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Heizöl-Lexikon  


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Stichwort Kälteverhalten

Paraffine (langkettige Kohlenwasserstoffe) sind ein natürlicher Bestandteil von Heizöl EL. Sie weisen ein sehr gutes Verbrennungsverhalten auf. Unterhalb einer bestimmten Temperatur verlieren sie ihre Löslichkeit und fallen im Heizöl als weißer Schleier oder in Flocken aus. Der Beginn der Paraffinausscheidung kann bereits bei Temperaturen über 0 Grad C erreicht sein und wird als Cloud Point bezeichnet. Die Trübung des Heizöls hat in der Regel noch keinen Einfluss auf die Gebrauchsfähigkeit. Dem mit Paraffinausscheidungen verbundenen Risiko von Betriebsstörungen in einer Ölfeuerungsanlage begegnen die Heizölanbieter durch Zugabe von Fließ- oder Filtrierbarkeitsverbesserern zum Heizöl. Dadurch wird erreicht, dass auch nach Unterschreitung des Cloud Point das Produkt weiterstgehend filtergängig bleibt und eine poroblemlosere Handhabung beim Transport, beim Umschlag und anteilig auch bei der Anwendung erfolgen kann. Neben der Möglichkeit von Paraffinausscheidungen ist auch der mit abnehmender Temperatur vorhandene Anstieg der Viskosität des Heizöls ein Faktor, der die Anwendbarkeit einschränken kann (z.B. Brennstoffdosierung bei Ölöfen). Um Anlagenstörungen durch Kälte zu vermeiden, ist in der DIN 4755 festgelegt, dass Heizöllagerbehälter, Ölleitungen und Bauelemente frostgeschützt zu installieren sind. Kann diese Anforderung nicht eingehalten werden, besteht die Möglichkeit, durch eine elektrische Tankbeheizung und Begleitheizung der Heizölleitungen Anlagenstörungen durch Paraffinausscheidungen entgegenzuwirken.

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