ist US-Waffenfirmen zukünftig der Export von Tränengas, Pfefferspray und Gummigeschossen an die Hongkonger Polizei verboten, zum anderen sollen Möglichkeiten der Sanktionierung Chinas wegen eventueller Menschrechtsverletzungen durch das US-Außenministerium geprüft werden. Darüber hinaus soll das US-Außenministerium mindestens einmal pro Jahr untersuchen, ob die Sonderverwaltungszone weiterhin über ausreichend Autonomie verfügt. Dass Donald Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping im gleichen Atemzug als „außergewöhnlichen Typen“ und „guten Freund“ bezeichnete, könnte hier eher als etwas grobschlächtige und leicht missverständliche Geste verstanden werden. Neben diesen „diplomatischen“ Faktoren belastet auch die Entwicklung der US-Rohölreserven die Ölpreise. Am Mittwochnachmittag meldete das US-Energieministerium (EIA) einen weiteren, teils deutlichen Anstieg der US-Rohöl- und Benzinbestände, was die Sorgen einer nächsten Überversorgung des Marktes schürt. Seitens des OPEC-Kartells zeichnet sich die Ablehnung eines weiteren Ausbaus der bestehenden Förderkürzungen mehr und mehr ab. Wenn die Vertreter der OPEC sowie des OPEC-Plus-Bündnisses sich Anfang Dezember in Wien zusammenfinden, dürfte es sich ausschließlich um eine mögliche Verlängerung der bestehenden Kürzungsvereinbarung bis Mitte 2020 drehen. Größere Gewinnmitnahmen spekulativer Anleger waren bisher noch nicht zu verzeichnen, die Gefahr besteht bei aktuellem Ölpreisniveau jedoch fort. Der US-Ausrüster Baker Hughes wird heute keine Zahlen vorlegen, diese hätten momentan aber wahrscheinlich ohnehin kaum Einfluss auf die Ölpreise.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise unter Druck

28.11.19

Ein erneuter Anstieg der US-Rohöllagerbestände hat die Ölpreise im Verlauf des Mittwochshandels unter Druck gesetzt und für Preisrücksetzer am Markt gesorgt. Insgesamt halten sich die Verluste bisher jedoch in überschaubaren Grenzen.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Donnerstagmorgen gut 57,96 €. Das sind etwa 30 Cent weniger als im gestrigen Vergleichszeitraum. Auch Heizöl gibt nach und kostet zur Stunde 46,56 € pro 100 Liter.

Nachdem die Ölpreise zum gestrigen Morgen die Gewinne der Vortage noch halbwegs behaupten konnten, setzte zum Nachmittag eine leichte Gegenbewegung ein. Auslöser für die erfolgten Preisrücksetzer waren vor allem die aktuellen Daten zur Rohölbestandsentwicklung in den USA, die seitens des US-Energieministeriums (EIA) zum Nachmittag veröffentlicht wurden. Laut vorgelegter Zahlen sind die US-Rohölreserven im Vergleich zur Vorwoche um rund 1,57 Mio. Barrel angewachsen. Gleichfalls verzeichnen auch die Benzinbestände der USA mit gut 5,13 Mio. Barrel einen überdurchschnittlich starken Anstieg. Die Destillatvorräte an Heizöl und Diesel stiegen um rund 725.000 Barrel. Ein Anstieg der Lagerbestände in den USA belastet traditionell die Wertentwicklung auf dem Rohölmarkt, dennoch halten sich die bisherigen Verluste in relativ kleinen Grenzen, was eigentlich erstaunlich ist. Bereits die zum Wochenbeginn generierten Zugewinne schienen jeder faktischen Grundlage zu entbehren. Diese versuchte man erneut mit einem wachsenden Optimismus hinsichtlich einer konstruktiven Beilegung des bestehenden Handelsstreites zwischen den USA und China zu begründen, bezog sich dabei allerdings nur auf bloße Eventualitäten und Lippenbekenntnisse einzelner Beteiligter. Aufgrund des heutigen Feiertages in den USA dürfte der Handelstag etwas ruhiger Verlaufen. Dies könnte sich auch auf den morgigen Freitag erstrecken, der gegebenenfalls als „Brückentag“ genutzt werden wird. Vor dem Hintergrund des momentan noch recht hohen Ölpreisniveaus drohen im Zuge möglicher Gewinnmitnahmen bis zum Wochenende also durchaus weitere Verluste.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl gestiegen

27.11.19

Nach einem erneut impulsarmen gestrigen Handelstag, an welchem sich die Ölpreise zunächst kaum bewegten, sorgten zum Nachmittag weitere Gerüchte über den Handelsstreit zwischen China und den USA für etwas Auftrieb.

Zum frühen Mittwochmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 58,28 €. Das sind knapp 60 Cent mehr als am Dienstagmorgen. Heizöl gewinnt gut 30 Cent hinzu und kostet zur Stunde 47,01 € pro 100 Liter.

Die Entwicklung der Ölpreise scheint sich derzeit abseits konkreter Fakten und Tatsachen abzuspielen. Obwohl die Gesamtsituation etwa im Hinblick auf die prognostizierten Nachfragewerte und die drohende Überversorgung des Rohölmarktes für das kommende Jahr eher bedenklich einzuschätzen ist, haben die Notierungen gestern dennoch Zugewinne generieren können. Erneut werden diese Preisaufschläge mit vermeintlichen Zeichen einer weiteren Annäherung Pekings und Washingtons im laufenden Handelsstreit begründet. Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua haben Vertreter beider Parteien über bestehende Kerninteressen diskutiert und sich darauf verständigt, diese angemessen lösen zu wollen. Zwischen den Zeilen ist hier allerdings kaum mehr als die Bereitschaft herauszulesen, die Gespräche über ein mögliches Teilabkommen fortzusetzen. Reicht dies aber aus, die Notierungen hinreichend zu unterstützen? Hinsichtlich der jüngsten Prognosen des American Petroleum Institute (API) zur Entwicklung der Rohölbestände in den USA müsste die Antwort eigentlich deutlich ausfallen. Wie die private Interessengemeinschaft am späten Dienstagabend meldete, gehe man aktuell von einem klaren Zuwachs der US-Rohölreserven um rund 3,64 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche aus. Dies schlägt sich bisher aber nicht in der Preisentwicklung nieder. Am heutigen Nachmittag wird das US-Energieministerium (EIA) die offiziellen Zahlen vorlegen. Da in den USA morgen ein Feiertag ansteht und auch der sogenannte „Black Friday“ vielerorts als „Brückentag“ genutzt werden dürfte, ist also zum heutigen Nachmittag nochmal mit reichlich Bewegung am Markt zu rechnen. Je nachdem wie die Zahlen der EIA ausfallen, besteht bei derzeitigem Preisniveau durchaus die Gefahr kurzfristiger Gewinnmitnahmen durch spekulative Anleger, die für deutliche Abwärtskorrekturen sorgen könnten.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise nahezu unverändert

26.11.19

Die Ölpreise haben sich zum Wochenstart vorerst kaum bewegt. Während die Rohölpreise der Sorte Brent leicht gesunken sind, verzeichnen die Heizölpreise am heutigen Morgen ein leichtes Plus.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Dienstagmorgen gut 57,73 €. Das entspricht der Wertstellung von gestern Morgen. Heizöl legt nochmal etwas zu und kostet zur Stunde 46,77 € pro 100 Liter.

Die Ölpreise konnten ihr Preisniveau von gestern größtenteils bestätigen und bewegen sich derzeit weiter im Bereich ihres Zweimonatshochs. Insgesamt sprachen die Marktteilnehmer jedoch von einem impulsarmen und blutleeren Wochenauftakt. Momentan beeinflussen neue Gerüchte über eine bevorstehende Einigung Pekings und Washingtons im laufenden Handelsstreit den Markt. Am Samstag hatte US-Sicherheitsberater Robert O´Brien den möglichen Abschluss eines Teilabkommens bis Ende dieses Jahres in Aussicht gestellt, allerdings schwindet diese Hoffnung bei Händlern und Anlegern zusehends. Als positives Signal in Richtung der USA dürften aber die Richtlinien zur Verschärfung des Schutzes geistigen Eigentums gedeutet werden, welche die chinesische Regierung erlassen hatte. Der Handelsstreit zwischen China und den USA gilt weiterhin als größter Belastungsfaktor für den globalen Rohölhandel und insbesondere für die entsprechenden Nachfragewerte nach Rohöl und Rohölprodukten. Seitens des OPEC-Plus-Bündnisses zeichnet sich mehr und mehr eine Absage bezüglich der erwogenen Ausweitung der bestehenden Förderkürzungen ab. Vielmehr scheint man über eine Verlängerung und konsequentere Umsetzung der Kürzungsvereinbarung bis Mitte nächsten Jahres beraten zu wollen. Derzeit beläuft sich Produktionsdrosselung des Kartells auf schätzungsweise 1,20 Mio. Barrel pro Tag. Zum späten Abend werden die Prognosen des American Petroleum Institute (API) zur Rohölbestandsentwicklung in den USA erwartet. Die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums stehen dann für morgen Nachmittag an. Aufgrund der bevorstehenden Feiertage in den USA könnte diese Handelswoche ab Donnerstag jedoch ebenso impulsarm enden, wie sie begonnen hatte.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl mit Gewinnen aus dem Wochenende

25.11.19

Nach weiteren Verlusten aus dem späten Freitagshandel starten die Notierungen für Roh- und Heizöl mit leichten Gewinnen in die neue Handelswoche. Aussichten auf ein mögliches Abkommen zwischen China und den USA sowie eine im Raume stehende Verlängerung der OPEC-Förderkürzungen stützen den Markt etwas.

Im frühen Handel am Montagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 57,74 €. Das sind knapp 30 Cent mehr als am Freitag. Heizöl legt gut 40 Cent zu und kostet zur Stunde 46,48 € pro 100 Liter.

Insbesondere kurzfristige Gewinnmitnahmen spekulativer Anleger haben den Ölpreisen nach Einschätzung von Marktexperten weitere Preisrücksetzer vor dem Wochenende beschert. Allerdings hielten sich die Verluste in relativ überschaubaren Größenordnungen. Auf Wochensicht verzeichneten die Notierungen sogar die längste Gewinnphase seit April dieses Jahres. Dennoch steht es um den Rohölmarkt alles andere als positiv. Gestützt werden die Ölpreise derzeit vor allem durch Spekulationen und Lippenbekenntnisse. So zeichnet sich derzeit erneut eine gewisse Annäherung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Erde ab, die möglicherweise wirklich in ein konkretes Teilabkommen münden könnten. US-Sicherheitsberater Robert O´Brien hatte am Samstag einen Abschluss bis Ende dieses Jahres in Aussicht gestellt. Inwieweit das plötzlich steigende Interesse des US-Präsidenten Donald Trump an einem schnellen ersten Teilabkommen aber mit Chinas Ankündigung zusammenhängt, vor einer Unterzeichnung die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen abwarten zu wollen, bleibt offen. Gleichfalls erhofft man sich eine Verlängerung der selbstauferlegten Förderkürzungen seitens des OPEC-Plus-Bündnisses um weitere drei Monate. Zuletzt wurde Überlegungen zu einer eventuellen Ausweitung der Produktionsdrosselungen insbesondere aus Russland eine verhältnismäßig deutliche Absage erteilt. Vertreter der Mitgliedstaaten werden sich Anfang Dezember zur Jahreskonferenz in Wien zusammenfinden und über die nächsten Maßnahmen beraten. Der US-Ausrüster Baker Hughes hatte am Freitagabend einen nächsten leichten Rückgang der aktiven Ölplattformen in den USA von 674 auf 671 gemeldet. Viel Einfluss auf die Preisentwicklung dürften diese Zahlen allerdings nicht haben. Zur Stunde steigen die Notierungen. Das Aufwärtspotential ist allerdings beschränkt.



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