15.09.26
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten dauern inzwischen seit rund sechseinhalb Monaten an, ein Ende ist weiterhin nicht in Sicht. In den vergangenen Tagen hat sich die Lage nochmals deutlich verschärft. Eskalierende Schiffsangriffe zwischen den USA und dem Iran sowie verstärkte Angriffe der jemenitischen Huthi Miliz auf Saudi Arabien sorgen für zusätzliche Unsicherheit am Ölmarkt. Neue Angriffe auf saudische Ölanlagen haben die ohnehin eingeschränkten Öllieferungen aus der Region seit Ende der vergangenen Woche weiter belastet.
Die Ölbörsen reagierten mit deutlichen Preisaufschlägen bei Rohöl und Ölprodukten. Auch Heizöl hat sich entsprechend verteuert und wird inzwischen auf dem höchsten Preisniveau seit März 2022 gehandelt.
Die jüngsten Eskalationen rund um den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus sowie der erneut aufflammende Konflikt mit der Huthi Miliz sorgen für anhaltende Sorgen um die weltweite Versorgung. In Deutschland sind die Heizölpreise gegenüber dem vergangenen Freitag um durchschnittlich 2,57 Euro pro 100 Liter gestiegen und haben damit ein Vier einhalb Jahres Hoch erreicht. Im Vergleich zum vergangenen Montag kostet Heizöl heute Vormittag durchschnittlich 12,61 Euro mehr. Gegenüber Mitte August beträgt der Aufschlag bereits 28,85 Euro pro 100 Liter.
Langfristige Preisentwicklung
Wie stark der Nahost Konflikt die Preise an den Ölmärkten beeinflusst, zeigt insbesondere die langfristige Entwicklung. 100 Liter Heizöl kosten aktuell 54,75 Euro mehr als vor drei Monaten. Damals hatten sich die schwersten Spannungen des Konflikts vorübergehend etwas beruhigt.
Noch deutlicher fällt der Vergleich mit den Vorjahren aus. Gegenüber dem Vorjahr müssen Heizölkäuferinnen und Heizölkäufer aktuell 76,95 Euro mehr pro 100 Liter bezahlen. Im Vergleich zum September 2024 beträgt der Aufschlag sogar 79,38 Euro. Damit hat sich Heizöl innerhalb von zwei Jahren um 90,4 Prozent verteuert.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
Vorläufige Außerbetriebnahme saudischer Ost West Pipeline
Im Zuge der Auseinandersetzungen im Nahen Osten wurde eine der wichtigsten saudischen Export Pipelines getroffen und vorübergehend außer Betrieb genommen. Wie schwer die Schäden sind, ist bislang nicht bekannt. Auch wann die Anlage wieder vollständig in Betrieb genommen werden kann, bleibt offen.
Die Unsicherheit über die Dauer des Ausfalls belastet den Ölmarkt zusätzlich, da dadurch weitere Exportmöglichkeiten aus der wichtigen Förderregion eingeschränkt werden könnten.
Iran und USA bleiben auf Eskalationskurs
Auch zwischen dem Iran und den USA haben die Spannungen in den vergangenen Wochen erheblich zugenommen. Keine der beiden Seiten scheint derzeit bereit, nachzugeben. Sowohl Washington als auch Teheran haben wiederholt signalisiert, zu weiteren Eskalationen bereit zu sein, sollte die jeweils andere Seite ihre Angriffe auf Schiffe und Ölanlagen nicht einstellen.
Damit bleibt insbesondere die Entwicklung rund um die Straße von Hormus ein erheblicher Unsicherheitsfaktor für den internationalen Ölmarkt.
China baut Ölimporte wieder aus
Zusätzlichen Preisdruck erzeugt die Entwicklung der chinesischen Ölnachfrage. Während das weltweite Angebot aufgrund der geopolitischen Spannungen bereits deutlich angespannt ist, sucht China derzeit wieder nach größeren Importmengen als in den vergangenen Monaten.
Damit trifft eine steigende Nachfrage auf ein ohnehin knappes Angebot. Die Konkurrenz um die verfügbaren Ölmengen nimmt dadurch weiter zu und kann die Preise am Weltmarkt zusätzlich nach oben treiben.
Heizölmarkt bleibt stark unter Druck
Für den deutschen Heizölmarkt ergibt sich damit weiterhin ein überwiegend preistreibendes Umfeld. Eingeschränkte Lieferungen aus dem Nahen Osten, die Angriffe auf saudische Infrastruktur, die ungelöste Konfrontation zwischen Iran und USA und die wieder steigende chinesische Nachfrage verstärken die Sorgen um die weltweite Versorgung. Heizöl hat dadurch inzwischen den höchsten Preisstand seit März 2022 erreicht.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Litern Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Aufgrund unterschiedlicher Transportkosten können die Preise regional abweichen. Stand der Preise: 14.09.2026.
1 USD = 0,8657€
Stand: 15.09.2026, nächstes Update: 16.09.2026
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14.09.26
Huthi Miliz übernimmt Hafen von Mokka
Die ohnehin angespannten Konflikte im Nahen Osten haben in dieser Woche weiter an Schärfe gewonnen. Neben der Auseinandersetzung rund um den Iran verschärft sich auch der Konflikt zwischen Saudi Arabien und der Huthi Miliz. Händler rechnen inzwischen damit, dass die Folgen des Krieges, wenn nicht der Konflikt selbst, noch über den Rest des Jahres und darüber hinaus spürbar bleiben werden.
An den Ölbörsen sorgten die jüngsten Entwicklungen am Donnerstag für deutliche Preissteigerungen. Besonders nervös reagierten die Märkte auf die Ausweitung des Einflusses der Huthi Miliz im Roten Meer. Die jemenitische Gruppe übernahm am Donnerstag den Hafen von Mokka und kontrolliert damit einen weiteren strategisch wichtigen Punkt an der Meerenge Bab el Mandeb.
Ölmärkte werden durch die Lage am Roten Meer nervös
Die politisch religiöse Huthi Miliz im Jemen gehört zu den wichtigsten Partnern des Iran und steht seit Jahren im Konflikt mit Saudi Arabien um den Einfluss im jemenitischen Bürgerkrieg. In Zusammenarbeit mit dem Iran hat die Miliz ihre Angriffe auf Saudi Arabien und dessen Ölindustrie in den vergangenen Wochen deutlich verstärkt.
Seit Ende Juli blockiert die militärische Gruppe zudem die Durchfahrt von Schiffen und Waren aus Saudi Arabien durch die Meerenge Bab el Mandeb. Die schmale Wasserstraße im Südosten des Roten Meeres ist eine bedeutende Handels und Transportroute und verbindet den Verkehr über den Suez Kanal mit den asiatischen Märkten.
Im Zuge der weiteren Ausweitung des jemenitischen Bürgerkriegs gelang es der Huthi Miliz am Donnerstag, den Hafen von Mokka im Westen des Landes einzunehmen. Damit konnte sie ihre Kontrolle über einen weiteren strategisch wichtigen Punkt an der Meerenge Bab el Mandeb ausweiten.
Saudi Arabien gerät dadurch noch stärker unter Druck. Schiffe und Häfen des Landes waren zuletzt wiederholt Ziel von Angriffen der Miliz. Gleichzeitig wächst die Sorge um den internationalen Handel. Sollte die Huthi Miliz die Durchfahrt durch das Rote Meer zugunsten des Iran vollständig blockieren, könnte dies die globalen Handelsströme erheblich beeinträchtigen.
Heizölpreise vor dem Wochenende deutlich gestiegen
Die Entwicklungen im Nahost Konflikt und die Ausweitung des Einflusses der Huthi Miliz haben an den Ölbörsen am Donnerstagnachmittag deutliche Preissteigerungen bei Rohöl und Ölprodukten ausgelöst. Die höheren Beschaffungskosten wirken sich unmittelbar auch auf den deutschen Heizölmarkt aus.
Heizölkäuferinnen und Heizölkäufer in Deutschland müssen am Freitagvormittag mit einem Preisanstieg von durchschnittlich etwa 4,60 bis 5,60 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen. Angesichts der derzeit äußerst unvorhersehbaren geopolitischen Entwicklung handelt es sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme. Neue Entwicklungen im Nahen Osten können die Preise jederzeit erneut deutlich verändern.
1 USD = 0,8622€
Stand: 14.09.2026, nächstes Update: 15.09.2026
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11.09.26
Hormus Iran droht Schiffen mit dauerhaftem Durchfahrverbot
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich weiterhin keine Entspannung ab. Vielmehr scheint sich die Lage weiter zu verschärfen. Angesichts der deutlich eingeschränkten Angebotsmengen aus der Golfregion erwartet das US Energieministerium für das laufende Jahr ein erhebliches Angebotsdefizit am Ölmarkt. Für 2027 rechnet die Energy Information Administration dagegen mit einem umfangreichen Überangebot.
Anfang der Woche hatte der Iran angekündigt, eine Sperrzone vor der Straße von Hormus einzurichten. Am Mittwoch drohte nun der Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde IRGC, dass jedes Schiff, das in diese Sperrzone einfahre, dauerhaft von der Durchfahrt durch die Meerenge ausgeschlossen werde. Wo genau die geplante Sperrzone verlaufen soll, ist bislang noch nicht bekannt. Nach Angaben des IRGC Sprechers soll dies zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden.
Darüber hinaus kündigte ein hochrangiger Vertreter der iranischen Regierung noch schärfere Vergeltungsmaßnahmen an, sollte die USA ihre Angriffe auf iranisches Territorium und die Infrastruktur des Landes nicht beenden. Der Iran verfüge inzwischen über genügend Raketen, um einen lang andauernden Konflikt führen zu können.
EIA korrigiert Preisprognosen nach oben
Die anhaltende Eskalation zwischen den USA und dem Iran sowie die weiterhin stark eingeschränkte Schifffahrt durch die Straße von Hormus haben auch die Prognosen der EIA beeinflusst. In ihrem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht geht die Behörde für 2026 von einem Angebotsdefizit von knapp 2 Millionen Barrel pro Tag aus.
Für 2027 erwartet die EIA dagegen eine deutliche Überversorgung. Das prognostizierte Überangebot beläuft sich auf rund 4,9 Millionen Barrel pro Tag. Damit könnte sich die derzeit angespannte Versorgungslage im kommenden Jahr grundsätzlich wieder entspannen.
Die EIA hat zugleich ihre Preisprognosen für die europäischen Brent und die US Rohölsorte WTI für dieses und das kommende Jahr nach oben korrigiert. Für Brent erwartet die Behörde im Jahresdurchschnitt 2026 nun einen Preis von 91,01 Dollar je Barrel. Damit liegt die Prognose rund 4 Dollar über der im August veröffentlichten Einschätzung.
Auch für 2027 rechnet die EIA weiterhin mit einem Rückgang der Brent Preise. Mit durchschnittlich 73,74 Dollar je Barrel dürfte das Preisniveau allerdings ebenfalls rund 4 Dollar höher ausfallen als noch im August prognostiziert.
Heizölpreise teils etwas weicher erwartet
An den Ölbörsen bleibt die Lage dennoch angespannt. Brent schloss gestern erstmals seit Ende Juli wieder oberhalb der Marke von 100 Dollar je Barrel. Gleichzeitig erreichte Gasoil zeitweise den höchsten Stand seit Anfang April.
Heute Morgen konnte der Gasoil Kontrakt das gestrige Hoch allerdings nicht erneut erreichen und gab zuletzt leicht nach. Dies sorgt bei den Inlandspreisen zumindest vorübergehend für etwas Entlastung. Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet können derzeit mit einer Entwicklung zwischen einem Abschlag von etwa 0,40 Euro und einem Aufschlag von rund 0,20 Euro pro 100 Liter Heizöl gegenüber Mittwochvormittag rechnen.
Dabei handelt es sich lediglich um eine Momentaufnahme. Angesichts der weiterhin hochdynamischen geopolitischen Lage können sich die Heizölpreise bei neuen Entwicklungen jederzeit deutlich verändern.
1 USD = 0,8607€
Stand: 11.09.2026, nächstes Update: 14.09.2026
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10.09.26
CENTCOM meldet Abschuss von fünf iranischen Öltankern
Die Spannungen und Unsicherheiten im Konflikt zwischen dem Iran und den USA halten inzwischen seit mehr als sechs Monaten an. Nach wiederholten versuchten Angriffen des Iran auf US-Schiffe zerstörte das US-Zentralkommando CENTCOM fünf iranische Rohöltanker. Damit verschärft sich die ohnehin angespannte Lage in der Straße von Hormus weiter. Der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge nimmt ab, während die Sorgen vor möglichen Versorgungsengpässen zunehmen. In der Folge sind auch die Heizölpreise zuletzt leicht gestiegen.
Am Dienstagabend deutscher Zeit kam es zu mehreren Angriffen auf Öltanker südlich des Iran. Kurz darauf bestätigte CENTCOM Angriffe auf insgesamt fünf iranische Rohöltanker. Nach Angaben der US-Streitkräfte waren die Besatzungen zuvor aufgefordert worden, die Schiffe zu verlassen, bevor die Tanker außer Gefecht gesetzt wurden. Kurz zuvor hatte die iranische Islamische Revolutionsgarde erfolglos versucht, einen US-Flugzeugträger und ein Raketensystem anzugreifen.
Teheran weitet Drohungen gegen Schiffe aus
Als direkte Reaktion auf die Angriffe auf die eigenen Tanker setzte Teheran Raketenschläge gegen US-Anlagen in Jordanien ein. Gleichzeitig warnte der Iran die Besatzungen von Tankern in der Nähe von Kuwait und Bahrain davor, an Bord zu bleiben. Sie sollten ihre Schiffe unverzüglich verlassen, da diese in Kürze angegriffen werden könnten.
Kurz darauf meldete die iranische Revolutionsgarde Angriffe auf zwei US-Schiffe, acht Öltanker und zehn weitere nicht kooperative Schiffe. Genauere Angaben zu möglichen Schäden liegen bislang nicht vor.
Schiffsverkehr durch Hormus geht weiter zurück
Die neuerlichen Eskalationen sorgten an den Ölbörsen unmittelbar für weitere Preissteigerungen. Marktteilnehmer und Energieunternehmen müssen ihre Erwartungen hinsichtlich möglicher Lieferengpässe und Versorgungsschwierigkeiten erneut nach oben korrigieren.
Besonders deutlich zeigt sich die angespannte Lage beim Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Die Meerenge nahe der Insel Hormus gehört zu den wichtigsten Verbindungen für den Öltransport aus dem Nahen Osten. Rund um die jüngsten Angriffe und angesichts der neuen Drohungen ging der Verkehr erneut zurück. Am Dienstag passierten lediglich sechs Frachter die Wasserstraße. Vor Beginn des Konflikts im Februar waren es üblicherweise mehr als 100 Schiffe pro Tag.
Heizölpreise steigen leicht
Die zunehmenden Angriffe auf Schiffe im Nahen Osten und die gegenseitigen Drohungen von USA und Iran verstärken die Sorgen um eine stabile Ölversorgung. Dies treibt sowohl die Preise für Rohöl als auch für Ölprodukte nach oben und wirkt sich entsprechend auf den deutschen Heizölmarkt aus.
Heizölkäuferinnen und Heizölkäufer in Deutschland müssen aktuell mit Preisaufschlägen von etwa 0,40 bis 1,00 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstagvormittag rechnen. Dabei handelt es sich lediglich um eine Momentaufnahme. Angesichts der dynamischen geopolitischen Lage können sich die Heizölpreise bei neuen Entwicklungen jederzeit verändern.
1 USD = 0,8603€
Stand: 10.09.2026, nächstes Update: 11.09.2026
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09.09.26
Marktfaktoren bleiben preisstützend
Die Lage an den internationalen Ölmärkten bleibt angespannt. Geopolitische Krisen belasten das Marktumfeld weiterhin, insbesondere am Persischen Golf und in Russland. Vor allem die angespannte Versorgungslage bei Ölprodukten sorgt dafür, dass die Preise für Rohöl und Destillate neue Hochstände erreichen.
In der Gesamtbetrachtung hat sich in den vergangenen Wochen wenig verändert. Die Ukraine greift weiterhin nahezu täglich russische Energieanlagen mit Drohnen an. Gleichzeitig rechnen die Marktteilnehmer wieder verstärkt mit möglichen Leitzinserhöhungen im September. Hinzu kommt die Erwartung, dass sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter hinziehen wird.
Der Ölmarktanalyst Chris Weston, Forschungsleiter bei der Pepperstone Group, beschreibt die Entwicklung als eine Abfolge ständiger Rückschläge. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar habe es immer wieder Hoffnungen auf Fortschritte gegeben, die jedoch regelmäßig enttäuscht worden seien. Aus seiner Sicht befindet sich der Markt inzwischen wieder auf einem ähnlichen Stand wie zu Beginn des Jahres.
Blockade in Hormus und russische Raffinerieausfälle belasten den Produktmarkt
Besonders stark wirkt sich weiterhin die eingeschränkte Schifffahrt in der Straße von Hormus auf den Ölmarkt aus. Vor allem bei Produkten wie Diesel und Heizöl machen sich die reduzierten Exportmengen zunehmend bemerkbar.
Zusätzlich verschärfen die eingeschränkten Raffineriekapazitäten in Russland die Lage am internationalen Produktmarkt. Die Kombination aus geringeren Exporten aus dem Nahen Osten und Ausfällen bei der russischen Verarbeitung führt zu einer angespannten Versorgungssituation.
Diese Entwicklung zeigt sich auch am europäischen Gasölmarkt. Der Gasölpreis, der maßgeblich für die Entwicklung der Heizölpreise in Deutschland ist, stieg gestern bis knapp an seinen bisherigen Jahreshöchststand aus dem April.
Heizölpreise ziehen weiter an
Unter diesen Voraussetzungen kennen die Heizölpreise im Bundesgebiet derzeit vor allem eine Richtung: nach oben. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute im Vergleich zu gestern mit Aufschlägen von etwa 3,25 bis 3,85 Euro pro 100 Liter rechnen.
Damit bleibt der deutsche Heizölmarkt weiterhin stark von den geopolitischen Entwicklungen geprägt. Solange die Spannungen im Nahen Osten und die Einschränkungen auf dem internationalen Produktmarkt anhalten, dürfte das Preisniveau hoch bleiben.
1 USD = 0,8603€
Stand: 09.09.2026, nächstes Update: 10.09.2026
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08.09.26
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA dauern inzwischen seit mehr als einem halben Jahr an und haben sich in den vergangenen Tagen erneut verschärft. Mehrfach kam es zu gegenseitigen Angriffen auf iranische und US-amerikanische Schiffe. Die anhaltenden Spannungen dämpfen die Hoffnungen auf eine baldige Entspannung und verstärken gleichzeitig die Sorgen vor anhaltenden Angebotsengpässen am Ölmarkt. Entsprechend sind die Preise für Rohöl und Ölprodukte, darunter auch Heizöl, zuletzt deutlich gestiegen.
Bei der kurzfristigen Heizölpreisentwicklung zeigen sich entsprechend deutliche Aufschläge. Heizölabnehmer in Deutschland müssen heute im Durchschnitt 1,64 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als am Freitag. Gegenüber dem vergangenen Montag beträgt der Aufschlag bereits 9,77 Euro. Auch der Vergleich mit Anfang August verdeutlicht die inzwischen deutlich angespanntere Marktlage. 100 Liter Heizöl kosten aktuell 20,99 Euro mehr als damals.
Langfristige Preisentwicklung
Auch im längerfristigen Vergleich bestätigen sich die deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Monate. Gegenüber Anfang Juni, als sich die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten vorübergehend etwas beruhigt hatten, müssen Heizölkäuferinnen und Heizölkäufer inzwischen einen Aufpreis von 30,56 Euro pro 100 Liter einkalkulieren.
Auch der Vergleich mit den vergangenen beiden Jahren zeigt ein deutlich höheres Preisniveau. Gegenüber dem Vorjahr kostet Heizöl aktuell 63,13 Euro mehr pro 100 Liter. Im Vergleich zum Spätsommer 2024 beträgt der Aufschlag 65,39 Euro.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
Neue militärische Auseinandersetzungen zwischen Iran und USA
Im weiterhin andauernden Konflikt zwischen den USA und dem Iran kam es am Wochenende zu mehreren Angriffen auf US-Marineschiffe und iranische Öltanker. Der Iran kündigte daraufhin an, eine neue Sperrzone über die Straße von Hormus hinaus einzurichten. Nach iranischen Angaben sollen Schiffe, die diese Zone betreten, sanktioniert werden.
Die Ankündigung erhöht die Unsicherheit rund um die strategisch wichtige Meerenge zusätzlich. Für den Ölmarkt besteht damit weiterhin das Risiko, dass sich die ohnehin eingeschränkten Lieferströme aus der Region weiter erschweren.
Oman lehnt iranische Vorschläge zur Öffnung der Straße von Hormus ab
In den vergangenen Wochen hatten der Iran und das Nachbarland Oman mehrfach über Möglichkeiten gesprochen, die Straße von Hormus gemeinsam zu öffnen und zu kontrollieren. Oman lehnte die vorgeschlagenen Kooperationen jedoch ab. Dabei spielten unter anderem geplante Dienstleistungsgebühren sowie die Sorge vor möglichem Druck der USA eine Rolle.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
Saudi-Arabien meldet kaum veränderte Ölpreise
Ein zumindest stabilisierender Faktor kommt aus Saudi-Arabien. Das staatliche Ölunternehmen Saudi Aramco veröffentlichte vergangene Woche seine Preise für Oktoberlieferungen an weltweite Ölhändler. Trotz der anhaltenden Spannungen der vergangenen Wochen blieben diese weitgehend unverändert.
Dies kann als Hinweis darauf gewertet werden, dass Saudi-Arabien weiterhin von stabilen und anhaltenden Ölexporten ausgeht. Sollten die Lieferungen des wichtigen Produzenten weitgehend ungestört bleiben, könnte dies den durch die geopolitischen Risiken entstandenen Preisdruck am Ölmarkt zumindest teilweise begrenzen.
Heizölmarkt bleibt angespannt
Für den deutschen Heizölmarkt bleibt die geopolitische Lage damit der entscheidende Unsicherheitsfaktor. Die erneuten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran und die Risiken rund um die Straße von Hormus sprechen weiterhin für ein erhöhtes Preisniveau. Zwar sorgen die stabilen Exportaussichten Saudi-Arabiens für einen gewissen Gegenpol, kurzfristig überwiegen jedoch die preistreibenden Faktoren. Entsprechend müssen Verbraucherinnen und Verbraucher heute erneut mit höheren Heizölpreisen rechnen.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Litern Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Aufgrund unterschiedlicher Transportkosten können die Preise regional abweichen. Stand der Preise: 07.09.2026.
1 USD = 0,8604€
Stand: 08.09.2026, nächstes Update: 09.09.2026
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07.09.26
Markt befürchtet erneute Einmischung Israels in den Konflikt
Im Vergleich zum vergangenen Freitag zeichnet sich an den Ölbörsen ein deutlicher Preisanstieg ab. Hauptgrund ist die erneute Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran am vergangenen Wochenende. Eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Allerdings kam es am Donnerstagnachmittag an den Börsen zu einer technischen Abwärtskorrektur. Die europäischen Kontrakte Brent und Gasoil schlossen dadurch geringfügig niedriger als am Vortag.
Der europäische Rohölkontrakt Brent hatte am frühen Donnerstagnachmittag zunächst noch den höchsten Stand seit fast sechs Wochen erreicht. Auslöser waren unter anderem Drohungen des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz gegenüber dem Iran.
Bereits am Mittwoch hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während eines Besuchs einer traditionellen jüdischen Hochschule in Sderot vor einem möglichen iranischen Angriff auf Israel gewarnt. Katz schlug am Donnerstag bei einer Zeremonie im Verteidigungsministerium im Vorfeld des jüdischen Neujahrsfestes, das am 11. September beginnt, in dieselbe Kerbe.
Zwar räumte der Verteidigungsminister ein, dass die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran Wirkung zeigen. Gleichzeitig äußerte er die Sorge, dass der zunehmende wirtschaftliche Druck Teheran zu weiteren Maßnahmen bewegen könnte. Sollte sich der Iran erneut gegen Israel richten, kündigte Katz massive Gegenmaßnahmen an, die auch die iranische Energieinfrastruktur treffen könnten.
Israel hatte Ende Februar gemeinsam mit den USA Ziele im Iran angegriffen. Darauf folgten iranische Vergeltungsschläge sowie die faktische Sperrung der Straße von Hormus. Eine erneute militärische Eskalation könnte damit auch die für den internationalen Ölmarkt strategisch wichtige Meerenge wieder stärker beeinträchtigen.
Mitteldestillate bleiben trotz Bestandsaufbau knapp
Während die Rohölkontrakte an den Börsen in den USA und Europa am Donnerstag neue Mehrwochenhochs erreichten, blieb der europäische Mitteldestillatkontrakt Gasoil unter seinem Mehrmonatshoch vom Mittwoch. Dazu dürfte auch der wöchentliche Ölmarktbericht des US-Energieministeriums beigetragen haben.
Für die Woche bis zum 28. August meldete das Ministerium einen überraschenden, wenn auch leichten Anstieg der US-Destillatbestände. Gleichzeitig ging die Nachfrage in dieser Produktkategorie zurück. Die Vorräte liegen im saisonalen Vergleich weiterhin auf einem extrem niedrigen Niveau. Der unerwartete Bestandsaufbau sorgte angesichts der angespannten Versorgungslage jedoch zumindest vorübergehend für eine Verschnaufpause.
Heizölpreise heute günstiger erwartet
Die technische Abwärtskorrektur beim Gasoil-Kontrakt wirkt sich auch auf die Inlandspreise aus. Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet können heute Morgen mit Abschlägen von etwa 1,90 bis 2,50 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern Morgen rechnen. Trotz dieser kurzfristigen Entlastung bleibt der Heizölmarkt angesichts der geopolitischen Risiken und des insgesamt hohen Preisniveaus angespannt.
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Stand: 07.09.2026, nächstes Update: 08.09.2026
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04.09.26
Super E10 nähert sich erneut dem Rekordniveau
Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben sich im Wochenvergleich in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Nach aktuellen Zahlen des ADAC kostet Super E10 im bundesweiten Durchschnitt derzeit rund 2,183 Euro je Liter. Damit bewegt sich der Benzinpreis wieder in Richtung des bisherigen Allzeithochs aus dem März 2022. Gegenüber der Vorwoche verteuerte sich Super E10 um 2,8 Cent je Liter.
Beim Diesel zeigt sich dagegen eine gegenläufige Entwicklung. Ein Liter kostet im bundesweiten Mittel aktuell 2,232 Euro und damit 1,6 Cent weniger als vor einer Woche.
Ölpreis deutlich gestiegen
Für zusätzlichen Druck auf die Kraftstoffmärkte sorgen die erneuten militärischen Schläge zwischen den USA und dem Iran. Die für Europa maßgebliche Rohölsorte Brent kostet derzeit rund 95 US-Dollar je Barrel. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Anstieg von etwa acht Prozent.
ADAC sieht Kraftstoffpreise weiterhin zu hoch
Der deutliche Anstieg des Ölpreises erklärt aus Sicht des ADAC allerdings nicht das derzeitige Niveau der Kraftstoffpreise. Besonders auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung von Benzin und Diesel. Obwohl die Rohölnotierungen gestiegen sind, verteuert sich Super E10 deutlich, während Diesel gleichzeitig leicht günstiger wird.
Nach Einschätzung des ADAC lässt sich das aktuelle Preisniveau deshalb nicht allein mit der Entwicklung am Rohölmarkt begründen. Der Automobilclub sieht die Kraftstoffpreise in Deutschland weiterhin auf einem zu hohen Niveau.
1 USD = 0,8606€
Stand: 04.09.2026, nächstes Update: 07.09.2026
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03.09.26
US-Streitkräfte führen wieder umfangreichere Militärschläge gegen Iran durch
Die erneute Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat die Rohölpreise an den Börsen diesseits und jenseits des Atlantiks am frühen Mittwochmorgen weiter steigen lassen. Bereits am Dienstag war der Preis für den europäischen Rohölkontrakt Brent erstmals seit Ende Juli kurzzeitig über die Marke von 95 Dollar je Barrel geklettert. Gleichzeitig deuten erste Schätzungen zur Entwicklung der US-Ölbestände auf einen weiteren Rückgang der landesweiten Rohöl- und Destillatvorräte in der letzten Augustwoche hin.
Bereits am Wochenende hatten US-Streitkräfte erstmals seit Ende Juli wieder iranische Militärziele angegriffen. Teheran reagierte umgehend mit Vergeltungsschlägen. Während das Zentralkommando der US-Streitkräfte CENTCOM die Angriffe vom Wochenende noch als begrenzte und präzise Aktion bezeichnet hatte, teilte CENTCOM am Dienstag mit, die US-Streitkräfte hätten eine Welle von Angriffen auf iranische Militärziele erfolgreich abgeschlossen.
Als Grund wurden unter anderem jüngste Angriffsversuche der iranischen Revolutionsgarden auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus sowie auf amerikanische Soldaten genannt. In den vergangenen Tagen wurden wieder zunehmend Angriffe auf Handelsschiffe in der strategisch wichtigen Meerenge gemeldet. Darunter befanden sich auch zwei große Öltanker, sogenannte VLCCs, die mit saudischem Rohöl beladen gewesen sein sollen. Es wurde davon ausgegangen, dass der Iran die Schiffe beschossen hat.
Straße von Hormus bleibt zentraler Unsicherheitsfaktor
Die jüngsten Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran schüren erneut die Sorge, dass die Schifffahrt durch die Straße von Hormus länger beeinträchtigt bleiben könnte als zunächst erhofft. Vor Beginn des Krieges wurden täglich rund 21 Millionen Barrel Öl über diese wichtige Route transportiert.
Zwar gelingt es weiterhin einzelnen Tankern, die Meerenge zu passieren. Die Ölmengen, die über diesen Weg den Weltmarkt erreichen, liegen jedoch weiterhin deutlich unter dem früheren Niveau. Für den internationalen Ölmarkt bleibt die Situation damit ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor.
US-Destillatbestände erneut niedriger erwartet
Zusätzlichen Auftrieb könnten die aktuellen Entwicklungen bei den US-Ölbeständen liefern. Das American Petroleum Institute API geht davon aus, dass die landesweiten Rohölvorräte in den USA in der vergangenen Woche zurückgegangen sind. Auch bei den Destillatbeständen wird ein leichter Rückgang von rund 0,3 Millionen Barrel erwartet.
Damit könnte sich die ohnehin angespannte Versorgungslage bei Destillaten im saisonalen Vergleich weiter verschärfen. Analysten rechnen im Durchschnitt sogar mit einem stärkeren Rückgang von rund 1,9 Millionen Barrel.
Sollte das US-Energieministerium den erwarteten Abbau der Destillatbestände bestätigen, dürfte dies zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Produktkontrakte an den Ölbörsen ausüben. Davon wäre auch Gasoil betroffen, das für die Entwicklung der europäischen Heizölpreise von besonderer Bedeutung ist.
Heizölpreise legen weiter zu
Die erneute Eskalation des US-Iran-Konflikts und die weiterhin angespannte Versorgungslage am weltweiten Kraftstoffmarkt sorgen damit auch bei den Inlandspreisen für weiteres Aufwärtspotenzial. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute Morgen im Bundesgebiet mit Aufschlägen von etwa 7,35 bis 8,35 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern Morgen rechnen.
1 USD = 0,8633€
Stand: 03.09.2026, nächstes Update: 04.09.2026
Unsere Empfehlungen:
Wir empfehlen Ihnen, jetzt über einen Heizöl-Einkauf nachzudenken, aufgrund der noch stabilen Heizölpreise und der schwachen Nachfrage in den Sommermonaten. Durch eine erhöhte Nachfrage wird im Herbst wieder mit steigenden Preisen und langen Wartezeiten gerechnet.
Kontrollieren Sie regelmäßige Ihren Heizölbestand im Heizöl-Tank und bestellen Sie Ihren Heizöl-Bedarf rechtzeitig. Kurzfristige Belieferungen sind Aufschlagspflichtig und sind unnötige zusätzliche Heizöl-Kosten.
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02.09.26
Anhaltende Krise im Persischen Golf
Mit dem erneuten Aufflammen der Angriffe im Persischen Golf sind die börsengehandelten Ölpreise zum Wochenstart deutlich gestiegen. Auch heute setzt sich der Preisanstieg fort. Damit haben erneut auch die Heizölpreise in Deutschland zugelegt und bewegen sich weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau.
Am Wochenende griffen US-Streitkräfte erstmals seit Ende Juli wieder Militärziele im Iran an. Teheran reagierte mit Vergeltungsschlägen. Damit wiederholt sich im Persischen Golf das seit Monaten bekannte Muster aus gegenseitigen Drohungen, Eskalation und Militärschlägen. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Straße von Hormus, wo im Zuge der jüngsten Angriffe erneut Öltanker ins Visier gerieten.
Entsprechend angespannt bleibt die globale Versorgungslage. Zwar floss zuletzt wieder mehr Öl durch die strategisch wichtige Meerenge, die Exportmengen liegen im Vergleich zum Vorkriegsniveau jedoch weiterhin deutlich niedriger. Dabei ist Rohöl für den Ölmarkt derzeit nicht einmal das größte Problem. Deutlich drängender ist die Angebotsknappheit bei Produkten wie Benzin und Diesel. Entsprechend sind die Preise auch in Deutschland zuletzt weiter gestiegen.
Russische Raffinerieausfälle verschärfen die Knappheit
Die angespannte Lage ist allerdings längst nicht ausschließlich auf die Krise im Persischen Golf zurückzuführen. Auch die ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zeigen zunehmend Wirkung. Kiew hat seine Drohnenstrategie in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet und verbessert. Inzwischen werden nahezu täglich russische Raffinerien oder andere Energieeinrichtungen angegriffen.
Welche Raffineriekapazitäten dadurch tatsächlich ausgefallen sind, legt Moskau nicht offen. Der Kreml musste jedoch bereits vor Monaten einräumen, dass die Verarbeitungsausfälle in einigen Regionen Russlands zu erheblichen Versorgungsproblemen geführt haben. Als Reaktion gilt derzeit ein striktes Exportverbot für russische Ölprodukte. Die entsprechenden Mengen stehen damit am internationalen Markt nicht zur Verfügung.
Konkurrenz um verbleibende Mengen nimmt zu
Die Auswirkungen sind auch in Europa indirekt spürbar, obwohl die EU-Staaten bereits seit längerer Zeit keine Energie mehr aus Russland beziehen. In Asien ist die Abhängigkeit von russischen Lieferungen dagegen weiterhin größer. Mit der Krise im Persischen Golf und den russischen Exportausfällen fallen dort nun zwei wichtige Quellen für Ölprodukte teilweise aus.
Damit steigt weltweit die Konkurrenz um die verbleibenden verfügbaren Mengen. Dies verstärkt den Preisdruck insbesondere bei Benzin und Diesel und wirkt sich zunehmend auch auf die europäischen Märkte aus.
Heizölpreise wieder gestiegen
Die globale Angebotsverknappung hinterlässt inzwischen auch am deutschen Heizölmarkt deutliche Spuren. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute Morgen mit Aufschlägen von etwa 3,15 bis 4,15 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern rechnen. Damit setzen die Heizölpreise ihren jüngsten Aufwärtstrend fort.
1 USD = 0,8625€
Stand: 02.09.2026, nächstes Update: 03.09.2026
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