Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise legen deutlich zu

26.06.19

Die Ölpreise sind im Verlauf des Dienstags nach anfänglichen Rücksetzern kräftig angestiegen. Neue Anzeichen einer weiteren Eskalation der Lage im Nahen Osten und erfreuliche Daten des American Petroleum Institute (API) beflügeln den Markt.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet im frühen Handel am Mittwochmorgen gut 58,26 €. Das sind rund 1,40 € mehr als am Dienstag. Heizöl legt gut 1,30 € zu und kostet momentan 45,35 € pro 100 Liter.

Nachdem zum Wochenbeginn die Konjunktur- und Überversorgungsängste recht deutlich auf die Preisentwicklung bei Roh- und Heizöl drückten, sorgen aktuell Anzeichen einer weiteren Eskalation des Konfliktes zwischen dem Iran und den USA für Auftrieb. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag via Twitter verlauten lassen, dass jeder weitere Angriff des Irans „mit großer und überwältigender Stärke“ beantwortet werde. Nach dem Abschuss einer US-amerikanischen Drohne durch die iranische Luftabwehr war bereits in der Nacht auf Freitag vergangener Woche ein angelaufener Angriff in letzter Minute abgebrochen worden. Im Gegenzug droht der Iran weiterhin mit der Schließung der Straße von Hormus, die für den internationalen Schiffsverkehr und ergo für die Rohöllieferungen aus der ölreichen Region am Persischen Golf von immenser Bedeutung ist. Gleichfalls dürften auch die aktuellen Prognosen des API weiter unterstützen. Laut gestern vorgelegter Zahlen rechnet die private Interessengemeinschaft mit einem deutlichen Rückgang der US-Lagerbestände um rund 7,55 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche. Die offiziellen Daten des US-Energieministeriums (EIA) werden heute Nachmittag erwartet. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten könnte es auf Basis dieser Faktoren in den nächsten Tagen durchaus zu weiteren Preissteigerungen kommen.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl geben nach

25.06.19

Nach anfänglichen Zuwächsen und einer anschließenden Seitwärtsbewegung sind die Ölpreise zum gestrigen Handelsschluss gefallen und starten mit Verlusten in den neuen Tag.

Am Dienstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 56,77 €. Das sind etwa 80 Cent weniger als im gestrigen Vergleichszeitraum. Heizöl gibt ebenfalls knapp 80 Cent ab und kostet aktuell 44,02 € pro 100 Liter.

Die Unterstützung, welche die Ölpreise durch die Spannungen im Nahen Osten erfahren, sind im Verlauf des gestrigen Handelstages zusehends in den Hintergrund getreten. Das bedeutet nicht, dass man den drohenden militärischen Konflikt am Rohölmarkt aus den Augen verliert, aber im Zuge der weiterhin pessimistischen Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2019 und der geäußerten Skepsis Russlands zur im Raume stehenden Fortsetzung der Produktionsdrosselungen des OPEC-Plus-Bündnisses reichte die Strahlkraft offensichtlich nicht mehr aus, die gestrigen Höchststände zu behaupten. Druck auf die Ölpreise wird vor allem durch den weiterhin ungelösten Handelsstreit zwischen China und den USA ausgeübt. Als Folge dieser Auseinandersetzung befürchten Händler und Anleger spürbare Konjunkturflauten, die sich auch auf die Rohölnachfrage auswirken könnten. Weiterhin spielt das Thema Überversorgung eine gewisse Rolle. Zwar waren die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche erstmals wieder rückläufig, insgesamt liegen die US-Reserven aber auf hohem Niveau und sollte es keine Fortsetzung der OPEC-Kürzungsvereinbarung geben, könnten die weltweiten Lagerbestände recht schnell über den eigentlichen Bedarf anwachsen. In beiden Fragen erhoffen sich die Marktteilnehmer noch in dieser bzw. Anfang nächster Woche positive Antworten. So wollen sich Trump und Xi am Rande des G-20 Gipfels zu offenen Fragen im Handelsstreit beraten und nach einer gemeinsamen Lösung suchen, und am 01. und 02. Juli treffen sich die OPEC-Mitglieder und deren Verbündete in Wien, um über die weitere Produktionsstrategie zu diskutieren. Die Ergebnisse beider Treffen, so sie denn gefunden werden, dürften temporär langfristigere Auswirkungen auf das Ölpreisniveau haben, als die hoffentlich begrenzten geopolitischen Faktoren der Iran-Krise. Am Abend stehen die jüngsten Prognosen des American Petroleum Institute (API) zur Rohölbestandsentwicklung der USA an. Der Markt dürfte aber auf Abwarten eingestellt sein und demnach wären größere Ausschläge eher eine Überraschung.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise mit Gewinnen in die neue Handelswoche

24.06.19

Die Ölpreise haben ihren Aufwärtstrend der letzten Handelstage bestätigen können und starten mit weiteren Zugewinnen in die neue Handelswoche. Die angespannte Lage im Nahen Osten sorgt für spürbare Unterstützung.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am frühen Montagmorgen gut 57,53 €. Das sind rund 60 Cent mehr als am Freitag. Heizöl gewinnt knapp 90 Cent hinzu und kostet zur Stunde 44,81 € pro 100 Liter.

Unterstützt durch geopolitische Faktoren haben die Ölpreise in den letzten Handelstagen verhältnismäßig stark zugelegt. Nachdem am Freitag bekannt wurde, dass US-Präsident Donald Trump bereits konkrete Angriffsziele auf den Iran verfolgte, einen bevorstehenden Angriff in der Nacht auf Freitag jedoch in letzter Minute abgebrochen hatte, legten die Notierungen für Roh- und Heizöl vor Handelsschluss nochmals zu und konnten die Gewinne auch über das Wochenende behaupten. Von einer Trendwende am Rohölmarkt kann zwar derzeit keine Rede sein – hierzu fehlt an es fundierteren und wirtschaftlich begründeten Faktoren – dennoch kehrt mit den Zuwächsen auch etwas Entspannung in den Markt zurück. Unterdessen bleibt die Lage im Iran undurchsichtig. Einerseits betont Washington regelmäßig, dass man zu Verhandlungen mit Teheran bereit sei und diese auch ohne Vorbedingungen führen wolle, andererseits bekräftigte der US-Präsident im Verlauf des vergangenen Freitags deutlich, dass der geplante Angriff lediglich abgebrochen, aber nicht grundsätzlich abgesagt sei. Dies schürt das Spekulationspotential und dürfte auch in den nächsten Tagen den Handel beeinflussen. Eine Eskalation im Nahen Osten könnte zu erheblichen Produktions- und Lieferengpässen für den Welthandel führen. In den nächsten Tagen stehen wichtige Treffen für den Rohölmarkt an. So werden Händler und Anleger sowohl auf das geplante Gespräch zwischen Chinas Präsident XI und dem amerikanischen Präsidenten Trump am Rande des G-20 Gipfels in Osaka als auch auf die Konferenz der OPEC-Plus-Mitglieder am kommenden Wochenende in Wien blicken. Trump und Xi wollen um eine Einigung im bestehenden Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften der Erde ringen. Die OPEC-Staaten und ihre Verbündeten werden zum Fortbestand der Kürzungsvereinbarung diskutieren, deren Realisierung derzeit beinahe zwingend notwendig scheint, um einen weiteren Verfall des Ölpreisniveaus abzuwenden. Insofern könnte sich der Handel in dieser Woche überwiegend zäh gestalten. Der leichte Zuwachs der aktiven US-Bohrstellen von 788 auf 789 Anlagen, wie er seitens der Ausrüsterfirma Baker Hughes am Freitagabend bekanntgegeben wurde, wird momentan nur eine nebensächliche Rolle spielen.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl legen deutlich zu

21.06.19

Der sich zuspitzende Konflikt zwischen dem Iran und den USA hat die Ölpreise im Verlauf des Donnerstags deutlich auf die Gewinnspur gebracht. Nach Meldungen der „New York Times“ wurden Vergeltungsmaßnahmen der USA in letzter Minute abgeblasen.

Im frühen Handel am Freitagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 56,92 €. Das ist gut 1,00 € mehr als gestern. Heizöl legt etwa 70 Cent zu und liegt aktuell bei 43,99 € pro 100 Liter.

Nachdem die Reaktionen auf den überraschend starken Rückgang der US-Rohölreserven zunächst verhalten ausfielen, sorgte im weiteren Handelsverlauf vor allem der Konflikt zwischen dem Iran und den USA für Auftrieb. In der Nacht zum Donnerstag hatte die iranische Luftabwehr eine US-Drohne vom Himmel geholt, die sich nach Aussagen Teherans im nationalen Luftraum befand. Die USA verurteilten den Abschuss als „nicht provozierten Angriff“ und beteuerten ihrerseits, dass sich die Drohne im internationalen Luftraum bewegte. Die „New York Times“ meldete nun, dass Donald Trump bereits Luftschläge in der gestrigen Nacht gegen den Iran angeordnet hatte, diese aber im letzten Moment stoppte. Unklar ist, ob diese Vergeltungsmaßnahmen prinzipiell abgesagt oder nur verschoben wurden. Eine militärische Eskalation könnte den gesamten Nahen Osten in Aufruhr versetzen und zu spürbaren Produktions- und Lieferschwierigkeiten führen, was die Notierungen momentan natürlich befeuert. Insgesamt bleiben die Ölpreise aber weiterhin stark konjunkturabhängig. Die US-Notenbank hat die geplanten Leitzinssenkungen zwar nicht umgesetzt, Notenbankchef Jerome Powell versprach jedoch, angemessen auf das nachlassende Wirtschaftswachstum zu reagieren. Die Aussichten auf eine Lockerung der Geldpolitik hatte die Stimmung am Markt bereits Anfang dieser Woche etwas aufgehellt. In den kommenden Tagen stehen wichtige und mit Spannung erwartete Treffen an, deren mögliche Ergebnisse zu einer nachhaltigeren Unterstützung des Ölpreisniveaus führen könnten. Im Handelsstreit zwischen China und den USA wollen sich Trump und Xi am Rande des G20-Gipfels in Osaka in der nächsten Woche zusammenfinden. Hier werden Signale der Entspannung und sogar einer erhofften Beilegung des Konfliktes erwartet, was die momentan vorherrschenden Konjunktursorgen etwas eindämmen dürfte. Am 01. Und 02. Juli ist das Treffen der OPEC-Plus-Mitglieder in Wien anberaumt. Hier könnte eine Entscheidung zur Fortsetzung der Produktionsdrosselungen und ggf. sogar zu deren Ausweitung die Ängste einer drohenden Überversorgung mildern. Der Rohölmarkt steht also vor einem wichtigen Scheideweg. Entweder die Ölpreise schießen in den kommenden Tagen in die Höhe, oder es geht weiter in den Keller.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise legen etwas

20.06.19

Trotz verschiedener preistreibender Faktoren am Rohölmarkt haben die Ölpreise kaum reagiert und präsentieren sich am heutigen Morgen nur mit leichten Zuwächsen zum gestrigen Vergleichszeitraum.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet im frühen Handel am Donnerstagmorgen rund 55,97 €. Das sind kaum 30 Cent mehr als am Mittwoch. Heizöl gewinnt ebenfalls nur marginal hinzu und kostet zur Stunde 43,27 € pro 100 Liter.

Die Meldungen, die im Verlauf des gestrigen Handelstages hereinkamen, hätten eigentlich für mehr Bewegung der Rohölpreise sorgen können, stattdessen reagierte der Markt verhalten und das Preisniveau änderte sich kaum. Die ausgebliebene Reaktion der Händler und Anleger ist somit als ein weiteres Indiz für die anhaltende Verunsicherung am Markt zu verstehen. Neben den positiv aufgenommen Anzeichen einer bevorstehenden Senkung der Leitzinsen durch die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) sowie den zuversichtlichen Signalen einer möglichen Entschärfung des Handelsstreites zwischen China und den USA hätte man vor allem durch die überraschenden Zahlen zur Rohölbestandsentwicklung in den USA größere Ausschläge erwartet. Wie die Energy Information Administration (EIA) gestern Nachmittag bekanntgab, sind die US-Rohölreserven im Vergleich zur Vorwoche um gut 3,10 Mio. Barrel zurückgegangen. Am Markt wurde zunächst nur mit einem Rückgang von etwa 1,20 Mio. Barrel gerechnet. Gleichzeitig fielen auch die Benzinbestände um 1,70 Mio. Barrel und die der Destillate um rund 550.000 Barrel. Diese Meldung reichte jedoch vorerst nur für eine sanfte Gegenbewegung zu den größeren Verlusten der vergangenen Handelstage. In der nächsten Woche wollen sich US-Präsident Trump und Chinas Präsident Xi am Rande des G20-Gipfels zum Thema Handelsstreit treffen und nach einer gemeinsamen Lösung suchen. Zum Anfang Juli ist das Treffen des OPEC-Plus-Bündnisses geplant, auf welchem zum Fortbestand der bestehenden Kürzungsvereinbarung beraten werden soll. Eventuell ergeben sich dann die notwendigen und wirksamen Impulse für eine länger währende Erholung der Ölpreise.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl im Plus

19.06.19

Die Ölpreise unterlagen bis gestern Mittag noch dem Einfluss von Konjunktursorgen, legten dann im Zuge von Anzeichen einer möglichen Lockerung der Geldpolitik seitens der Fed und der EZB teils deutlich zu.

Am frühen Mittwochmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 55,73 €. Das sind gut 1,60 € mehr als im gestrigen Vergleichszeitraum. Heizöl legt knapp 80 Cent zu und kostet aktuell 43,18 € pro 100 Liter.

Der Markt ist derzeit größeren Preisschwankungen ausgesetzt, die sich wohl am ehesten mit den vielen momentanen Unsicherheitsfaktoren erklären lassen. Zum einen belasten Konjunktursorgen und Überversorgungsängste die Preisentwicklung für Rohöl und Rohölprodukte spürbar, zum anderen bieten geopolitische Aspekte und mögliche Lieferschwierigkeiten solides Aufwärtspotential. Der schwächelnden Weltwirtschaft soll nun mittels Lockerung der Geldpolitik auf die Sprünge geholfen werden, was am Ölmarkt zu deutlichen Kurssprüngen gesorgt hat. Gestern hatte EZB-Präsident Mario Draghi zusätzliche Zinslockerungen in Aussicht gestellt, wenn sich der Wirtschaftsausblick für das Jahr 2019 nicht bessern würde. Eine Entscheidung zur Senkung der Leitzinsen durch die Fed wird heute Abend erwartet. Anzeichen eines solches Schrittes hatten bereits in der vergangenen Woche für leichte Unterstützung gesorgt. Positiv dürften sich auch die Prognosen des American Petroleum Institute (API) auf den Markt auswirken. Die private Interessengemeinschaft hatte gestern Abend einen leichten Rückgang der US-Lagerbestände an Rohöl um ca. 810.000 Barrel im Vergleich zur Vorwoche vorhergesagt. Die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums (EIA) könnten bei einer Bestätigung der API-Daten für zusätzliche Unterstützung sorgen. Die EIA wird ihre Zahlen heute Nachmittag präsentieren. Für eine langfristigere Trendwende wären aber auch positive Vorzeichen zum Fortbestand der OPEC-Förderkürzungen notwendig. Hier zeichnet sich Anfang Juli als möglicher Zeitraum für ein Treffen der OPEC-Mitglieder und verbündeten Staaten ab, auf welchem zu diesem Thema beraten werden soll.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise geben Gewinne wieder ab

18.06.19

Nachdem die Ölpreise zunächst mit weiteren Gewinnen in die neue Woche gestartet waren, gaben die Notierungen aufgrund der bestehenden Nachfragesorgen erneut nach und drehten in die Verlustzone.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am frühen Dienstagmorgen gut 54,09 €. Das sind rund 1,40 € weniger als am Montag. Heizöl verliert rund 70 Cent und kostet zur Stunde 42,32 € pro 100 Liter.

Weiterhin belasten die Sorgen vor einer globalen Konjunkturabkühlung und die damit in Verbindung stehenden, befürchteten Nachfrageeinbußen für Rohöl und Rohölprodukte den Handel. Im Fokus der Händler und Anleger steht hier vor allem der ungelöste Handelsstreit zwischen China und den USA. Laut Daten der Commodity Future Trading Commission (CTFC) setzen die spekulativen Anleger momentan verstärkt auf fallende Ölpreise. Daran ändert derzeit auch die sich zuspitzende Lage im Nahen Osten nicht viel. So waren die Ölpreise am vergangenen Donnerstag zwar verhältnismäßig deutlich gestiegen, als bekannt wurde, dass erneut zwei Tankschiffe im Golf von Oman von bisher unbekannten Angreifern attackiert wurden, allerdings fiel die Reaktion insgesamt eher verhalten aus und hatte auch keinen langen Bestand. Wie heute Morgen bekannt wurde, entsendet die USA weitere Einsatzkräfte in die Region. Somit steigt auch die Gefahr einer militärischen Eskalation, was die Notierungen in dieser Woche noch antreiben könnte. Ein nächster Impuls für den Markt steht heute Abend an, wenn das private American Petroleum Institute (API) seine Prognosen zur Entwicklung der US-Rohölbestände vorlegt. Zuletzt waren die Reserven beständig angewachsen und hatten die Notierungen dementsprechend belastet. Nachhaltige Unterstützung für die Ölpreise könnte seitens der OPEC kommen, dafür müsste jedoch eine Entscheidung zur Verlängerung und Ausweitung der bestehenden Vereinbarung zur Produktionskürzung getroffen werden. Ein entsprechendes Treffen ist jedoch erst für Ende Juni bzw. Anfang Juli geplant.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl mit Gewinnen zum Wochenstart

17.06.19

Die Ölpreise starten mit weiteren Gewinnen in die neue Handelswoche. Positive US-Konjunkturdaten sorgten im Verlauf des Freitags für bessere Stimmung an den Märkten und unterstützten die Ölpreise spürbar.

Zum Wochenstart am Montagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 55,45 €. Das sind etwa 80 Cent mehr als am Freitag. Heizöl legt knapp 50 Cent zu und kostet aktuell 43,10 € pro 100 Liter.

Nachdem die Notierungen im Zuge von neuerlichen Angriffen auf zwei Öltanker im Golf von Oman bereits am Donnerstag zulegen konnten, wurde die leichte Aufwärtsbewegung im Verlauf des Freitags durch solide US-Konjunkturdaten in den Bereichen Einzelhandel und Industrie noch unterstützt. In der Folge legten die Ölpreise weiter zu und konnten die generierten Gewinne über das Wochenende behaupten. Eine Trendwende lässt sich auf Basis dieser Ursachen allerdings nicht ableiten. Es bleibt vielmehr zu vermuten, dass die jüngsten Preisanstiege eine kurzzeitige Reaktion auf die starken Verluste der vergangenen Handelstage bleiben. Die offenen Fragen um den bestehenden Handelsstreit zwischen China und den USA schüren weiterhin Ängste vor einer globalen Konjunkturabkühlung und resultierender Nachfrageeinbußen bei Rohöl und Rohölprodukten. Gleichfalls deuteten die letzten Zahlen zur Entwicklung der US-Rohölbestände auf eine neue Überversorgung des Marktes, was Anleger und Händler zusätzlich zur Vorsicht drängt. Daran dürfte auch der nur marginale Rückgang des aktiven US-Förderstellen nichts ändern. Wie der US-Ausrüster Baker Hughes am Freitagabend meldete, sind die betriebenen Bohrstellen in den USA von 789 auf 788 im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen. Es fehlt an klaren, preisunterstützenden Impulsen. Diese könnten etwa seitens der OPEC und ihrer Verbündeten kommen, wenn sich das Kartell zu einer Verlängerung und Ausweitung der bestehenden Förderkürzungen entscheiden könnte. Die aktuelle Vereinbarung gilt bis 30 Juni dieses Jahres. Ein entsprechendes Treffen ist für Ende Juni bzw. Anfang Juli avisiert.


Heizöl-Info • Roh- und Heizölpreise legen zu

14.06.19

Nach den erneuten Angriffen auf zwei Tankschiffe im Golf von Oman haben die Ölpreise im Verlauf des gestrigen Handelstages teils deutlich zugelegt. Dass sich hieraus jedoch eine Trendwende am Markt entwickeln könnte, scheint allerdings unwahrscheinlich.

Ein Barrel der Sorte Brent kostet am frühen Freitagmorgen gut 54,60 €. Das sind knapp 1,20 € mehr als gestern. Heizöl legt rund 1,00 € zu und kostet zur Stunde 42,63 € pro 100 Liter.

Trotz des gestrigen Preisanstiegs stecken die Ölpreise auch weiterhin in der Krise. Es fehlt insgesamt an stabilen, wirtschaftlich begründeten Impulsen, welche die Notierungen langfristig auf ein höheres Niveau heben könnten. Die gestrigen Angriffe und die daraus resultierenden Zuwächse sollten vielmehr als kurzfristige Impulse betrachtet werden, deren Strahlkraft nicht ausreichen dürfte, die Ölpreise längerfristig zu unterstützen. Eine weitere Zuspitzung der politischen Lage im Nahen Osten könnte zwar durchaus zu Versorgungs- und Lieferschwierigkeiten führen, aber von diesem Punkt sind wir noch ein ganzes Stück weit entfernt und Spekulationen dieser Art gingen in die falsche Richtung. Insgesamt belasten Konjunktursorgen, sinkende Nachfragewerte für Rohöl und Rohölprodukte sowie eine drohende neuerliche Überversorgung des Marktes den Handel mehr. Nach den klaren Zuwächsen der US-Lagerbestände aus den vergangenen Wochen, wäre also eine klare Positionierung der OPEC und ihrer Verbündeten zum Fortbestand der selbstauferlegten Förderkürzungen ein wichtiger Impuls. Eine bloße Verlängerung der Vereinbarung allein dürfte jedoch auch nicht mehr ausreichen, um die Notierungen anzutreiben. Hierfür wäre eine Ausweitung der Produktionsbeschränkungen notwendig, was angesichts der Skepsis Russlands aber ausgeschlossen scheint. Am Abend werden die aktuellen Daten des US-Ausrüsters Baker Hughes zur Anzahl der aktiven Förderstellen in den USA erwartet. Zuletzt waren diese rückläufig, was aber kaum Einfluss auf die Förderquote hatte. Insofern bleibt offen, ob sich hier positive Impulse für den Markt ergeben. Angesichts der jüngsten Preiszuwächse besteht vor dem Wochenende auch die Gefahr kurzfristiger Gewinnmitnahmen durch spekulative Anleger. Es ist also zur Vorsicht geraten.


Heizöl-Info • Preise für Roh- und Heizöl weiter im Sinkflug

13.06.19

Im Zuge der Veröffentlichung der jüngsten US-Rohölbestandsdaten haben die Ölpreise einen weiteren Rücksetzer gemacht. Die erhoffte Verlängerung der OPEC-Förderkürzungen gibt kaum mehr Unterstützung.

Zum frühen Donnerstagmorgen kostet ein Barrel der Sorte Brent rund 53,45 €. Das sind weitere 50 Cent weniger als am Mittwoch. Heizöl gibt 30 Cent nach und kostet aktuell 41,61 € pro 100 Liter.

Die angespannte Lage am Rohölmarkt verschärft sich weiter und die Notierungen für Roh- und Heizöl finden unter dem starken Druck von Überversorgungs- und Nachfrageängsten kaum mehr Unterstützung. Weder die leicht gebesserte Stimmung an den Finanzmärkten, die zum Wochenauftakt noch für eine kurze Erholungsphase sorgte, noch die Erwartungen zur Fortsetzung der OPEC-Förderkürzungen nach dem 30. Juni dieses Jahres können den Abwärtstrend der Ölpreise aus den vergangenen Wochen aufhalten. Wie das US-Energieministerium (EIA) gestern Nachmittag meldete, sind die Rohölreserven der USA um rund 2,20 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche angewachsen. Das entspricht zwar nicht den Prognosen des American Petroleum Institute (API) vom Dienstagabend, dennoch schürt der Zuwachs die Ängste vor einer neuerlichen Überversorgung des Marktes. Belastend wirkt sich hier auch der Anstieg der Benzinreserven um knapp 765.000 Barrel aus. Die Nachfragewerte für Rohölprodukte liegen derzeit knapp 0,1 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Der Rückgang der Destillatbestände um ca. 1,00 Mio. Barrel findet derweil kaum Beachtung. Besonders problematisch erscheint unter diesen Voraussetzungen die Tatsache, dass eigentlich bereits fest mit einer Verlängerung der Produktionsdrosselung seitens der OPEC und ihrer Verbündeten gerechnet wird. Das bedeutet, dass eine Zustimmung der Kartellmitglieder in dieser Frage weitere Preisrücksetzer lediglich eindämmen, aber keinesfalls mehr für Auftrieb sorgen dürfte. Hierfür wäre bereits jetzt eine deutlichere Ausweitung der bestehenden Vereinbarung von Nöten, was vor dem Hintergrund der zuletzt gezeigten Skepsis Russlands aber sehr unrealistisch scheint. Es fehlen Impulse am Markt.



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