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Heizöl-Lexikon  


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Biodiesel sicher und sauber

Biodiesel – sicher und sauber Seit über 10 Jahren behauptet sich der Biodiesel erfolgreich auf dem Kraftstoffmarkt. Biodiesel ist ein ausgereifter Kraftstoff, dessen Qualitätsanforderungen in der seit Herbst 2003 gültigen europäischen Norm DIN EN14214 festgelegt sind. Heute gibt es bereits über 2.100 Tankstellen in Deutschland, an denen Biodiesel angeboten wird. Als umweltgerechte und preislich attraktive Alternative zum konventionellen Diesel wird sich der Biodiesel auch in Zukunft weiter behaupten. Produktinformation – Biodiesel 1. Herstellung Biodiesel ( technisch auch als FAME = Fettsäuremethylester bezeichnet ) wird aus landwirtschaftlich erzeugten nachwachsenden Rohstoffen – in Deutschland vorwiegend aus Rapsöl – durch eine einfache chemische Reaktion hergestellt. Der Rohstoff wird dabei so umgewandelt, dass das Produkt Eigenschaften erhält, die mit denen des mineralischen Dieselkraftstoffes vergleichbar sind. Außerdem wird bei der Herstellung Glycerin gewonnen, der einen wertvollen Einsatzstoff z. B. zur Herstellung von Kosmetika und Pharmazeutika darstellt. 2. Produkteigenschaften Biodiesel unterliegt den Qualitätsanforderungen der DIN EN 14214. Die Einhaltung dieser Norm wird im Rahmen der 10. BImSchV ( Kraftstoffkennzeichnungs- und Qualitätsverordnung ) an den Tankstellen von den zuständigen Länderdienststellen überwacht. Weitere Kontrollen erfolgen durch die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. ( AGQM ) bei den Biodieselherstellern, Lagerbetreibern und an den Tankstellen. Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. hat als Hauptziel die bedingungslose Qualitätssicherung des Biodiesels. Die Anforderungen des Markenlizenzvertrages werden durch strenge Qualitätskontrollen auf ihre Einhaltung überprüft. Experten raten ausdrücklich nur an den Tankstellen mit AGQM-Kontrollzeichen zu tanken. Umweltaspekte Eine aktuelle Studie zur Untersuchung der volkswirtschaftlichen Auswirkung des Rapsanbaus und der Nutzung des Rapsöls zur Herstellung von Biodiesel zeigt, dass die Herstellung des Biodiesels gesamtgesellschaftlich positive Auswirkungen hat. Auch bei der Anwendung hat Biodiesel gegenüber dem mineralischen Dieselkraftstoff deutliche Vorteile: - bei der motorischen Anwendung entstehen weniger Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffe als beim Einsatz von Mineralöldiesel - Biodiesel enthält fast keinen Schwefel und trägt damit nicht zum sauren Regen bei - Biodiesel wird biologisch schnell abgebaut und reduziert dadurch die Gefahr für Boden und Grundwasser - Biodiesel ist in die niedrigste Wassergefährdungsklasse eingeordnet ( WGK 1 ) - aufgrund seines hohen Flammpunktes und weiteren besseren Eigenschaften ist Biodiesel weder Gefahrgut noch Gefahrstoff 4. Anwendung 4.1. Fahrzeuge Biodiesel kann in jedem Dieselfahrzeug, das dafür freigegeben ist, eingesetzt werden. Nähere Angaben zum Einsatz von Biodiesel finden Sie in Ihrer Betriebsanleitung oder Sie wenden sich an Ihre Fachwerkstatt. Wie beim Mineralöldiesel gibt es auch eine Biodiesel-Winterqualität. Diese Winterware wird ab dem 15. November jeden Jahres an den Tankstellen angeboten und hält Temperaturen bis – 20 °C stand. 4.2. Mischbarkeit mit Mineralöldiesel Biodiesel ist in jedem Verhältnis mit mineralischen Diesel mischbar. Auch wenn mal keine Biodiesel-Tankstelle in der Nähe ist, ist eine problemlose Weiterfahrt möglich. Schließlich enthält heute der „normale„ Diesel in Deutschland bis zu 5 % Biodiesel. 4.3. Filter- und Ölwechsel Wenn der Fahrzeugtank über längere Zeit mit Diesel betankt wurde, entstehen Ablagerungen. Diese werden beim Einsatz von Biodiesel im Tank gelöst. Deshalb wird empfohlen, nach 2 bis 3 Tankfüllungen Biodiesel einmalig den Kraftstoff-Filter zu wechseln. Die vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Ölwechselintervalle sind einzuhalten. 4.4. Kraftstoffschläuche In Fahrzeugen, die vom Hersteller bereits freigegeben sind, sind grundsätzlich biodiesel- taugliche Materialien eingebaut. Falls die Fahrzeuge nachträglich für Biodiesel umgerüstet werden sollen, sind geeignete Materialien zu verwenden – hochvernetzte Polyurethanen, Polypropylen oder Polyvinylidenfluorid ( PVDF ). Die Dichtungen im Fahrzeug sollten grundsätzlich aus Fluorkautschuk bestehen. 4.5 Lacke / Oberflächen Die heute im Fahrzeugbau üblichen Lacke und Oberflächenbeschichtungen sind in der Regel gegen Biodiesel beständig. Dennoch gilt, wie auch bei Mineralölkraftstoffen, die mit Kraftstoff benetzte Oberfläche abwischen um eine Langzeiteinwirkung zu vermeiden. Bei Tankanlagen sind die Materialanforderungen ebenso wie bei Kraftfahrzeugen zu beachten. Hinweis: Innenbeschichtete Kraftstofftanks sind nicht für den Biodieseleinsatz geeignet. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen zusammengestellt. Verbindlich für die Produkteigenschaften ist ausschließlich das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers in Verbindung mit dem chargenbezogenen Werkszertifikat. Alle Fakten zum Biodiesel im Überblick: - Biodiesel gibt weitestgehend nur soviel Kohlendioxid ab, wie die Pflanze bei ihrem Wachstum aufgenommen hat - Biodiesel enthält keinen Schwefel und trägt somit nicht zum sauren Regen, Waldsterben und zu Schäden an Baudenkmälern bei - Biodiesel wird biologisch schnell abgebaut und minimiert dem zufolge die Verschmutzungsgefahr für Boden und Grundwasser - Biodiesel wird nicht als Gefahrgut klassifiziert - Biodiesel ist in die Wassergefährdungsklasse 1 ( WGK 1 ) eingestuft - Biodiesel und herkömmlicher Diesel können technisch problemlos im Fahrzeugtank vermischt werden - Biodiesel kann grundsätzlich in Dieselfahrzeugen eingesetzt werden, die vom Hersteller freigegeben sind - Biodiesel ist bis – 20°C wintertauglich - Biodiesel ist mineralölsteuerfrei

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